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Eishockey

01.12.2017

Wo sind die neuen Spieler?

Neu-Trainer Robert Linke (links) steht schon vor Problemen.
Bild: Horst Hörger

Die Devils suchen verzweifelt nach Verstärkung

Auf die Devils Ulm/ Neu-Ulm kommen in den nächsten Wochen schwierige Zeiten zu. Nach der Trainerentlassung von Martin Valenti haben gleich sechs Akteure trotz laufender Verträge die Ulmer verlassen: Mike Dolezal, Andreas Börner, Fabio Valenti, Joschua Eckmann, Jakub Revaj und Louis Delsor. Wobei die beiden zuletzt genannten schon vor der Personalentscheidung hinter der Bande ihren Abgang angekündigt hatten.

Revaj wechselt zu einem Bayernligisten und Delsor konnte die Kombination des Studiums in Ravensburg und den Aufwand fürs Eishockey in Neu-Ulm nicht unter einen Hut bekommen. Ulms starker Rückhalt Konstantin Bertet fällt noch vier Ligaspiele aufgrund der Matchstrafe gegen Dingolfing aus; ob er danach nochmals aufläuft, steht noch in den Sternen. Sein junger Torhüterkollege Gregor Schapke muss sich noch ordentlich steigern, um an die Leistungen von seinem Vorgänger heranzukommen.

Die restlichen elf Feldspieler sehen jetzt natürlich alt aus, haben bei der 6:9-Niederlage gegen Vilshofen aber immerhin bewiesen, dass sie kämpfen können. Über zwei Drittel lief bei den neu zusammengewürfelten Reihen so gut wie nichts. Viele einfache Fehler luden den Tabellenvorletzten zum Toreschießen ein.

Was die Devils dann aber die letzten zehn Minuten boten, war aller Ehren wert. Von 3:8 kamen sie auf 6:8 heran und wurden nach der Partie von den Ulmer Fans mit stehenden Ovationen belohnt. Dennoch wird es in Zukunft nicht einfacher, zumal Jan Michalek mit seinen drei Zehn-Minuten-Strafen gegen Vilshofen seinen Mannschaftskameraden einen Bärendienst erwies. Deshalb fehlt er im nächsten Spiel. Da sind es nur noch zehn Akteure, von denen keiner ausfallen sollte.

Grundsätzlich steht die Frage im Raum, ob die Trainerentlassung unbedingt in der laufenden Saison hätte sein müssen. Valenti hatte noch einen Vertrag bis Saisonende. Danach hätten sich die Devils von ihm trennen und so mit der bisherigen Personaldecke weiterspielen können. Jetzt müssen dringend Verstärkungen her. Doch schon vor der Saison hatte der sportliche Leiter Manfred Jorde Probleme, weitere Neuzugänge zu präsentieren. Ohne ihn – er nimmt sich momentan aufgrund der Personalentscheidung eine Auszeit – wird es sicherlich nicht einfacher.

Hinzu kommt, dass den Devils an diesem Wochenende mit den Spitzenmannschaften Bad Kissingen und Amberg dicke Brocken gegenüberstehen. Heute gastieren die Ulmer in Bad Kissingen (20 Uhr) und am Sonntag kommen die Amberger ins Eisstadion (18 Uhr). Alles anderen als klare Niederlagen wäre bei der derzeitigen Situation schon eine Überraschung. Zumal der neue Trainer Robert Linke gerade Mal vier Trainingseinheiten mit der Rumpftruppe hatte. (duja)

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