Regionalliga Bayern

14.07.2018

Das muss analysiert werden

An der Taktik von Trainer Stefan Anderl hat es sicher nicht gelegen, dass der FV Illertissen in Schweinfurt leer ausging. Eher an den personellen Problemen, dem starken Gegner und einer fragwürdigen Schiedsrichter-Entscheidung.
Bild: Horst Hörger

Der FV Illertissen verkauft sich ordentlich und verliert trotzdem sein Auftaktspiel in Schweinfurt. Was auch an einer fragwürdigen Schiri-Entscheidung lag

Der FV Illertissen ging gestern im Auftaktspiel der bayerischen Fußball-Regionalliga beim FC Schweinfurt erwartungsgemäß leer aus. Aber es lief bei der 1:3-Niederlage auch ganz unglücklich für die Mannschaft von Trainer Stefan Anderl, die nach einem fragwürdigen Platzverweis mehr als eine Halbzeit lang in Unterzahl spielen musste.

Der Titelanwärter aus Unterfranken dominierte vor 1700 Zuschauern die überaus unterhaltsame und ereignisreiche erste Hälfte, Illertissen stand aber nach hinten sehr diszipliniert. Nach einem Freistoß von Christopher Kracun brachte Janik Schilder noch die Fäuste an den Ball (13.), aber zwei Minuten später war der FVI-Keeper zum ersten Mal geschlagen. Florian Pieper marschierte bis zur Grundlinie, legte quer und der mitgelaufene Schweinfurter Abwehrmann Philip Messingschlager musste aus zwei Metern nur noch den Fuß hinhalten. Doch Illertissen antwortete mit dem ersten gefährlichen Angriff in diesem Spiel. Nach einem Vorstoß über links stand plötzlich Felix Schröter frei und der erst in der vergangenen Woche nachverpflichtete Angreifer traf zum Ausgleich (18.). Doch auch dieser Spielstand hatte nicht einmal zehn Minuten lang Bestand. Weniger als eine halbe Stunde war vorbei, als Adam Jabiri den Ball aus knapp 20 Metern zur erneuten Schweinfurter Führung ins lange Eck zimmerte.

Dass es jetzt ganz schwer werden würde, das wussten die Gäste spätestens fünf Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit. Pieper marschierte Richtung FVI-Gehäuse, kurz vor dem Strafraum riss ihn Tim Buchmann um und sah für diese vermeintliche Notbremse die rote Karte. Fassungslosigkeit aufseiten des FV Illertissen, dem schon nach 33 Minuten ein Elfmeter verweigert worden war, da in dieser Szene gleich mehrere Spieler auf mindestens gleicher Höhe standen. Die Gäste wurden sogar noch heftiger bestraft: Beim anschließenden Freistoß legte Kracun den Ball kurz quer zu Steffen Krautschneider, der flach ins rechte Eck zum 3:1-Pausenstand traf.

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Im zweiten Durchgang war dann deutlich weniger geboten im Willy-Sachs-Stadion. Schweinfurt legte den Schongang ein, Illertissen hatte dadurch in Unterzahl sogar etwas mehr Ballbesitz, aber nach vorne passierte auf beiden Seiten wenig. Erwähnenswert ist eigentlich nur noch ein Kopfball des eingewechselten Armin Rausch zehn Minuten vor Schluss, der das Schweinfurter Tor knapp verfehlte.

FVI-Trainer Anderl haderte zwar hinterher auch mit dem Platzverweis: „Eine sehr harte Entscheidung, dann fällt sofort das 3:1 und damit war das Spiel durch.“ Aber er war auch nicht einverstanden mit der Körpersprache seiner Mannschaft: „Die Schweinfurter haben uns in der ersten Halbzeit mit ihrer Zweikampfhärte dominiert. Wir haben versucht, das spielerisch zu lösen und das funktioniert eben nicht.“

FV Illertissen: Buchmann, Krug, Celiktas, Scioscia – M. Strobel (68. Bolkart), Nebel, Hahn, Coban – Schröter (68. Rausch), Ph. Strobel.

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