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Basketball-Bundesliga

07.01.2019

Ein Viertel lang aus dem Tritt

Spektakulär, aber hier nicht erfolgreich: Ulms Patrick Miller (am Ball) scheitert mit einer Einzelaktion am Ex-Ulmer Augustin Rubit.
Bild: Horst Hörger

Ulm bricht im dritten Spielabschnitt völlig einund unterliegt den Bambergern. Was das Plus der Gäste war

Mit einem katastrophalen dritten Viertel haben sich die Basketballer von Ratiopharm Ulm gestern Abend um den Lohn der guten Leistung gebracht, die sie in der restlichen Spielzeit gegen Brose Bamberg gezeigt haben. Mit 11:32 verlor das Team von Trainer Thorsten Leibenath diesen dritten Durchgang und letztlich die gesamte Partie in der ausverkauften Ratiopharm-Arena mit 91:100. „Wir spielten als Team, das ist ein Grund warum wir gewonnen haben“, sagte Bambergs Trainer Ainars Bagatskis. Genau in dieser Hinsicht waren die Gäste den Ulmern überlegen, bei denen wieder zu viele Einzelaktionen zu verzeichnen waren. Aber darauf ist das Ulmer Spiel ja angelegt. Die Teamarbeit ist – zumindest in der Offensive – zweitrangig. Und so gehört die Leibenath-Truppe eben nicht zur Spitze im deutschen Basketball, wie zum Beispiel die Niederlagen gegen Bayern München, Alba Berlin und Brose Bamberg zeigen.

Natürlich haben die Einzelaktionen oft auch zum Erfolg geführt. Dem spielerisch guten Gegner war damit aber nicht über die gesamte Spielzeit Paroli zu bieten. Das erste Viertel verlief nach intensivem, konzentriertem Ulmer Start (13:7/17:11) letztlich ausgeglichen, weil sich Bamberg zunehmend auf die Ulmer Spielweise einstellte. Im zweiten Spielabschnitt gewannen die Gastgeber nach schwachem Beginn – die Franken zogen auf 37:29 weg – noch die Oberhand über ihren Gegner. Nach einem 10:0-Lauf führten sie mit 39:37 und legten bis zur Halbzeit (53:47) noch eine kleine Schippe drauf.

Nachdem die Ulmer das zweite Viertel mit 29:22 für sich entschieden hatten, war der Optimismus in der Halle groß, dass die Bamberger niedergerungen werden könnten. Dieser Optimismus schien berechtigt, doch dann kam der totale Einbruch. Das einheimische Team fand überhaupt nicht mehr ins Spiel. Bamberg verteidigte nun noch aggressiver, die Ulmer fanden selbst bei den wenigen leichten Würfen meistens nicht das Ziel. Thorsten Leibenath versuchte es mit ständig wechselnden Formationen – der Erfolg blieb aus. Bis Ryan Thompson in der 27. Minute zum 57:65 verkürzte, hatten die Gäste einen 18:2-Lauf hingelegt. Und es wurde noch schlimmer. Ulm verlor dieses Viertel mit 11:32, lag vor dem Schlussabschnitt mit 64:79 hinten, und gegen Bamberg 15 Punkte aufzuholen schien unmöglich. „Wir waren im dritten Viertel mental zu sehr damit beschäftigt, dass wir unsere Würfe nicht getroffen haben und waren in der Abwehr zu passiv“, analysierte Thorsten Leibenath. „So haben wir dem Gegner einfache Punkte gegönnt.“

Immerhin: Die Ulmer, bei denen erneut zu wenig über die Center lief, kämpften vehement um den Anschluss. Mit viel Energie und Willen kamen sie bis auf acht Punkte an den Gegner heran (84:92/86:94), doch zu Beginn der letzten Minute sorgte der Ex-Ulmer Augustin Rubit mit einem krachenden Dunking zum Bamberger 96:86 endgültig für klare Verhältnisse. Rubit erzielte schließlich auch den 100. Punkt des Brose-Teams. Leibenath: „Bambergs Sieg war verdient.“

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