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Interview

24.11.2018

„Das hat mir imponiert“

Torwart Christian Ortag gehört bei den Spatzen zum Stammpersonal.
Bild: Kaya

Seit dieser Saison steht nicht mehr der „Ewige“ Holger Betz im Tor der Spatzen, sondern Christian Ortag. Er hat bis jetzt kein Spiel der Ulmer verpasst

Der SSV Ulm 1846 Fußball hat in dieser Saison nicht gerade viele Tore erzielt (23), dafür aber auch nicht allzu viele kassiert (20). Das ist auch ein Verdienst des neuen Torwarts Christian Ortag, der vor der Saison von den Stuttgarter Kickers nach Ulm gekommen war, um einen schwierigen Posten zu übernehmen. Mit Holger Betz musste er nämlich einen Torwart beerben, der mit seinen über 500 Spielen für die Ulmer und 25 Jahren Vereinszugehörigkeit für die Fans mehr war als nur ein Spieler. Immerhin kann der 23-jährige Ortag von Betz’ Erfahrungsschatz profitieren und sich vom jetzigen Torwarttrainer noch den ein oder anderen Kniff abschauen. Im heutigen Topspiel gegen Waldhof Mannheim (14 Uhr) wird Ortag aller Voraussicht nach wieder zwischen den Pfosten stehen – er gehört zum Ulmer Stammpersonal.

Herr Ortag, sie haben als einziger Spieler aus dem Spatzen-Kader in der Vorrunde keine einzige Minute in den Punktspielen der Regionalliga-Südwest und sind die unumstrittene Nummer Eins. Wie fällt Ihre persönliche Zwischenbilanz vor dem Rückrundenstart aus?

Christian Ortag: Für mich persönlich ist die Vorrunde natürlich super gelaufen. Jedes Spiel über 90 Minuten – das hatte ich in meiner bisherigen Karriere so auch noch nicht erlebt, deswegen bin ich darauf auch ein Stück weit stolz. Ich hoffe, dass ich weiter verletzungsfrei bleibe und meine Leistung weiter abrufen kann. Außerdem hoffe ich, dass ich auch die nächsten 17 Spiele auf dem Platz stehe.

Die Spatzen haben sich im Lauf der Vorrunde zu einer echten Heimmacht entwickelt.

Ortag: Ja absolut. Und so etwas spricht sich dann auch herum, wenn die Gegner hier herkommen und wissen, dass wir im Donaustadion nur sehr schwer zu schlagen sind – bis auf das eine Spiel gegen Homburg. Ich hoffe, das geht jetzt so weiter und wir können auch in der Rückrunde im Donaustadion genauso erfolgreich spielen, viele Siege einfahren und kräftig punkten.

Am Samstag kommt es gleich zum Rückrundenstart zum absoluten Topspiel gegen den Tabellenführer aus Mannheim. Worauf sind Sie eingestellt und worauf müssen sich die Waldhöfer einstellen?

Ortag: Wir stellen uns natürlich auf den Spitzenreiter ein. Das ist sicher auch wieder ein Team, das als Favorit ins Donaustadion kommt, aber wir haben zuhause auch die anderen Top-Mannschaften geschlagen oder zumindest auf Augenhöhe gespielt. Von daher müssen die sich hier auch erst einmal beweisen und selbst ein gutes Spiel abliefern. Wir wollen aber ganz sicher dagegenhalten.

Sie sind seit diesem Sommer an der Donau. Was ist so typisch und so besonders an Ulm?

Ortag: Der Zusammenhalt in der Mannschaft, aber auch in der Stadt. Die Fans hier haben ein feines Gespür. Das hat man beim letzten Heimspiel gesehen, bei dem Zwischenfall mit dem Zuschauer, der während des Spiels wiederbelebt werden musste. Es war gut und richtig, wie die Zuschauer da reagiert haben, übrigens auch unsere Gegner aus Steinbach. Dass man da nicht mehr groß einen Sieg feiert, sondern anerkennt, dass es wichtigeres als Fußball gibt. Das war ein ganz starkes Signal, das hat mir imponiert. Interview: Ralph Hamann

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