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Basketball

11.05.2015

Ulm hechelt sich durch die Serie

Jaka Klobucar (rechts gegen Steve Wachalski) wurde stark gefordert als Werfer und Vertreter von Per Günther im Spielaufbau. Die erste Aufgabe hat er sehr ordentlich erledigt, die zweite weniger.
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Jaka Klobucar (rechts gegen Steve Wachalski) wurde stark gefordert als Werfer und Vertreter von Per Günther im Spielaufbau. Die erste Aufgabe hat er sehr ordentlich erledigt, die zweite weniger.

Im Viertelfinale geht es nach der Heimniederlage gegen Bonn über mindestens vier Spiele. Irgendwann sollte die Mannschaft auf beiden Seiten des Spielfelds funktionieren

In der Hauptrunde der Bundesliga haben die Basketballer von Ratiopharm Ulm im Schnitt fast 84 Punkte kassiert und damit deutlich mehr als jede andere Mannschaft unter den Top-Acht. In den Play-offs wird bekanntlich deutlich intensiver verteidigt, aber zu Defensivspezialisten werden die Ulmer Profis in dieser Saison eher nicht mehr. Bei der 88:93-Heimniederlage im zweiten Spiel der Viertelfinalserie gegen Bonn überboten sie vielmehr den Negativwert aus der Hauptrunde noch einmal klar. Auch sonst hat es ein Stück weit den Anschein, als wäre die Mannschaft in der Spätphase dieser Spielzeit immer noch in der Findungsphase.

Beispiel eins ist Deonte Burton. Beim Ulmer Sieg im ersten Spiel der Serie am vergangenen Mittwoch in Bonn war der Amerikaner mit seinen 13 Punkten einer der Matchwinner. Am Samstag war von ihm gar nichts zu sehen und in seinen knapp vier Minuten Einsatzzeit konnte er sich auch kaum in Szene setzen. Beispiel zwei ist Jaka Klobucar, der anstelle von Burton diesmal wieder den zweiten Spielmacher neben Per Günther abgab. Der Slowene machte zwar insgesamt ein starkes Spiel, aber ein Regisseur wird aus ihm in diesem Basketball-Leben wohl nicht mehr.

Trotz der chronischen Schwächen in der Verteidigung kann das Ulmer Spiel bekanntlich gut gehen, wenn es vorne optimal läuft. Das war am Samstag gut ein Viertel lang der Fall. Nach dem ersten Spielabschnitt führten die Hausherren mit 29:23 und sie hatten bis dahin vier von sechs Dreiern getroffen. Im zweiten Viertel stotterte der Angriffsmotor bereits, zur großen Pause lagen die Ulmer mit 48:52 hinten. „Das ist in den Play-offs genug für ein ganzes Spiel“, sagte ihr Trainer Thorsten Leibenath mit Blick auf die Ausbeute des Gegners.

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In der Halbzeit zwei kam dann bei neun weiteren Versuchen nur noch ein Treffer aus der Distanz hinzu. Die Bonner funktionierten besser als Mannschaft, die wahrscheinlich höhere individuelle Ulmer Qualität kam deswegen nur noch sporadisch zum Tragen. Brion Rush spielt mit neun Punkten im dritten Viertel den Alleinunterhalter im Angriff, Tim Ohlbrecht mit acht Zählern im letzten Spielabschnitt. Doch anderthalb Minuten vor dem Ende entschied Tadas Klimavicius mit zwei ganz starken Aktionen die Partie. Zunächst stellte der litauische Center auf 84:82 für Bonn, dann blockte er Ohlbrecht und den Rest erledigten seine Teamkollegen von der Freiwurflinie.

Am Freitag geht es in Bonn weiter, am Sonntag in Ulm

Die Viertelfinalserie zwischen Ulm und Bonn geht damit über mindestens vier Spiele. Die nächsten Termine:

Bonn – Ulm, Freitag 15. Mai (18.30 Uhr).

Ulm – Bonn, Sonntag 17. Mai (17 Uhr).

Bei uns im Internet

Eine Bildergalerie vom Spiel finden Sie unter

illertisser-zeitung.de/bilder

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