Regionalliga Südwest

09.11.2018

Standortbestimmung?

Ulms Marcel Schmidts (rechts) im DFB-Pokal gegen Düsseldorf.
Bild: A. Kaya

Zwei wichtige Partien gegen die beiden Erstplatzierten warten auf die Spatzen. Gegner Nummer eins ist der TSV Steinbach – der mit einer starken Statistik aufläuft

„Mia san mia“ (Bayern München), „Echte Liebe“ (BVB) oder „Wir leben dich“ (Schalke 04) – was schmissige Mottos angeht, laufen die Marketingabteilungen großer Fußballvereine zur Höchstform auf. Im Kleinen geht das aber auch. Der Regionalligist TSV Steinbach Haiger beispielsweise tritt mit dem Slogan „Fußball ist wo wir sind“ auf. Am fehlenden Komma sollte man sich nicht stören. Der SSV Ulm 1846 Fußball hat jedenfalls Glück, dass die Hessen am Samstag (14 Uhr) ins Donaustadion kommen. Denn wo der TSV ist, ist Fußball.

Und der verspricht bei der Paarung interessant zu werden. Einerseits, weil die Steinbacher eine starke Saison spielen und bislang nur zwei Partien verloren haben und andererseits – für die Ulmer wesentlich interessanter – weil der TSV mit 34 Punkten Tabellenzweiter ist und somit zwei Plätze vor den Spatzen (30 Zähler) rangiert. Auf dem Weg nach oben muss die Mannschaft aus der Nähe von Siegen also dringend überholt werden. Doch das sagt sich leichter, als es ist. Mit 20 Treffern sind die Steinbacher zwar nicht die torgefährlichsten Fußballer der Liga, mit nur elf Gegentreffern sind sie aber die Defensivstärksten. Und das zahlt sich bislang aus in der Saison. Nur der Tabellenerste Waldhof Mannheim und der VfB Stuttgart II besiegten bisher das Team von Trainer Matthias Mink. Weil beide Partien hintereinander Anfang September stattfanden, muss diese kurze Periode als Krisenzeit angesehen werden, denn seitdem hat die Mannschaft in acht Spielen nicht mehr verloren – bei sechs Siegen, davon zuletzt fünf in Folge.

Ulms Trainer Holger Bachthaler ist jedenfalls gewarnt: „Wir treffen auf eine Mannschaft, die eine hohe Qualität hat und aufgrund ihrer Auswärtsbilanz zurecht auf Tabellenplatz zwei steht.“ Der TSV ist hinter Mannheim das zweitbeste Auswärtsteam der Liga und steht bei gerade mal elf Gegentoren äußerst sicher in der Defensive. „Wir haben aber den Anspruch und das Selbstvertrauen, Steinbach zu schlagen“, sagt Bachthaler. Mit dem 1:0-Sieg gegen Stadtallendorf im Rücken ist die Stimmung innerhalb der Ulmer Mannschaft zurzeit sehr gut, sagt zumindest Außenverteidiger Marcel Schmidts: „Wir haben die Qualität, die Spiele zu gewinnen.“ Mit den Spielen meint er nicht nur die anstehende Partie gegen Steinbach, die den Abschluss der Regionalliga-Hinrunde bildet, sondern auch den Auftakt in die Rückrunde in zwei Wochen. Dann wartet der Spitzenreiter Waldhof Mannheim auf die Spatzen. Mit dem Vergleich der beiden Spiele als Standortbestimmung tut sich Holger Bachthaler allerdings schwer. Dafür warteten noch zu viele andere Begegnungen auf seine Mannschaft. Und auch Marcel Schmidts sagt: „Da kann sich noch viel tun – in beide Richtungen.“

Am Samstag könnten beim SSV Ardian Morina und Adrian Beck fehlen, die beide kleinere Blessuren mit sich herumschleppen. „Damit fehlen uns zwei wichtige Spieler“, sagt Bachthaler. Beide hatten in den vergangenen Partien starke Leistungen gezeigt. Einen Lichtblick gibt es bei Lennart Stoll, der sich im August schwer am Knie verletzt hatte. Er trainiert wieder voll mit der Mannschaft mit, für das Spiel gegen Steinbach kommt er aber nicht infrage.

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