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Turnen

16.11.2017

Das Derby bleibt ein Publikumsmagnet

Es geht für beide Vereine um nicht mehr viel im Derby. Die Pfuhler erwarten trotzdem volle Ränge.
Bild: Alexander Kaya

Zum Saisonabschluss trifft Pfuhl auf den Nachbarn Ulm – zum vorläufig letzten Mal

Das Derby zwischen den Kunstturnern des TSV Pfuhl und des SSV Ulm 1846 ist für beide Vereine der Höhepunkt jeder Zweitliga-Saison. Am Samstag (18 Uhr) wird es allerdings zum Saisonabschluss vor voraussichtlich vollen Rängen zum vorläufig letzten Mal im Pfuhler Schulzentrum über die Bühne gehen. Der Gastgeber muss sich zwar voraussichtlich mit Platz zwei hinter Singen begnügen und bleibt der Liga somit erhalten. Aber die Ulmer steigen definitiv ab.

Trotzdem wollen beide Mannschaften noch einmal alles in die Waagschale werfen, alleine schon wegen der Rivalität, die natürlich besteht, obwohl Turner und Offizielle der beiden Vereine miteinander befreundet sind. Und der TSV Pfuhl will seine minimale Chance auf den Titel wahren, auch wenn Trainer Rolandas Zaksauskas sagt: „Es muss schon ein Wunder geschehen, dass Singen nicht Meister wird. Aber natürlich sind auch die Singener keine Maschinen, sondern Menschen.“ Das ist der Strohhalm, an den sich die Pfuhler klammern. Ein ganz dünner, denn Singen ist ebenfalls am kommenden Samstag beim Tabellensechsten TSV Buttenwiesen klarer Favorit. Und so fügt der Pfuhler Abteilungsleiter Michael Wolfgang auch an: „Realistisch betrachtet ist die Saison gelaufen. Singen hat in dieser Saison keine Schwäche gezeigt und wird verdient Meister.“

Wolfgang findet es bedauerlich, dass die Ulmer zum Abstieg verurteilt sind: „Dadurch leidet der Reiz des Derbys schon etwas.“ Benjamin Wohllaib ist noch aus einem anderen Grund ein wenig traurig: „Es ist schade, dass wir den ersten Platz nicht geschafft haben. Es wäre schon super, einmal Meister zu werden.“ Aber der Pfuhler Mannschaftsführer verspricht: „Wir werden am Samstag nach dem Wettkampf auch die Vizemeisterschaft feiern und wir hoffen, dass die Ulmer dann auch da bleiben.“ Für Zaksauskas ist der zweite Platz „ein Megaerfolg. Das ist uns zum zweiten Mal in Folge gelungen. Wenn wir etwas Glück haben, können wir vielleicht nächstes Jahr vom ersten Platz träumen.“

Die Ulmer haben jetzt naturgemäß erst einmal andere Träume. Der Mannschaftsbetreuer und Kampfrichter Michael Arb sagt: „Für uns ist die Saison nicht gut gelaufen. Aber es war von vorneherein klar, dass es eng wird. Nun wollen wir versuchen, mit unserem jungen Personal gleich wieder nach oben zu kommen.“ Die Ulmer gehören der Zweiten Liga seit 2001 ununterbrochen an.

Beide Mannschaften werden am Samstag top besetzt antreten und alles geben, um zu gewinnen. Arb gibt sich kämpferisch: „Wir haben nichts mehr zu verlieren und wollen den Pfuhlern das eine oder andere Gerät klauen.“ Dem hält Michael Wolfgang entgegen: „Während des Wettkampfs ruht die Freundschaft. Wir werden schauen, dass wir jedes Duell gewinnen. Aber auch wir können natürlich einmal einen schlechten Tag haben.“

Obwohl die Luft aus dem Derby sportlich ein bisschen raus ist, bleibt der Pfuhler Turner Florian Reindl dabei: „Trotz allem ist das der spannendste Wettkampf.“ (kümm)

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