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Spatzen

11.05.2015

Ulmer gebieten auch Fans Einhalt

Auge in Auge mit einem Ulmer Fan, der aufs Spielfeld gestürmt ist: Bastian Heidecker versucht hier seinen Gegenüber zu stoppen. In der Partie gegen den SSV Reutlingen erzielten die Spatzen letztlich ein 1:1.
Bild: Eibner

Der SSV Ulm 1846 Fußball holt in Reutlingen ein Unentschieden. Das Derby wurde wieder einmal von Ausschreitungen der Anhänger überschattet. Trainer Baierl fassungslos

Es war ein heißes Derby in Reutlingen. Nicht so sehr auf dem Spielfeld, mehr drumherum. Die Oberligapartie zwischen dem SSV Reutlingen und dem SSV Ulm 1846 Fußball endete 1:1, wurde aber von den Auswüchsen randalierender Fans beider Klubs überschattet. Waren vor und nach dem Spiel die zweifelhaften Reutlinger Anhänger aggressiver, so waren es während der sportlichen Begegnung die dubiosen Ulmer Fans. Gut 50 von diesen sorgten sogar in der Schlussphase der Partie für eine Spielunterbrechung, als sie durch ein plötzlich offen stehendes Tor voller Aggressivität ins Stadioninnere stürmten. Thomas Oelmayer vom Vorstand des SSV 46 Fußball erklärte nachher: „Ich bin von den Anhängern zutiefst enttäuscht. Das geht gar nicht, dass Ulmer Fans das Spielfeld stürmen. Es gibt nichts zu beschönigen. Wir werden den Polizeibericht anfordern und mit aller Konsequenz gegen die Fans vorgehen, die ermittelt wurden.“ Auch Spatzen-Trainer Stephan Baierl war ziemlich fassungslos ob der Vorkommnisse in Reutlingen: „Diese Fans sind nur auf Krawall aus. Das ist der Kick, den sie zur Triebbefriedigung brauchen.“

Ulms Trainer war mit der zweiten Halbzeit nicht einverstanden

Die Partie selbst war durchaus angetan, um die 2200 Zuschauer zufriedenzustellen. Die Spatzen hätten gewinnen können, aber das Unentschieden ging letztlich auch in Ordnung. In der ersten Halbzeit hatten die Ulmer Vorteile, spielten phasenweise richtig gut. Und so gingen sie auch in der 11. Minute durch Max Bachl-Staudingers Tor aus Nahdistanz in Führung. Danach verpassten sie zwei gute Chancen zum 2:0. Statt dessen fiel wie aus dem Nichts der Ausgleich durch Bastian Bischoff (24.). David Braig vergab eine weitere Möglichkeit für Ulm und Burak Cobans Treffer wurde von Schiedsrichter Michael Kempter aus Sauldorf wegen Abseits nicht anerkannt.

„Mit der zweiten Halbzeit war ich nicht einverstanden“, bekannte Stephan Baierl. „Da haben wir uns aufs Gebolze der Reutlinger eingelassen und dann auch ein bisschen den Faden verloren.“ Die beste Gelegenheit zur neuerlichen Ulmer Führung entsprang einem Schuss von Reutlingens Kapitän Giuseppe Ricciardi, der an den Pfosten des eigenen Tores klatschte. In der 86. Minute rannten Ulmer Fans aufs Spielfeld und randalierten. Nach der Unterbrechung pfiff Kempter das Spiel etwas zu früh ab. "Seite 27

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