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Basketball-Bundesliga

29.04.2015

Hoffnung auf eine Blitzheilung

Das Spiel gegen Bamberg war für Per Günther (Mitte) schon im zweiten Viertel beendet. Teamkollege Tim Ohlbrecht stützte den Spielmacher beim Gang zur Bank, der Bamberger Dawan Robinson spendete ein paar tröstende Worte.
Bild: Horst Hörger

Es sieht nicht so aus, als könnte Per Günther in Bonn spielen. Wenn die Ulmer gewinnen, dann geht es gegen eben diesen Gegner weiter. Die Frage ist, ob das gut wäre

Der Appell von Thomas Stoll ging am Sonntag vor dem Spiel gegen Bamberg ein bisschen unter. Erstens wegen der schlechten Akustik in der Arena und zweitens weil Per Günther nur Sekunden danach seine Vertragsverlängerung verkündete und dafür von der Galerie gefeiert wurde. Das Anliegen des Managers: Die Medien und die Anhängerschaft der Basketballer von Ratiopharm Ulm sollten sich doch bitte weniger mit offenen Personalien und der kommenden Saison beschäftigen. Sondern mit der laufenden Spielzeit und den Play-offs, in denen die Ulmer noch eine Menge vorhaben. Die Diskussionen und Spekulationen beispielsweise um den auslaufenden Vertrag von Tim Ohlbrecht werden trotzdem weiter gehen. Die Mannschaft hat es aber selber in der Hand, mit einem überzeugenden Auftritt im letzten Hauptrundenspiel in Bonn (Donnerstag 20 Uhr) das Umfeld wieder ein wenig stärker auf diese Saison zu fokussieren.

Gewinnen die Ulmer, dann geht es nonstop in die Viertelfinalserie gegen eben diese Bonner und es lässt sich trefflich darüber streiten, ob das überhaupt wünschenswert ist. Bonn hat zuletzt sechs Bundesligaspiele in Folge gewonnen, unter anderem gegen die Bayern und Oldenburg. Der Ulmer Alternativgegner Bayern München hat in dieser Zeit zweimal verloren. Das Gegenargument: Die Bonner hat Ulm in dieser Saison schon geschlagen, und zwar mit 82:77 im Hinspiel. Die Berliner, die Bamberger und die Bayern dagegen noch nicht.

Für Thorsten Leibenath sind solche Überlegungen sowieso müßig. Der Ulmer Trainer sagt: „Wir wollen Fünfter werden. Platz fünf ist einfach besser als Platz sechs.“ Leibenath schließt auch aus, dass die Bonner taktieren, obwohl die sich mit einer Niederlage am Donnerstag die Viertelfinalserie gegen Ulm sichern könnten. „Warum sollten die lieber gegen uns spielen als gegen Frankfurt oder Oldenburg?“ Zumal eine Heimniederlage ein ganz schlechtes Omen wäre für eine anschließende Serie gegen den selben Gegner.

Klar ist, dass die Ulmer wahrscheinlich nur dann eine Chance haben, wenn sie auf höchstem Niveau und in bester Besetzung spielen. Ein Maarty Leunen beispielsweise darf gern mal wieder ein bisschen mehr zeigen als im Spiel gegen Bamberg, in dem er keinen einzigen Punkt erzielte und sich nur zwei Rebounds schnappte. Und bei Per Günther bleibt die Hoffnung auf eine Blitzheilung. Der Ulmer Spielmacher hat sich am Sonntag einen Pferdekuss am Oberschenkel zugezogen und obwohl die Schwellung zurückgegangen ist, ist sein Trainer pessimistisch: „Ich bin mit Blick auf Bonn mehr als skeptisch.“

Sollte es zu einer Serie gegen Bonn kommen, dann würde das erste Spiel im Telekom-Dome bereits am Mittwoch, 6. Mai (18.30 Uhr) ausgetragen, das zweite in der Ratiopharm-Arena dann am Samstag, 9. Mai.

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