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WFV-Pokalfinale

19.05.2018

Ulm im WFV-Pokalfinale: Kein Spiel wie jedes andere

Trainer Tobias Flitsch (links) und der Sportliche Leiter Lutz Siebrecht werden gegen Ilshofen das letzte Mal an der Seitenlinie des SSV Ulm 1846 Fußball stehen. Ein Sieg wäre die Krönung ihrer gemeinsamen Zeit.
Bild: Horst Hörger

Spatzen-Trainer Tobias Flitsch bereitet sich auf das Endspiel gegen Ilshofen vor wie immer. Dieses Mal ist trotzdem vieles anders.

Die Zeichen stehen auf Veränderung beim SSV Ulm 1846 Fußball. Strukturelle Änderungen wird es geben und vor allem personelle. Spieler gehen, Torwartlegende Holger Betz ist schon weg und Trainer Tobias Flitsch sowie der Sportliche Leiter Lutz Siebrecht stehen vor ihrem letzten Spiel an der Seitenlinie der Ulmer Spatzen. Und das wird es in sich haben, am Montag (17 Uhr) spielt der SSV im Stuttgarter Gazi-Stadion gegen den TSV Ilshofen. Es ist das Finale des WFV-Pokals. Ein Sieg in dem Spiel wäre nicht nur ein gebührender Abschied für die beiden, es hätte auch einige Folgen für den Verein.

Gestern hielten Flitsch und Siebrecht ihre letzte Pressekonferenz im Ulmer Donaustadion ab. Die Stimmung war gut und Trainer Flitsch war zu Späßen aufgelegt. „Das Ziel ist es, den ersten Heimsieg einzufahren“, sagte er. Dass nämlich das WFV-Pokalfinale im Stuttgarter Stadion steigt, passt zur Dramaturgie des Spiels. Ab der kommenden Saison wird Flitsch bei den Stuttgarter Kickers an der Seitenlinie stehen, die in dieser Saison den schmerzhaften Abstieg aus der Regionalliga Südwest in die Oberliga verkraften mussten. In Stuttgart beerbt er Jürgen Seeberger, der den Verein nach dem Abstieg verlassen hat. Laut einer Mitteilung des Vereins sei Flitsch jetzt schon in die Kaderplanung und die Saisonvorbereitung involviert. Doch noch gehöre seine ganze Konzentration dem Pokalfinale, versichert er. Und das „kann von mir aus sein, wo es will“.

Tobias Flitsch wird Trainer der Stuttgarter Kickers 

In Stuttgart findet es jedenfalls zum vierten Mal in Folge statt. Für die Ulmer ist es das erste Mal, dass sie ein Finale in der baden-württembergischen Hauptstadt bestreiten. Mit sieben Titeln sind die Spatzen Rekord-Pokalsieger und gehen als höherklassigere Mannschaft als vermeintlicher Favorit in die Partie gegen Ilshofen. Dass genau das seine Spieler aber auch denken und deshalb abschalten, möchte Flitsch nicht sehen: „Es ist ein Finale, alles ist möglich. Das wissen wir und tun im Training alles dafür.“ Von der dortigen Leistung sei er im Übrigen begeistert, sagt er. „Es herrscht voller Fokus und Aggressivität. Jeder ist angespannt.“

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In den Ulmer Reihen finden sich einige Spieler, die diese Anspannung schon kennen. Alper Bagceci, Tim Göhlert, Florian Krebs und Christian Sauter haben alle mit dem FC Heidenheim den Pokal schon gewinnen können. Alle außer Göhlert können auch jetzt wieder zum Einsatz kommen. Außer Holger Betz und Verteidiger Göhlert stehen alle Spieler im Mannschaftstraining, sagt Tobias Flitsch. Auch Ardian Morina konnte nach seiner Verletzung im Sprunggelenk wieder trainieren. Der Plan des Trainers gegen Ilshofen ist klar: „Wir wollen über den Laufeinsatz und die Zweikämpfe kommen“, sagte er. Die Ulmer verlassen sich auf ihre Stärken, wie sie es auch zuletzt in der Regionalliga gemacht haben – auch wenn unter den vergangenen vier Spielen drei Niederlagen steckten. Flitsch sagte: „Wir brauchen nicht viel zu verändern.“Im Übrigen sei auch seine Herangehensweise in der Vorbereitung auf die Spiele die gleiche wie immer.

Nach dem gestrigen Training wollen die Spatzen noch morgen eine Einheit einlegen, ehe es dann am Montagmittag per Mannschaftsbus nach Stuttgart geht. Mit im Schlepptau werden mindestens 700 Ulmer Fans sein, die dem Verein per Zug folgen wollen. Tobias Flitsch zählt jedenfalls auf die Unterstützung der Anhänger.

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