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Basketball

16.10.2017

Geht doch

Da sind endlich die ersten Punkte der Saison. Per Günther (links), Ismet Akpinar (Mitte) und Da’Sean Butler freuen sich über den 89:65-Sieg gegen BG Göttingen. Akpinar hatte mit zehn Punkten und fünf Assists einen großen Anteil am Erfolg.
Bild: Horst Hörger

Ratiopharm Ulm hat im fünften Saisonspiel endlich den ersten Sieg geholt. Dafür brauchte es allerdings einen besonderen Schachzug von Trainer Thorsten Leibenath

Allerspätestens als Per Günther etwa fünf Minuten vor Schluss zwei Freiwürfe verwandelte und Ratiopharm Ulm damit eine 20-Punkte-Führung bescherte, wussten die 6200 Zuschauer, was hier passieren würde. Gegen BG Göttingen holten sich die Ulmer Basketballer mit einem 89:65 den ersten Saisonsieg dieser Bundesliga-Spielzeit. Dafür haben sie immerhin fünf Anläufe gebraucht – zu viel für die erfolgsverwöhnten Ulmer.

Nach den vergangenen vier Niederlagen in der Bundesliga taten sich die Ulmer allerdings auch zu Beginn der Partie schwer gegen die Göttinger, die Tempo machten und früh mit 11:4 in Führung gingen. Die Ulmer waren schlampig in ihrem Passspiel und zu unkonzentriert in der Defensive. Dazu kam noch, dass sich Ryan Thompson leicht verletzte. Trainer Thorsten Leibenath zog die Reißleine und wechselte schon in der 3. Minute seine komplette erste Reihe aus und suchte sein Glück in den Auswechselspielern, bei denen es sich teilweise um Nachwuchsspieler aus der Pro A wie Joschka Ferner und David Krämer handelt.

Hinterher sollte sich das als Glücksgriff erweisen, denn die Göttinger brachte es aus dem Konzept. „Das war ein großartiger Schachzug“, musste Gäste-Trainer Johan Roijakkers nach dem Spiel anerkennen. Nur drei Minuten später stand es nämlich schon 15:15. Besonders Ismet Akpinar war brandgefährlich. „Die Spieler haben viele grundlegende Dinge gemacht, die die erste Reihe nicht gemacht hat“, lobte Leibenath seine zweiten Garde. Sonderlich zufrieden war er mit seiner Mannschaft aber nicht: „Schöner Basketball sieht anders aus.“

Besonders störte ihn, wie viele Offensiv-Rebounds sein Team den Göttingern schenkte. 19 waren es insgesamt. „Wir haben zu viele zweite Chancen verschenkt“, bemängelte Leibenath. Glück hatten die Ulmer, weil die Göttinger mit ihren Chancen zu fahrig umgingen und besonders ihre Freiwürfe oft ungenutzt ließen. So konnten die Ulmer in der Offensive durch ihr schnelles Angriffsspiel punkten.

Besonders die schnellen und wendigen Spieler Per Günther (zwölf Punkte, sechs Assists) und der Topscorer des Tages, Trey Lewis (19 Punkte) sorgten für Gefahr. So konnte Ulm in der zweiten Hälfte davonziehen. Thorsten Leibenath sieht dennoch Potenzial in der Offensive: „Im Angriff gibt es nach wie vor noch viel Stückwerk.“

Bei den Gästen wurden nur Darius Carter und Leon Williams immer mal wieder gefährlich. Völlig untergetaucht war allerdings Brian Rush, der vor der Saison aus der ersten französischen Liga nach Göttingen gewechselt war und in der Saison 2014/2015 für Ulm spielte. Gegen seinen ehemaligen Verein steuerte er allerdings nur 13 Spielminuten und drei Punkte bei.

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illertisser-zeitung.de/bilder

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