Basketball-Bundesliga

17.07.2018

Er soll es wieder richten

Isaac Fotu verfügt über eine enorme Athletik, wie in dieser Szene zu sehen ist. Aber eigentlich ist der Neuseeländer kein gelernter Center. Trotzdem wird er wohl auch in der kommenden Saison auf dieser Position spielen müssen.
Bild: Horst Hörger

Der Ulmer Manager Thomas Stoll weilt bei der Talentschau in Las Vegas und wird wohl keinen Center mitbringen. Jetzt ist Isaac Fotu gefragt. Unsere Analyse des Teams

Seit zehn Tagen weilt Thomas Stoll zusammen mit Trainer Thorsten Leibenath bei der Talentschau der NBA in Las Vegas, an seinen Erlebnissen im Spielerparadies im amerikanischen Bundesstaat Nevada und den Ergebnissen lässt der Manager des Basketball-Bundesligisten Ratiopharm Ulm die Anhänger via Kurznachrichtendienst Twitter teilhaben. Demnach wird es zumindest keine unmittelbaren Ergebnisse geben. In der Nacht zum Montag schrieb Stoll: „Preise fallen zwar inzwischen, aber deren Niveau ist weiter abenteuerlich. Also warten, nach Hause fliegen und dann hoffentlich die richtigen Entscheidungen treffen.“ Außerdem durften die Fans zur Kenntnis nehmen, dass die Ulmer für die kommende Saison keinen weiteren Center suchen. Die Einschätzung des Managers: „Gavin, Isaac, Dwayne und Nico werden das abdecken können.“ Also Gavin Schilling (2,06 Meter), Isaac Fotu (2,03), Dwayne Evans (2,01) und der 19-jährige Nachwuchsspieler Nicolas Bretzel (2,09).

Dieser Teil der Personalplanung wird von den Anhängern in den sozialen Medien kontrovers diskutiert, zumal er die großen Positionen betrifft, auf denen die Ulmer schon in der vergangenen und ziemlich verkorksten Spielzeit Probleme hatten. Künftig fehlt auch noch Tim Ohlbrecht, dessen Abschied sich alles andere als geräuschlos vollzogen hat. Im Mai des vergangenen Jahres war vom Verein noch verkündet worden, dass der 2,10-Meter-Hüne während der Pause wegen seiner Knieverletzung sein Arbeitspapier vorzeitig bis 2020 verlängert habe. Vor wenigen Wochen war dann plötzlich die Rede davon, dass der Vertrag ausgelaufen sei und dass Ohlbrecht aus seiner amerikanischen Wahlheimat nicht zurück nach Ulm kommt. Knackpunkt war wohl ein nicht bestandener Medizincheck. Ohlbrecht beklagte sich jedenfalls in einem Interview, der Ulmer Finanzchef Andreas Oettel legte anschließend den Standpunkt des Vereins dar und möglicherweise trifft man sich irgendwann sogar vor dem Arbeitsgericht wieder. Mitten im basketballerischen Sommerloch herrschte jedenfalls plötzlich mächtig Unruhe.

Unsere Einschätzung des derzeitigen Ulmer Kaders und der einzelnen Positionen:

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Per Günther ist seit zehn Jahren gesetzt und er wird das auch in der kommenden Saison sein. Aber der Ulmer Kapitän ist verletzungsanfällig geworden und er braucht dringend mehr Unterstützung als in der vergangenen Spielzeit, zumal Ismet Akpinar und erst recht David Krämer eigentlich keine Aufbauspieler sind. Aber für diese Position soll wohl noch ein Mann geholt werden.

Hier sind die Ulmer stark und breit besetzt, beispielsweise mit Katin Reinhardt, Ryan Thompson und Dwayne Evans. Die Planung sollte abgeschlossen sein.

Die klare Sorgen-Position. Die Ulmer hatten hier schon in der vergangenen Saison Probleme und mit Ohlbrecht nur einen wirklichen Center. Der ist weg. Ebenso wie Luke Harangody und Jerrelle Benimon, die direkt unter dem Korb aushelfen konnten. Die von Stoll genannten Alternativen Fotu, Schilling, Evans und Bretzel sowie Max Ugrai werden vermutlich in der Defensive gegen große und massige Gegenspieler Probleme haben. Schwer vorstellbar, dass hier wirklich nichts mehr passiert.

Sollte nur noch ein Spieler kommen, dann muss das eine richtige Granate sein. Aktuell ist die Ulmer Mannschaft sicher nicht besser als die der vergangenen Saison.

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