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Relegation

14.06.2018

Türkspor Neu-Ulm bleibt im Aufstiegsrennen

Große Kulisse in Böfingen für den Neu-Ulmer Torschützen Kevin Ruiz (am Ball) und seine Mannschaft in der Relegation gegen Waldhausen.
Bild: Horst Hörger

Der Donau/Iller-Bezirksligist behält die Nerven in einem Elferschießen, das eigentlich unnötig war

Türkspor Neu-Ulm bleibt im Rennen um den Landesliga-Aufstieg. Die Mannschaft von Trainer Markus Deibler tat sich gestern im ersten Relegationsspiel gegen den SV Waldhausen ein eigentlich unnötiges Elfmeterschießen an und gewann mit 6:5.

Türkspor investierte in einem sehr guten Spiel von Beginn an viel. Der Vizemeister der Bezirksliga Donau/Iller stand hoch, attackierte den Gegner früh und der SV Waldhausen schaffte es zunächst nicht, diese taktische Ausrichtung der Neu-Ulmer zu nutzen und seinerseits seine schnellen Angreifer in Szene zu setzen. Lediglich nach zwölf Minuten musste Türkspor-Schlussmann Ediz Özer gegen Kevin Mayer klären. Noch besser war freilich die Chance des Donau/Iller-Vizemeisters: Kevin Ruiz spielte den Querpass allerdings etwas zu stramm, Torjäger Tolga Ciftci erwischte den Ball deswegen nicht optimal und konnte ihn nicht im leeren Kasten unterbringen (19.). Ansonsten neutralisierten sich beide Mannschaften meist auf hohem technischen Niveau. Zur Pause wurde unter den etwa 600 Besuchern auf dem Platz des VfL Ulm in Böfingen auch darüber diskutiert, ob Türkspor seiner kraftraubenden Spielweise gegen einen starken Gegner irgendwann würde Tribut zollen müssen.

Davon war überhaupt nichts zu merken, der Vizemeister der Bezirksliga Kocher/Rems kam trotzdem etwas kecker aus der Kabine und suchte sein Heil jetzt seinerseits vermehrt in der Offensive. Zunächst war die Abwehr von Türkspor noch Herr der Lage, aber nach einem weiten Pass in den Strafraum war der Waldhausener Kapitän Kevin Mayer zur Stelle und besorgte mit einem Kopfball ins kurze Eck die überraschende Führung für seine Mannschaft (54.). Doch die Reaktion kam wenig später: Ciftci verschmähte zunächst noch seinen Hochkaräter (58.), aber nach einem eigentlich verunglückten Distanzschuss von Manuel Evens landete der Ball im Strafraum bei Ruiz und der glich aus kurzer Distanz aus (67.). Ruiz aufseiten von Türkspor und Vedat Yel bei Waldhausen hätten jeweils in der regulären Spielzeit alles klar machen können, doch beide scheiterten und somit ging es in die Verlängerung.

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Die Neu-Ulmer zeigten auch in der Zusatzschicht keine Anzeichen von Erschöpfung und waren jetzt wieder klar überlegen. Aber der Donau/Iller-Vize ging insgesamt zu verspielt und manchmal auch zu schlampig zu Werke und deswegen musste das Elfmeterschießen über den Einzug in die zweite Relegations-Runde entscheiden. In diesem letzten Akt des Dramas behielt Türkspor die Nerven und verwandelte alle fünf Strafstöße, während Torhüter Özer den Schuss des Waldhausener Spielers Timo Kamm parierte. Der Neu-Ulmer Trainer Markus Deibler sagte: „Unser Sieg ist klar verdient. Wir waren über das gesamte Spiel die klar bessere Mannschaft.

Türkspor Neu-Ulm trifft jetzt in der zweiten Runde der Relegation am Samstag in einem innertürkischen Duell auf Türkspor Stuttgart.

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