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Fußball

22.11.2018

Freude, Fans und Fehlschüsse

Der große Höhepunkt der Ulmer Hinrunde war der Sieg im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten Eintracht Frankfurt (oben). Steffen Kienle hat sich schwer verletzt (links unten). Zu Hause im Donaustadion ist der SSV eine Macht und das stärkste Team der Liga (Mitte). Das liegt auch an Neuzugängen wie dem Torwart Christian Ortag.
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Der große Höhepunkt der Ulmer Hinrunde war der Sieg im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten Eintracht Frankfurt (oben). Steffen Kienle hat sich schwer verletzt (links unten). Zu Hause im Donaustadion ist der SSV eine Macht und das stärkste Team der Liga (Mitte). Das liegt auch an Neuzugängen wie dem Torwart Christian Ortag.

Am Samstag startet für die Spatzen die Rückrunde der Regionalliga. Die Hinrunde lief äußerst erfolgreich. Ein Rückblick auf bewegte vier Monate

Das Spiel des SSV Ulm 1846 Fußball gegen den SV Waldhof Mannheim am Samstag (14 Uhr) ist nicht nur das Regionalliga-Topspiel des Dritten gegen den Ersten, es ist auch der Auftakt der Rückrunde in der Südwest-Staffel. Die Spatzen können damit auf eine äußerst erfolgreiche Hinrunde zurückblicken, die Ende Juli begann – mit einem 1:0-Sieg gegen Mannheim.

Zu Beginn der Saison waren alle Augen auf den neuen Trainer Holger Bachthaler gerichtet. Er hatte im Sommer den Trainerposten von Tobias Flitsch geerbt. Doch sein Einstand gelang. Dem Sieg gegen Waldhof Mannheim folgten zwei weitere Siege (einer gegen das Topteam Offenbach) und ein Unentschieden. Der Saisonstart war erfolgreich und die Spatzen standen an zwei Spieltagen sogar an der Spitze der Tabelle.

Der unweigerliche Höhepunkt der Ulmer Hinrunde war das DFB-Pokal-Erstrundenspiel gegen den Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Ein volles Donaustadion, Samstagnachmittag, bestes Wetter und am Ende sogar ein 2:1-Sieg – Ulm schrieb sein eigenes kleines Fußballwunder. Das konnte auch die 1:5-Niederlage in der zweiten Pokalrunde gegen Fortuna Düsseldorf im November nicht kaputt machen. Der Kater folgte der Frankfurt-Feier aber auf dichtem Fuße. Nur drei Tage nach dem Pokalspiel kassierte Ulm die erste Saisonniederlage gegen das tabellarisch mittelprächtige Team aus Worms. Auch die nächste Partie gegen den FC Homburg ging verloren und die Ulmer rutschten auf den immer noch guten vierten Tabellenplatz.

Vielleicht brauchte der SSV den kleinen Dämpfer, denn kurz darauf setzte sich die Mannschaft durch Siege gegen Elversberg und Walldorf sechs Spieltage lang auf dem zweiten Rang fest. Von sieben Partien verloren sie nur eines, das 1:4 gegen Mainz II, das sich Ulm aufgrund verpatzter Chancen und einer Roten Karte selbst zuzuschreiben hatte. Trotzdem verbreitete sich die Nachricht, dass Ulm ein ernst zu nehmender Gegner ist, in der Regionalliga. Denn die Siege waren meist verdient. Zwar glänzten die Spatzen nicht durch ihre Chancenverwertung, sie zeichneten sich aber durch ihre Moral und ihre körperliche Überlegenheit aus.

Durch eine 0:2-Niederlage gegen den SC Freiburg II am 14. Spieltag rutschten die Ulmer ab auf den vierten Platz und kletterten erst am vergangenen Spieltag durch einen 3:2-Sieg gegen Steinbach Haiger auf den dritten Platz.

Ein großer Vorteil der Ulmer ist der sehr breit besetzte Kader, aus dem sich Holger Bachthaler bedienen kann. Neuzugänge wie Torwart Christian Ortag, Adrian Beck oder Nico Gutjahr fügten sich gut in die Mannschaft ein und etablierten sich zu Stammkräften. Mit Albano Gashi holten sich die Ulmer zudem noch vor Kurzem Verstärkung.

Dass die Spatzen bis auf zwei Ausnahmen ohne schlimme Verletzungen blieben, verstärkte das Luxusproblem von Bachthaler, immer aus den Vollen schöpfen zu können, noch mehr. Dennoch gab es zwei besonders schwerwiegende Verletzungen zu beklagen. Neuzugang Lennart Stoll, der vom Drittligist Preußen Münster gekommen war und stark spielte, riss im Spiel gegen Wormatia Worms Ende August das Innenband. Mittlerweile trainiert er wieder mit dem Team und könnte wohl wieder eingesetzt werden. Schlimmer traf es Stürmer Steffen Kienle, den bis dahin treffsichersten Spatz. Er zog sich im Spiel gegen den SC Freiburg II einen Kreuzbandriss zu und wird wohl bis zum Ende der Saison fehlen.

Ulm war das heimstärkste Team der kompletten Regionalliga-Südwest. Sieben Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage sprechen für sich und machen Mut für Samstag.

Mit einem Manko schlagen sich die Ulmer schon die ganze Spielzeit herum: die schlechte Chancenverwertung. Im Herausspielen von Gelegenheiten sind die Spatzen gut, doch im Nutzen gibt es noch Potenzial nach oben. Gut war, dass es bislang meist trotzdem irgendwie reichte.

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