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Basketball

01.03.2018

Ein Debakel im Schwaben-Derby

Erst mal durchschnaufen. Da’Sean Butler nach dem Spiel der Ulmer gegen Ludwigsburg. Das ging komplett daneben.
Bild: Eibner/Sascha Walther

Dass die Ludwigsburger gut sind, wussten die Ulmer. Jetzt mussten sie feststellen, wie gut der Tabellendritte wirklich ist

Im Vorfeld der gestrigen Partie zwischen den Ulmer Basketballern und Ludwigsburg war die Stimmung bei Ratiopharm Ulm wegen der Ansetzung des Spiels ja schon nicht allzu gut (wir berichteten). Hinterher war es aber noch schlimmer. Die Ulmer erlebten ein Debakel und verloren auswärts deutlich mit 54:89.

Dass die drei Nationalspieler der Ulmer, Isaac Fotu, Luka Babic und Ismet Akpinar trotz der Länderspielpause auflaufen konnten, änderte daran nichts. Als Wettbewerbsverzerrung hatte man es zuvor an der Donau wahrgenommen, dass die drei nicht oder kaum mit der Mannschaft trainieren konnten. Im Gegensatz zu ihnen fehlte jedoch Neuzugang Katin Reinhardt. Er hätte aber wohl auch nichts am Spielverlauf drehen können. Es dauerte nur rund fünf Minuten im Spiel, ehe auch der letzte Zuschauer in der Ludwigsburger Arena erkannt hatte, warum die Gastgeber das offensivstärkste Team der BBL sind. Da fegten sie mit einem 12:0-Lauf zum ersten Mal über die Ulmer hinweg. Mit 27:9 führten sie schon nach dem ersten Viertel. Das lag an ihrer extremen Stärke unter dem Ulmer Korb, an den vielen Turnovers, die sie erzwangen, an den guten Offensivaktionen und der extrem aggressiven Defensive.

Ulm wiederum brachte es zu nichts und war extrem schwach im Werfen. Gerade einmal einen von elf Dreierversuchen verwandelte das Team von Trainer Thorsten Leibenath in den ersten dreizehn Minuten des Spiels. Dreierquote: neun Prozent. Da die Ludwigsburger zu dem Zeitpunkt beim Stand von 34:13 aber ohnehin schon davongezogen waren, schien das auch nicht weiter ins Gewicht zu fallen. Die Ulmer gaben ihre Bälle widerstandslos her, kamen kaum zu Würfen und vergaben sie, wenn es doch mal eine Lücke gab. Ludwigsburg nahm die Geschenke dankbar an. Dass sich zur Halbzeitpause vier Spieler der Riesen die Punkte nahezu gleichmäßig aufteilten, sprach für die Qualität der Gastgeber. 53:21 stand es da schon.

In der zweiten Hälfte ließ es Ludwigsburg dann langsamer angehen, was aber auch reichte. Das Spiel ging für die Ulmer in der ersten Hälfte verloren. Besonders hoch war deren Gegenwehr ohnehin nicht mehr. Sie ließen die Riesen sogar fast mit einer 40-Punkte-Führung in die Viertelpause gehen. Die Marke knackten die Ludwigsburger aber dann im letzten Viertel (76:35).

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