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Oberliga

20.04.2015

Ulmer stehen am Ende kopf vor Freude

Der Schütze des siegbringenden Ulmer Tores, Benjamin Sturm (ganz unten im Spielerknäuel), wurde von seinen Teamgefährten vor Freude fast erdrückt. Großartig gespielt haben die Spatzen nicht – aber gewonnen.
Bild: Horst Hörger

Spatzen besiegen VfR Mannheim trotz mäßiger Vorstellung. Der Knoten platzt in Unterzahl. Ein Spieler verletzt sich schwer

Die gut 600 Zuschauer am Samstag im Donaustadion wurden lange auf die Folter gespannt, bis der SSV Ulm 1846 Fußball die drei Punkte in der Tasche hatte. Die Spatzen entschieden die Partie gegen Oberliga-Schlusslicht VfR Mannheim erst in der 89. Minute für sich. Bis dahin war auch eine Niederlage gegen die Nordbadener drin, die sich nicht wie ein Absteiger präsentierten.

Demgegenüber lief es bei den Ulmern überhaupt nicht nach Wunsch. So war Trainer Stephan Baierl am Ende auch etwas angefressen. „Einige Spieler standen total neben sich“, grantelte er. „Es war alles so lethargisch, zu ängstlich. Wir brauchten erst einen Hallo-wach-Effekt, damit es besser lief.“ Dieser Hallo-wach-Effekt kam in Form einer Gelb-Roten Karte für Olcay Kücük. Der Ulmer Defensivspieler beging ein unnötiges Foul und durfte in der 72. Minute vorzeitig zum Duschen gehen.

Kücük sollte eigentlich gar nicht spielen, weil er unter der Woche mit der „Zweiten“ den Pokalfight gegen Erbach bestritten hatte. Doch er musste schon nach fünf Minuten ran, weil sich Johannes Ludmann bei einem Zusammenprall mit einem Mannheimer schwer verletzte und ausgewechselt werden musste. Die erste Diagnose lautete Verdacht auf Sprengung des Schultereckgelenks. Im Fall des Falles ist die Saison für Ludmann beendet und damit seine Zeit bei den Spatzen, denn er wechselt ja zum FV Illertissen.

Kaum war Olcay Kücük vom Feld, da machte der VfR Mannheim mehr Druck, um seine Chancen im Abstiegskampf mit einem möglichen Sieg zu verbessern. Nun hatten die Spatzen mehr Platz, nun ergriff der überhaupt sehr gute Burak Coban meist von außen kommend endgültig die Initiative. Es ergaben sich gute Torchancen, die aber von Bastian Heidecker (75.) und David Braig (77./80.) vergeben wurden. Nach einem Freistoß von Manuel Hegen, den VfR-Keeper Alexander Jäger abwehrte, war der aufgerückte Innenverteidiger Benjamin Sturm zur Stelle und schoss das siegbringende Tor. „Das war heute ein dreckiger Sieg“, bekannte David Braig.

Nicht eingesetzt wurde am Samstag bei den Ulmern übrigens Max Bachl-Staudinger, der sich entschieden hat, nach dieser Saison zum West-Regionalligisten SV Rödinghausen zu wechseln.

SSV 1846 Fußball: Betz – Ludmann (5. Kücük), Hess, Sturm, Hegen – Pangallo – Werner (83. Özkaya), Heidecker, Coban, Weichler (61. Henning) – Braig.

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