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Basketball I

30.05.2015

Bloß nicht Spalier stehen

Über ganz weite Strecken haben die Ulmer in Spiel zwei gegen Bamberg hervorragend verteidigt. Hier findet Dawan Robinson trotzdem die Lücke, die ihm Ian Vougioukas (links) und Maarten Leunen lassen.
Bild: Eibner

Bamberg kann die Ulmer in den Urlaub schicken, aber die haben darauf noch gar keine Lust. Trainingspläne werden deswegen erst heute erarbeitet. Oder ein Tisch bestellt

Auch wenn Bamberg die Basketballer von Ratiopharm Ulm heute in den Sommerurlaub schickt, können die trotz der 80:81-Niederlage auf die in Spiel zwei der Halbfinalserie am vergangenen Mittwoch gezeigte Leistung stolz sein. Der griechische Center Ian Vougioukas schwärmt auf dem Kurznachrichtendienst Twitter: „Meine Teamkameraden haben Herz gezeigt.“ Und so ganz ist es ja noch nicht vorbei. Trainer Thorsten Leibenath versichert jedenfalls, dass noch kein Tisch für ein gemeinsames Abschlussessen reserviert wurde. Allerdings existiert auch noch kein Trainingsplan für die kommende Woche. Der wird im Fall des Falles erst am Samstagabend ausgearbeitet. Oder eben der Tisch im Restaurant bestellt.

Frage eins ist, ob die in eigener Halle in dieser Saison auf nationaler Ebene ungeschlagene Mannschaft des sechsfachen deutschen Meisters noch einmal eine derart durchwachsene Vorstellung wie in Spiel zwei abliefert. Der Bamberger Trainer Andrea Trinchieri war am Mittwoch mächtig unzufrieden mit den Spielern, die nach seinem Urteil lasch und ohne Energie zu Werke gingen und die den knappen Sieg letztlich der Genialität von Brad Wanamaker und einem bösen Aussetzer in der Ulmer Abwehr zu verdanken hatten. Zusätzliche Unterstützung bekommen die Bamberger heute obendrein von den Spielern, die vor zehn Jahren den ersten Titel für den Verein gewonnen haben. Auf der Tribüne werden unter anderem Derrick Taylor, Steffen Hamann und Koko Archibong ihre Nachfolger anfeuern.

Frage zwei ist, ob die Ulmer ihrerseits innerhalb von vier Tagen zweimal eine Leistung auf höchstem Niveau abrufen können. Konstanz war ja bekanntlich in dieser Saison keine der herausragenden Tugenden der Mannschaft von Thorsten Leibenath.

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Natürlich kommt es in einer vermeintlich fast aussichtslosen Situation auch auf den Willen und den Glauben an die eigene Chance an. Leibenath hat erfreut festgestellt, dass die Ulmer Profis sogar in Abwesenheit ihres Trainers über die entscheidenden Szenen in Spiel zwei und ganz besonders über die in den letzten Sekunden diskutiert haben. „Das ist eine sehr erwachsene Mannschaft mit viel Eigenverantwortung und das gefällt mir“, sagt Leibenath.

Jonathan Maier wechselt zum Mitteldeutschen BC

Mit einem der Ulmer Spieler wird es in der kommenden Saison definitiv kein Wiedersehen geben. Wie unsere Zeitung aus verlässlicher Quelle erfahren hat, spielt der junge Center Jonathan Maier in der künftigen Saison für den Bundesliga-Konkurrenten Mitteldeutscher BC.

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