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Mehrkampf-Meeting

29.05.2015

Tim Nowak nimmt alle Hürden

Tim Nowak vom SSV Ulm 1846 legte gestern einen sehr guten zweiten Tag beim 4. Ulmer Mehrkampf-Meeting hin, rückte Sieger René Stauß dicht auf die Pelle und schaffte locker die Norm für die U23-Weltmeisterschaft.
Bild: Horst Hörger

Der Ulmer Zehnkämpfer schafft die Norm für die U23-Weltmeisterschaft und wird hinter René Stauß großartiger Zweiter. Jenny Oeser hat Pech und ist doch froh

Zwar schaffte kein Teilnehmer am 4. Ulmer Mehrkampfmeeting die Weltmeisterschafts- oder gar Olympianorm, aber Tim Nowak vom SSV Ulm 1846 belegte gestern am späten Abend hinter dem Tübinger René Stauß (7847) mit 7827 Punkten Rang zwei im Zehnkampf und hat damit die Norm für die U23-Weltmeisterschaft (7600) ganz klar übertroffen.

Aus Ulmer Sicht war der erste Tag durchwachsen. Während Tim Nowak gute Leistungen zeigte und mit 4003 Punkten hinter René Stauß (4142) und Nils Merten (4052), beide vom LAV Tübingen sowie Nico Beckers (Aachener TG/4032) auf Rang vier lag, kam sein Vereinskamerad Julius Sommer nicht richtig in die Gänge. Nachdem er im Hochsprung nur 1,84 Meter absolviert hatte, verzichtete er auf den 400-Meter-Lauf, der den ersten Tag beschließt und machte auch gestern nicht weiter. Nowak hatte im Weitsprung 7,10 Meter geschafft, was nicht weit von seiner Bestleistung (7,16) entfernt lag. Beim Kugelstoßen erzielte der Ulmer 14,13 Meter. In diesen beiden Disziplinen hatte Nowak Nervenstärke bewiesen. Die 7,10 Meter im Weitsprung glückten ihm erst im dritten Versuch, beim Kugelstoßen waren zwei seiner drei Versuche ungültig.

Am zweiten Tag machte Tim Nowak immer mehr Boden gut. Am Ende rückte er dem führenden René Stauß noch ordentlich auf die Pelle. Der Vorsprung des Tübingers wurde immer kleiner, weil der Ulmer ihm im Hürdenlauf, im Stabhochsprung, im Speerwerfen und im abschließenden 1500-Meter-Lauf überlegen war. Beim Speerwerfen war Tim Nowak mit 60,19 Metern sogar der gesamten Konkurrenz voraus. Beim abschließenden Lauf ließ er Stauß fast sechs Sekunden hinter sich. Da hatte der Ulmer gut lachen, obwohl insgesamt sogar noch mehr möglich gewesen wäre.

Bei den Frauen feierte die frühere Weltklasse-Siebenkämpferin Jenny Oeser aus Leverkusen nach längerer Verletzungs- und Babypause ein schönes Comeback. Sie siegte mit 6145 Punkten vor ihrer Vereinskameradin Anna Maiwald, der amtierenden Deutschen Meisterin, die erstmals über 6000 Punkte kam (6111). Allerdings verpasste Oeser die Weltmeisterschaftsnorm um fünf Punkte. „Aber der Wettkampf macht mir Mut“, sagte sie.

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