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Leichtathletik

29.01.2019

Nur Gold fehlt zum Glück

Der Ulmer Mehrkämpfer Tim Nowak nach dem 1000-Meter-Lauf bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Halle/Saale. Am Ende holte er sich die Silbermedaille, die SSV-Sportler hatten im Vorfeld aber mit Gold geliebäugelt. Sie reisten als Favoriten nach Sachsen-Anhalt.
Bild: imago/Beautiful Sports

Die SSV-Mehrkämpfer holen bei den deutschen Hallenmeisterschaften zwei Medaillen, sind aber nicht ganz zufrieden. Alina Reh und Arthur Abele starteten in Dortmund

Sie hatten mit drei Medaillen geliebäugelt, am Ende wurden es zwei und das i-Tüpfelchen fehlte: Für die Mehrkämpfer des SSV Ulm erfüllten sich am Wochenende in Halle/Saale bei den deutschen Hallenmeisterschaften im Mehrkampf nicht alle Hoffnungen.

Silber für Tim Nowak (5903 Punkte), Bronze für Manuel Eitel (5840 Punkte): So lautet die Ausbeute der Ulmer Zehnkämpfer. Es war ein spannender und hochklassiger Wettbewerb, in dem die Platzierungen von Disziplin zu Disziplin wechselten. Als Schnellster über 60 Meter (6,84 Sekunden) und über 60 Meter Hürden (8,16 Sekunden) eroberte Manuel Eitel sogar mehrmals die Führung. Mit zwei Metern im Hochsprung und einer Bestleistung im Stabhochsprung (5,10 Meter) kämpfte sich Tim Nowak aber immer wieder heran und in der letzten Disziplin, den 1000 Metern, sogar an seinem zwei Jahre jüngeren Trainingspartner vorbei. Tim Nowak fehlten nur drei Punkte zu seiner Bestleistung, Manuel Eitel steigerte sich um 33 Zähler. Für den Sieg reichte das alles nicht. Denn mit dem Frankfurter Andreas Bechmann überraschte ein 19-Jähriger die Konkurrenz.

Für den EM-Teilnehmer Mathias Brugger lief an diesem Wochenende auch nicht alles zusammen. Zwar konnte er im Hochsprung nach einer Umstellung des Sprungbeins starke zwei Meter überqueren, im Stabhochsprung (4,60 Meter) aber ließ er am zweiten Tag viele Punkte liegen, er wurde Vierter (5797 Punkte). Für den vierten Ulmer Teilnehmer Florian Obst war in seinem ersten Mehrkampf im SSV-Trikot schon nach der fünften Disziplin Endstation. Aufgrund von Oberschenkelbeschwerden, die ihn bereits seit einigen Wochen plagen, konnte er seinen Schritt über die Hürden nicht wie gewohnt ziehen und blieb am vierten Hindernis hängen. Anschließend beendete er den Wettbewerb.

„Für uns war es ein Wochenende mit Licht und Schatten“, bilanzierte Trainer Christopher Hallmann. „Dennoch hat Manuel eine Bestleistung aufgestellt, Tim war nahe dran. Im ersten Wettkampf der Saison läuft selten alles rund, es gilt, die Leistungen richtig einzuordnen und dann am kommenden Wochenende in Tallinn noch mal einen drauf zu packen.“ Bereits am Samstag hatte Marie Jung ihr Werk vollbracht: Die 15-Jährige absolvierte bei ihren ersten Deutschen U18-Meisterschaften einen beachtlichen Fünfkampf, steckte nach 1,61 Metern im Hochsprung eine Enttäuschung weg und legte im Weitsprung mit 5,58 Metern eine neue Bestleistung nach. In der Endabrechnung kamen für die Jüngste im Feld 3553 Punkte und Platz sieben unter neun Teilnehmerinnen heraus.

Am Wochenende fand außerdem das Indoor-Meeting der Leichtathletik in Dortmund statt. Aus Ulmer Sicht waren Langläuferin Alina Reh, Zehnkampf-Europameister Arthur Abele und Stabhochspringerin Stefanie Dauber dabei. In Dortmund zeigte die 21-jährige Reh ihr breites läuferisches Fundament auf der Distanz von 1500 Metern, denn normalerweise ist sie auf längeren Strecken unterwegs. Mit 4:13,71 Minuten unterbot sie als Zweite vor 3100 Zuschauern in der Helmut-Körnig-Halle nicht nur ihre Hallen-Bestzeit aus dem Jahr 2014 um knapp elf Sekunden, sondern verpasste ihre Freiluft-Bestzeit auch nur um sechs Zehntel. Im Endspurt musste sie lediglich Hanna Klein (SG Schorndorf; 4:11,73 Minuten) den Vortritt lassen. „Ich hätte vielleicht früher die Initiative ergreifen sollen. Die zweiten 500 Meter waren einfach zu langsam“, sagte Alina Reh.

Arthur Abele ging in Dortmund über 60 Meter Hürden an den Start. Es war sein erster Wettkampf seit dem EM-Titel im vergangenen Sommer in Berlin. Zum Jahresauftakt 2019 landete er im Hürden-Finale auf Platz sechs (8,06 Sekunden). Stefanie Dauber wurde mit einer Höhe von 4,30 Metern Siebte im Stabhochsprung der Frauen. Die Marke von 4,40 Metern bewältigte sie nicht. (sibe, az)

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