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Basketball-Eurocup

20.11.2018

Aus drei mach einen

Aus diesem Trio war am Samstag in Jena nur noch ein Spieler übrig: Dwayne Evans (links) ist auch nicht mit nach Monaco geflogen und Katin Reinhardt (rechts) hat die Grippe erwischt. Auf Ryan Thompson (Mitte) können die Ulmer immerhin bauen.
Bild: Horst Hörger

Vor dem Spiel in Monaco ist die Ulmer Personalsituation schwierig. Viel dringt nicht nach draußen, aber am schlimmsten dürfte es Dwayne Evans erwischt haben

Details über den gesundheitlichen Zustand ihres Personals geben sie ungern bekannt bei Ratiopharm Ulm, aber die personelle Situation beim Basketball-Bundesligisten ist auf alle Fälle schwierig. In der vergangenen Woche haben beim Eurocup-Spiel in Istanbul Dwayne Evans, Bogdan Radosavljevic und Per Günther ausgesetzt. Günther und Radosavljevic waren dann am Samstag beim Bundesligasieg in Jena wieder dabei, Evans fehlte immer noch und zudem musste Trainer Thorsten Leibenath auf Katin Reinhardt verzichten, den eine Grippe erwischt hat. Wirklich gesund ist Reinhardt immer noch nicht, aber immerhin saß er am Montag mit im Flieger nach Monaco, wo am Dienstag um 19.45 Uhr die nächste Aufgabe im Eurocup auf dem Programm steht. Evans dagegen ist dem Vernehmen nach zuhause geblieben, womit der zwei Meter große Amerikaner das dritte Spiel in Folge verpasst. Ihn scheint es also am schlimmsten erwischt zu haben, offiziell spricht man beim Verein von muskulären Problemen.

Dass es ohne Evans und Reinhardt und damit mit nur vier Amerikanern funktionieren kann, das haben die Ulmer am Samstag in Thüringen bewiesen. Eine starke Partie hat dafür beispielsweise Ryan Thompson mit neun Punkten, elf Rebounds und fünf direkten Korbvorlagen abgeliefert. Der 30-jährige Routinier weiß also, welche Tugenden bei einer angespannten Personalsituation gefragt sind: „Mit einigen verletzten oder angeschlagenen Spielern geht es für uns jetzt darum, als Team noch enger zusammenzurücken. Wer auch immer auf dem Feld steht, hat die Chance, sich zu beweisen.“

Björn Harmsen verstieg sich nach der Niederlage seiner Mannschaft sogar zu der Behauptung, dass die Ulmer eine Spitzenmannschaft seien. Eine Aussage des Kollegen aus Jena, die nicht einmal der Ulmer Trainer Thorsten Leibenath so unterschreiben würde: „Dazu haben wir noch zu viele Fehler gemacht.“ Und AS Monaco ist am Dienstag sowieso noch einmal ein anderes Kaliber als Jena. Die Mannschaft aus dem Fürstentum hat am vergangenen Mittwoch überraschend hoch mit 91:75 in Belgrad gewonnen und damit selbst die Tabellenführung in der Vorrundengruppe A des Eurocups übernommen. Mann des Spiels war der montenegrinische Aufbauspieler Derek Needham mit 21 Punkten und sechs direkten Korbvorlagen. In Ulm hatte sich Needham Mitte Oktober noch mit bescheidenen sieben Zählern und vier Assists begnügt. Trotzdem war der Bundesligist bei seiner 65:75-Niederlage im Prinzip chancenlos.

Es war die bisher einzige Heimniederlage der Ulmer im internationalen Wettbewerb. Aber auswärts haben sie eben noch gar nichts gerissen und nach derzeitigem Stand wären sie als Vorletzter ihrer Sechsergruppe nach der Vorrunde raus. Ein Sieg im einzigen verbliebenen Heimspiel ist also sowieso Pflicht und Trainer Leibenath glaubt, dass ein zusätzlicher Erfolg in der Fremde reichen könnte: „Am liebsten wäre es mir natürlich, wenn wir den gleich in Monaco holen würden.“

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