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Play-offs

12.05.2015

Gift und Galle in der Serie

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Zwischen Ulm und Bonn geht es nicht nur um Basketball. Sondern auch um Karten, Hotels, Luft in den Bällen und einen Schlag in den Unterleib von Tim Ohlbrecht

Spätestens nach Spiel zwei ist Gift und Galle in der Viertelfinalserie zwischen Ulm und Bonn. Es geht um Eintrittskarten, Hotelbuchungen, Luft in den Bällen und einen Schlag ins Gemächt des Ulmer Centers Tim Ohlbrecht. Den Ulmer Manager Thomas Stoll stören diese Nebenkriegsschauplätze wenig: „Play-offs im Basketball sind eben keine Kuschelveranstaltung.“ Die einzelnen Streitpunkte:

Dreieinhalb Minuten vor dem Ende des Spiels am Samstag landete eine Hand des Bonner Aufbauspielers Eugene Lawrence im Gemächt von Tim Ohlbrecht. Auf den Fernsehbildern sieht das sehr hässlich aus, Ohlbrecht blieb ein paar Sekunden lang liegen, Lawrence kam mit einem normalen Foul davon. „Das war eine klare Disqualifikation, und für so etwas muss es eine Sperre geben“, empört sich Stoll und verweist auf das Beispiel Dennis Schröder. Der deutsche NBA-Star musste nach einem ähnlichen Vergehen im Spiel seiner Atlanta Hawks gegen die Sacramento Kings im vergangenen Herbst für ein Spiel pausieren.

Die Ulmer hatten sich vor Spiel eins der Serie darüber beschwert, dass sie in Bonn mit alten Bällen trainieren und spielen mussten, obwohl die Liga vor dem Beginn der Play-offs eigens neue Bälle an die Vereine verteilt hatte. Die Bonner Retourkutsche kam postwendend. Am Samstag klagten die Rheinländer beim Abschlusstraining über angeblich fehlende Luft in den Bällen.

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Die Frankfurter Skyliners als einer der möglichen Bonner Gegner im Viertelfinale hatten vorsorglich schon vor längerer Zeit Hotelzimmer in Bonn gebucht. Diese Reservierung sollte eigentlich auch für die Alternativkandidaten Oldenburg und Ulm gelten. Als nach dem letzten Hauptrundenspiel feststand, dass Bonn gegen Ulm spielt, waren plötzlich keine Zimmer mehr frei. Der Ulmer Tross nächtigte deswegen im 30 Kilometer entfernten Bad Neuenahr. Die Bonner logierten übrigens vor Spiel zwei im Hotel Hirsch in Finningen, bei der Buchung waren ihnen die Ulmer behilflich.

Etwa 50 Bonner Anhänger hatten sich vor dem Spiel am Samstag Karten für den Ulmer Fanblock besorgt und durften trotzdem nicht in die Arena. Stoll rechtfertigt diese Maßnahme: „Als Veranstalter haben wir die Verantwortung für die Sicherheit in der Halle. In dieser Hinsicht gehen wir nicht das kleinste Risiko ein.“

Reichlich Zündstoff also vor Spiel drei der Serie am Freitag (18.30 Uhr) im Bonner Telekom-Dome. Stolls Empfehlung an die Ulmer Spieler: „Die sollen rausgehen und die Sache auf sportlichem Weg regeln.“

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