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27.07.2010

Die Württemberger wurden von den Bayern überrascht

Die Württemberger wurden von den Bayern überrascht

Neu-Ulm/Illertissen Michael Hurler ist ein wenig verschnupft wegen der Informationspolitik der Kollegen im Freistaat. "Da wurde vorher kein Wort besprochen. Ich konnte mich nur über die Zeitung über die Beschlüsse des bayerischen Verbandstags informieren", sagte der geschäftsführende Vizepräsident des Württembergischen Fußballverbands (WFV). Wie berichtet hatten die Delegierten des Bayerischen Fußballverbands (BFV) am Wochenende in Bad Gögging einstimmig beschlossen, dass alle Vereine aus dem Freistaat künftig auch in bayerischen Ligen spielen sollen. Dies würde ausnahmslos auch die Klubs aus dem Landkreis Neu-Ulm betreffen, die seit vielen Jahren am Spielbetrieb des WFV teilnehmen. "Unter Nachbarn hätte man doch darüber reden können", kommentiert Hurler, der selber aus Neu-Ulm kommt. Der WFV-Vize hat in einer Mail an die bayerischen Kollegen um Klärung gebeten.

Aber aus gleich mehreren Gründen herrscht keine Panikstimmung in der Stuttgarter Zentrale des WFV. "Unsere Saison läuft seit dem 1. Juli. Da wird in absehbarer Zeit gar nichts passieren", stellt Hurler fest und verweist darauf, dass beim schwäbischen Bezirkstag in Neusäß anders als später in Bad Gögging den Delegierten kein entsprechender Beschlussvorschlag vorgelegt wurde. Der WFV-Geschäftsführer schlussfolgert daraus, dass es eigentlich nur um die Vereine Bayern Alzenau und Viktoria Aschaffenburg an der Grenze zu Hessen geht. Trotzdem schließt der Beschluss natürlich auch die Klubs in Westschwaben ein und Hurler erwartet, dass unter anderem die Vereine im Landkreis Neu-Ulm vom bayerischen Verband über die Planungen bei der Umsetzung des Delegierten-Votums informiert werden.

Mit Begeisterung und freiwillig würde sich nämlich wohl kaum ein Verein in eine bayerische Spielklasse umsiedeln lassen. Grundsätzlich würde der WFV zwar auch keinen abwanderungswilligen Klub zu halten versuchen. "Wir legen niemandem Steine in den Weg." Aber der WFV-Vize rechnet nicht damit, dass Anfragen aus Westschwaben kommen. "Die spielen alle sehr gerne bei uns."

Hurler verweist auf das Beispiel des Oberligisten FV Illertissen, der bei einer Eingliederung in die Bayernliga zu Auswärtsspielen nach Bayreuth oder Hof fahren müsste. "Das kann man nicht machen, hier bewegen wir uns doch noch im Amateurbereich."

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