Newsticker

Bund schlägt Ausschankverbot für Alkohol und Beschränkung auf 25 Personen bei privaten Festen vor
  1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Lokalsport
  4. Start ins zweite Jahr mit einigen Fragezeichen

Tischtennis

05.09.2020

Start ins zweite Jahr mit einigen Fragezeichen

Klare Ansage: Für den Neu-Ulmer Trainer Dimitrij Mazunov wäre ein Sieg zum Saisonauftakt in der Tischtennis-Bundesliga ganz wichtig.
Bild: Willi Baur

Neu-Ulm hat einen neuen Trainer und neue Spieler – und dann ist da ja auch noch der Corona-Virus

Seine erste Saison in der Tischtennis-Bundesliga hat der TTC Neu-Ulm bekanntlich mehr als respektabel gemeistert. Am Sonntag um 15 Uhr startet Deutschlands kleinster Tischtennis-Verein mit dem Gastspiel beim Aufsteiger TTC Bad Homburg in seine zweite. Mit einem neuen Trainer, einer deutlich veränderten Mannschaft und wegen Corona mit einigen Fragezeichen.

Nicht nur die unterschiedlichen Hygienevorgaben der einzelnen Bundesländer sorgen schon vor dem ersten Aufschlag für hektische Betriebsamkeit bei den zwölf Vereinen des Oberhauses. Unter anderem wird aufgrund positiver Testergebnisse bei einzelnen Spielern bereits die erste Verlegung vermeldet.

Sportlich allerdings kann der TTC die neue Runde relativ entspannt angehen, zumal auch der Präsident im Vorfeld offenbar keinen zu großen Erwartungsdruck aufbauen will: „Einen Mittelplatz mit Tendenz nach oben“ hat Florian Ebner vorsichtig als Ziel ausgegeben. Nicht vermessen eigentlich für ein Team mit zwei routinierten ehemaligen Europameistern, Neuzugang Emmanuel Lebesson (Einzel) und Tiago Apolonia (Mannschaft) nämlich, sowie zwei hochtalentierten Nachwuchsakteuren namens Vladimir Sidorenko und Kay Stumper. Nicht zu vergessen den chinesischen Weltklassemann Hao Shuai, der bei Bedarf ebenfalls eingesetzt werden könnte.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Aber: Kann der 34-jährige Portugiese Apolonia wieder als Führungsspieler an seine Glanzform der Vorsaison anknüpfen? Kann ihn der 32-jährige französische Neuzugang Lebesson in seinem ersten Bundesligajahr als Punktesammler entlasten? Vor allem aber: Wie sind die einzelnen Ballkünstler über den Corona-Sommer gekommen, vielfach ohne die angestammten Trainingspartner, ohne internationale Turniere, zumeist ohne Spiel- und Wettkampfpraxis?

„Man weiß nicht, wo man steht“, meint denn auch der neue TTC-Trainer Dimitrij Mazunov, der bekanntlich nach zwei erfolgreichen Jahren als Chefcoach in Ochsenhausen an die Donau gekommen ist. Konkrete Eindrücke von seinen potenziellen Leistungsträgern kann er sich erst am Samstagnachmittag beim ersten gemeinsamen Training im Taunus verschaffen, zu dem Apolonia, seiner hochschwangeren Frau wegen, direkt aus Lissabon anreisen will. Lebesson sollte am Freitag in Neu-Ulm eintreffen, einen negativen Corona-Test vorausgesetzt.

Mit den beiden Jungspunden dagegen hat Mazunov in den vergangenen Wochen intensiv gearbeitet, mit dem Ball am Tisch ebenso wie im Fitnessbereich. „Die dabei erzielten Fortschritte sind schwer einzuschätzen“, sagte der 49-Jährige. Unabhängig davon: In Sachen Aufstellung wollte sich der russische Taktik-Fuchs vorab nicht festlegen: „Im Kopf habe ich schon eine Idee, aber bis Sonntag kann noch viel passieren.“ Während der Homburger Trainer Tobias Kircher sein Team als „krasser Außenseiter“ einstuft, will Mazunov den Begriff „Pflichtsieg“ gerne vermeiden.

Dass ein Erfolg zum Saisonstart indes „ganz wichtig“ wäre, räumt der Trainer ein, schon mit Blick auf die danach anstehenden „Kracher“ in Bad Königshofen und gegen seinen Ex-Klub Ochsenhausen.

Ob der vom TTC zum Aufsteiger TTC Bad Homburg gewechselte Brasilianer Gustavo Tsuboi die ihm dort zugedachte Schlüsselrolle übernehmen kann, will Dimitrij Mazunov nicht einordnen: „Der Druck ist da, aber er kann blockieren oder motivieren.“ Seine Vorgabe sei klar: „Wir müssen uns auf uns konzentrieren.“

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren