Newsticker
Bericht: Merkel lässt sich am Freitag mit AstraZeneca impfen

Basketball-Bundesliga

18.11.2019

Ulm zeigt dem Gegner die Zähne

Es ging zwar eine Menge daneben beim Spiel in Bamberg, auch dieser Dunking-Versuch von Grant Jerrett. Von hinten fährt der Bamberger Venezolaner Michael Carrera dem Center in die Parade. Aber am Ende landeten die Ulmer mit dem Sieg in der Brose-Arena einen Befreiungsschlag.
Foto: imago-images/isslerimages

Viel erinnert beim Spiel gegen Bamberg an das gegen Berlin. Aber diesmal gelingt der Befreiungsschlag, weil das letzte Viertel ganz anders läuft

Zumindest ein bisschen ähnelte das Spiel von Ratiopharm Ulm in Bamberg am Sonntag über weite Strecken dem in Berlin vor zwei Wochen. Erneut hielten die Ulmer in der Basketball-Bundesliga gegen einen vermeintlich übermächtigen Gegner eine Weile gut mit, ließen dann aber nach. Doch diesmal berappelten sie sich wieder und feierten mit dem 81:78 in der nicht ausverkauften Brose-Arena erstens ihren zweiten Saisonsieg und zweitens einen tollen Befreiungsschlag.

Auch diesmal sah das zunächst alles sehr gut aus. Die mit dem nach seiner Oberschenkelverletzung wiedergenesenen slowenischen Energiebündel Zoran Dragic spielenden Ulmer machten Druck in der Verteidigung, erzwangen Bamberger Ballverluste und führten nach sechseinhalb Minuten mit 15:6. In der verbleibenden Zeit bis zum Ende des ersten Viertels drehte der neunfache deutsche Meister zwar die Partie mit einem 14:3-Lauf zu einem eigenen 20:18-Vorsprung, aber so wirklich beeindruckt davon waren die Ulmer nicht. Ganz kamen sie zwar an den Gegner nicht mehr ran, aber sie blieben lange Zeit auf Tuchfühlung. Erst in den letzten Minuten vor der Halbzeit zog Bamberg auf zehn Punkte weg und nahm eine 46:36-Führung mit in die große Pause. Die von draußen treffsicherste Mannschaft der Basketball-Bundesliga hatte bis dahin bereits sechs Dreier versenkt, die Ulmer sind in dieser Hinsicht eines der schlechtesten Teams und sie hatten folgerichtig nur zwei getroffen. Die Ballverluste waren inzwischen auch zu einem Problem der Gäste geworden, die Bamberger Offensiv-Rebounds ebenfalls. Beeindruckend waren immerhin die bereits elf Punkte des über das gesamte Spiel ganz starken Kilian Hayes in nicht einmal zwölf Minuten Einsatzzeit.

Der junge Franzose brachte seine Mannschaft auch mit einem Dreipunkt-Spiel nach vier Minuten in der zweiten Halbzeit wieder auf drei Zähler ran (52:49). Aber mehr war vorerst nicht drin für seine Mannschaft, der im Angriff vorübergehend wenig einfiel. Nach dem dritten Viertel hieß es 67:57 für Bamberg und nur noch wenig erinnerte an das Spiel gegen Berlin, in dem die Ulmer eine 75:74-Führung in den Schlussabschnitt mitgenommen hatten. Dafür gerieten sie in dem diesmal mitnichten unter die Räder. Ganz im Gegenteil warf Hayes die Ulmer mit einem Dreier nach dreineinhalb Minuten sogar nach langer Zeit wieder in Führung (71:70). Beim Stand von 76:76 ging es in die letzten drei Minuten, in denen der Bamberger Center Assem Marei nach seinem fünften Foul nur noch Zuschauer war. Am Ende lief dann alles für die Ulmer: Zwei Korbleger von Dragic und als Krönung seiner überragenden Gesamtleistung ein Block von Hayes gegen Paris Lee machten den Weg frei zur ganz dicken Überraschung.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren