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Basketball

21.02.2015

Unzufrieden und weg

Center Boris Savovic war mit seiner Rolle im Ulmer Team nicht zufrieden, und auch die Verantwortlichen von Ratiopharm Ulm hatten sich etwas mehr von dem Serben erwartet. Nun haben sich ihre Wege getrennt.
Bild: Horst Hörger

Boris Savovic hat den Ulmer Bundesligisten vor der Partie in Quakenbrück verlassen

Center Boris Savovic hat kurzfristig Ulm verlassen und sich dem Verein KK Buducnost VOLI in Montenegro angeschlossen. Mit dieser überraschenden Nachricht warteten die Verantwortlichen von Basketball-Bundesligist Ratiopharm Ulm gestern vor der Partie heute Abend (20.30 Uhr) bei den Artland Dragons in Quakenbrück auf. Gestern Vormittag hat sich der Serbe von der Mannschaft verabschiedet und ist seiner Wege gegangen. Ob für Savovic ein Ersatz gesucht wird, ist noch offen. „Wir beobachten immer den Spielermarkt“, beteuert Trainer Thorsten Leibenath. „Am 28. Februar endet die Wechselfrist. Wenn wir noch einmal einen Spieler holen, dann einen großen, vielleicht einen reinen Fünfer. Aber ich vertraue auch dem jetzigen Kader.“

Es ist keine ruhige Saison für die Ulmer, wie auch Leibenath zugibt: „Nach drei Niederlagen in Folge ist die Stimmung nicht besonders. Jetzt ist Boris Savovic weg, das ist keine einfache Situation.“ Der Trainer sagt aber auch, dass die Spielerwechsel während der Saison zum Profiwesen dazugehörten: „Kaum ein Verein beendet die Saison mit dem Team, mit dem er sie begonnen hat.“ Ulm verlassen haben während der laufenden Runde Tommy Mason-Griffin und Boris Savovic. Nachverpflichtet wurden bisher Deonte Burton und Brion Rush.

Wie Thorsten Leibenath berichtet, gab es eine kurzfristige Anfrage des montenegrinischen Vereins. Weder den Ulmer Verantwortlichen noch Savovic sei die Entscheidung, getrennter Wege zu gehen, leichtgefallen. Dann sei sie gemeinschaftlich getroffen worden. „Menschlich lief es mit Boris sehr gut, sportlich war nicht alles perfekt“, so Leibenath. Manager Thomas Stoll seinerseits äußerte sich zum Abgang von Savovic so: „Boris hatte sich bei uns eine größere Rolle versprochen und war zuletzt mit seiner Situation unzufrieden.“ Beim Spiel gegen den Mitteldeutschen BC hatte es einen kleinen Disput zwischen Leibenath und Savovic gegeben, und im Pokalspiel gegen Bamberg saß der Serbe nach der Pause nur noch auf der Bank.

Thorsten Leibenath weiß, dass es jetzt unter dem Korb eine Lücke gibt, und erwartet, dass Jonathan Maier, Isaiah Philmore und Adam Hess diese schließen. In Quakenbrück wird das sicher schwer werden, denn die Dragons haben nicht nur die besten Distanzschützen der Liga (Dreier-Trefferquote 41 Prozent), sondern auch starke Leute unter dem Korb. „Wir müssen die Aufgabe defensiv angehen“, fordert der Ulmer Trainer. „Gegen Bamberg hat das zu Beginn geholfen.“

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