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Basketball-Bundesliga

26.11.2018

Endlich wieder Party auf dem Parkett

Es war die erste Party auf dem Parkett der Ratiopharm-Arena seit dem 22. April dieses Jahres. Damals war allerdings bereits klar, dass es mit den Play-offs wahrscheinlich nichts wird. Diesmal gibt es Hoffnung auf ein gutes Ende der Saison.
Bild: Horst Hörger

Ulm feiert gegen Bonn den ersten Heimsieg der Saison. Der ist kaum gefährdet, aber der Trainer kann sich trotzdem erst spät entspannen

Einen Kreativitätspreis wird mit diesem Gassenhauer keine Fankurve in keiner Sportart gewinnen. Aber die Anhängerschaft des Basketball-Bundesligisten Ratiopharm Ulm hatte am Samstag ja recht. So etwas wie das 96:85 gegen Bonn hat man lange nicht gesehen in der Arena. Nämlich seit dem bis dahin letzten Heimsieg gegen Ludwigsburg am 22. April dieses Jahres. Weil damals aber bereits ziemlich klar war, dass Ulm die Play-offs verpassen würde, war das nicht sonderlich schön. Ganz im Gegensatz zum Spiel gegen Bonn, in dem die Ulmer eine Leistung zeigten, die Hoffnung darauf macht, dass diese Saison trotz des schwachen Starts doch noch ein versöhnliches Ende nimmt.

Wichtig war natürlich, dass alle Ulmer ihre Verletzungen und grippalen Infekte zumindest so weit auskuriert hatten, dass sie spielen konnten. Bonn musste dagegen auf den schwer verletzten Center Charles Jackson verzichten und einen Nachfolger für den 2,08-Meter-Mann hatten die Rheinländer noch nicht mit in die Ratiopharm-Arena gebracht. Der Ulmer Plan war damit klar: Der Ball sollte zu den langen Spielern in der Zone. „Aber das muss man auch erst einmal umsetzen“, merkte Trainer Thorsten Leibenath hinterher an. Seine Schützlinge schafften das hervorragend und erzielten 54 ihrer 96 Punkte in dem schwarz markierten Bereich in Korbnähe. Nutznießer des Bonner Personalproblems waren in erster Linie Isaac Fotu, Ryan Thompson und Dwayne Evans. Aber auch der in der Anfangsphase der Saison viel gescholtene Patrick Miller zeigte mit 16 Punkten, vier Rebounds, vier direkten Korbvorlagen und drei Ballgewinnen, dass er der Mannschaft als Aufbauspieler helfen kann. In der Dauerkrise befindet sich weiterhin nur Katin Reinhardt. Der traf einen einzigen Dreier und ansonsten brachte er wenig zustande. Apropos Dreier: Bei 16 Versuchen fielen nur vier. Aber es gibt Abende, da lässt sich sogar eine solche Zahl positiv interpretieren. Leibenath sagte: „Wir sind nicht auf Dreier angewiesen, sondern auf eine intensive Verteidigung.“

Der Trainer konnte sich übrigens erst nach einem Ballgewinn seiner Mannschaft eine Minute und 20 Sekunden vor dem Ende des Spiels ein wenig entspannen. Schon öfter haben die Ulmer schließlich in dieser Saison beispielsweise gegen Gießen und am vergangenen Dienstag in Monaco scheinbar gewonnene Spiele durch teilweise dämliche Fehler in den letzten Augenblicken noch vergeigt. Dazu hatten sie allerdings gegen Bonn gar keine Gelegenheit. Nach einem nervösen Beginn und einem 22:25-Rückstand nach dem ersten Viertel gewannen die Ulmer den zweiten Spielabschnitt mit 31:17, womit sie zur großen Pause mit 53:42 führten und bereits für recht klare Verhältnisse gesorgt hatten. In der Folge wurde es nie mehr wirklich spannend, die Ulmer Verteidigung blieb bissig und der Vorsprung pendelte sich bei mindestens zehn Punkten ein.

Eine insgesamt schwache Bonner Mannschaft konnte die Ulmer nicht in Verlegenheit bringen. An diesem Abend hätte sich aber auch ein stärkerer Gegner schwer getan.

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