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Ruder-World-Cup

22.06.2015

Deutscher Achter ein fairer Verlierer

Die Ruderer vom Deutschlandachter (Dritter von links der Ulmer Max Reinelt) haben den Briten beim World-Cup-Rennen auf dem Lago di Varese in Italien einen Kampf auf Biegen und Brechen geliefert, mussten sich am Ende aber um 35 Hundertstelsekunden geschlagen geben und wurden Zweite.
Bild: Hansjörg Käufer

Max Reinelt und seine Kameraden hinter den Briten Zweiter. Ulmer Frauen enttäuschen

Der deutsche Achter mit dem Ulmer Maximilian Reinelt erreichte beim zweiten Ruder-World-Cup im italienischen Varese hinter Großbritannien den zweiten Platz. Ernüchterung gab es im leichten Doppelzweier mit Lena Müller und Anja Noske (Saarbrücken) sowie im Frauenachter mit Schlagfrau Kerstin Hartmann. Beide Boote mit Ulmer Beteiligung blieben hinter den Erwartungen zurück.

Es war ein Achter-Finale, wie es spannender kaum geht. In einem Rennen auf Biegen und Brechen wurde den 3000 Zuschauern alles geboten. Die Weltmeister aus Großbritannien und die Europameister aus Deutschland trennten die gesamten 2000 Meter über nie mehr als sieben Zehntelsekunden. Bei den Zwischenzeiten lagen die Deutschen immer knapp vorne. Den besseren Endspurt hatten aber die Briten. Im Ziel lagen sie 35 Hundertstel vor den Deutschen. Eine knappe Länge dahinter ruderte das US-Team zu Bronze. Auf den weiteren Plätzen folgten Neuseeland, Polen und Deutschland II.

„Im Gegensatz zum Vorlauf ist es heute besser gelaufen“ sagte ein erschöpfter Maximilian Reinelt. „Wir haben schon noch Potenzial nach oben, aber es wird verdammt eng dieses Jahr.“ So eine Niederlage kann schon einmal zustande kommen. „Wir haben mit einem sehr knappen Rennverlauf gerechnet“, so Reinelt, „ein Sieg wäre schöner gewesen, aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir es hier mit den besten Riemenruderern der Welt zu tun haben.“ Deshalb wurde den Briten fair gratuliert.

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Einen rabenschwarzen Tag erwischten die Ulmer Ruderinnen, als es am Samstag um die Finalplätze ging. Sowohl dem Frauenachter mit Kerstin Hartmann als auch dem leichten Doppelzweier mit Lena Müller fehlte auf den letzten 500 Metern das Stehvermögen. Dem Achter hätte im Hoffnungslauf Rang vier gereicht. Lange behauptete er hinter Großbritannien, Australien und China diese Position, aber die jungen Neuseeländerinnen hatten die besseren Reserven. Maximale Enttäuschung im deutschen Boot: siebter und damit letzter Platz bei diesem World-Cup.

Ähnlich verlief auch das Halbfinale des leichten Doppelzweiers. Hier kamen die ersten drei Boote ins Finale. Während Weltmeister Neuseeland vorne das Rennen kontrollierte, stritten sich China II, Schweden und Deutschland II mit Müller und Noske lange um die Plätze zwei und drei. Auf den letzten Metern konnten Müller und Noske das Tempo nicht mehr halten und landeten auf Platz vier und damit im B-Finale. Einen herben Geschmack bekommt das Resultat des Duos, weil im anderen Halbfinale Deutschland I mit Dräger (Rostock) und Sturm (Brandenburg) auf Rang zwei landete und ungefährdet ins Finale kam.

Im B-Finale gestern belegten Müller und Noske hinter China I, Polen, Dänemark, der Schweiz und Italien I den sechsten Platz, was in der Gesamtabrechnung Platz zwölf bedeutete. Dem gegenüber steht die Bronzemedaille von Deutschland I. Eine WM-Teilnahme scheint für Müller und Noske nach diesem Wochenende kaum mehr möglich.

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