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Basketball

30.05.2020

Ihm wird es bestimmt nicht langweilig

Erst die Fußverletzung, jetzt doch die überraschende Rückkehr auf das Parkett. Patrick Heckmann freut sich darauf.
Bild: imago-images/eu-images

Der Ulmer Patrick Heckmann weiß, wie man sich als Spieler in der Quarantäne die Zeit vertreiben kann

Eine einfache Frage zum Einstieg: Sie konnten ebenso wie alle anderen Profis in der Basketball-Bundesliga wochenlang nicht richtig trainieren. Wie geht es Ihnen, Herr Heckmann?

Ich fühle mich durchaus fit. Wobei man sich schon umgewöhnen muss. Normalerweise spielt man in dieser Zeit des Jahres in den Play-offs und diesmal macht man Athletik-Training. Wobei mir persönlich die Pause möglicherweise sogar gut getan hat. Ich hatte mich ja im Januar am Fuß verletzt, dann kam Corona und ich konnte die Sache vernünftig auskurieren.

Haben Sie überhaupt erwartet, dass es in dieser Saison noch weitergeht? Und wie haben Sie die Ankündigung eines Turniers aufgenommen?

Ihm wird es bestimmt nicht langweilig

Ich war auf jeden Fall überrascht. Ich hatte eigentlich nicht damit gerechnet, dass ich in dieser Saison noch einmal spielen werde. Aber für mich war es eine angenehme Überraschung. Ich freue mich, dass ich nach meiner Fußverletzung auf das Feld zurückkomme.

Bei Ratiopharm Ulm kommen drei Profis nicht zurück, dafür wurden zwei neue Spieler geholt. Auch bei allen anderen Vereinen gibt es personelle Veränderungen. Ist es unter diesen Umständen möglich, Prognosen für das Turnier in München abzugeben? Und falls es möglich ist: Wie lautet Ihre Prognose?

Das ist tatsächlich sehr schwierig. Man weiß natürlich ein bisschen was über die anderen Mannschaften. Bei den Bayern und in Oldenburg waren wohl die Spieler die ganze Zeit vor Ort. Was man nicht weiß: Was genau wurde an den anderen Standorten im Training gemacht, in welcher körperlichen Verfassung sind die anderen Spieler? Ich glaube, wir haben ganz gute Chancen, die Vorrunde zu überstehen. Dann geht es in die Play-offs und in solchen Spielen ist bekanntlich alles möglich.

Sie haben schon mehrere Corona-Tests über sich ergehen lassen. Wie unangenehm war das?

Ziemlich unangenehm. Dieses Stäbchen im Mund zu haben, ist harmlos. Aber in der Nase löst es einen starken Reiz aus.

Wie bereiten Sie sich auf die Quarantäne in einem Münchener Hotel vor?

Ich glaube gar nicht, dass man sich darauf gesondert vorbereiten muss. Der Turnierplan ist so eng getaktet, dass es uns sicher nicht langweilig werden wird. Die Liga wird sich bestimmt auch ein paar Dinge einfallen lassen, mit denen wir Spieler uns die Zeit vertreiben können und wer zum Beispiel schon einmal an einer Europameisterschaft teilgenommen hat, der kennt diese und ähnliche Situationen. Ich werde außerdem ein paar Brettspiele mitnehmen und die guten alten Spielkarten haben wir sogar bei Busfahrten stets im Gepäck. Ich sage als älterer Spieler: Kartenspielen ist eine kommunikative Sache und viel besser, als ständig auf das Smartphone zu starren. Davon würde ich Kopfweh kriegen. Interview: Pit Meier

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