07.12.2019

Wünsche vor der Winterpause

Johannes Reichert

Spatzen beenden das Jahr gegen Homburg

Die Weihnachtszeit ist die Zeit der Wünsche. Johannes Reichert, Verteidiger des SSV Ulm 1846 Fußball, weiß ganz genau, was auf seinem Wunschzettel steht: „Ich wünsche mir Unterstützung vom Publikum.“ Was nach einem komischen Weihnachtswunsch klingt, ist ja auch keiner. Reicherts Wunsch gilt vielmehr dem letzten Regionalliga-Spiel seiner Spatzen in diesem Jahr. Gegner ist an diesem Samstag (14 Uhr) im Donaustadion der FC Homburg.

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Deshalb steht auf Reicherts Wunschzettel neben der Unterstützung auch ein Sieg. Der würde die vierwöchige Pause der Ulmer Spieler und vor allem die teaminterne Weihnachtsfeier am Samstagabend versüßen. Sein Trainer Holger Bachthaler hätte auch nichts gegen drei Punkte aus dem Homburg-Spiel: „Die Spieler haben mir gesagt: Es ist durch nichts zu ersetzen, mit einem positiven Gefühl in die Pause zu gehen.“ Auf dem Servierteller gibt es dieses positive Gefühl selbstredend nicht, mit Homburg hat der Spielplan noch einen schönen Brocken für die Ulmer in petto, ehe sie sich in den Winterurlaub aufmachen. Ein Sieg wäre ein versöhnliches Ende eines durchwachsenen ersten Saisonteils. „Leider sehr inkonstant“ seien er und seine Mitspieler gewesen, sagt Reichert. „Wir sind überzeugt davon, dass wir gut sind, doch das haben wir oft nicht auf dem Platz gezeigt. Jeder Einzelne hat noch Luft nach oben.“

Sein Trainer sieht das ähnlich. Tabellarisch mit dem großen Punkte-Abstand auf die Topteams könne er nicht zufrieden sein, gleichzeitig gefalle ihm aber, dass sein Team eine gute Entwicklung genommen habe. Besonders Nicolas Jann und Vinko Sapina hebt er hervor. Selbst jetzt, wo die Winterpause in Sichtweite ist, trainiere sein Team gut: „Die ganze Mannschaft zieht mit.“ Komplett werden die Spatzen gegen Homburg aber nicht sein. Kapitän Florian Krebs wird gelb-gesperrt fehlen und hinter den angeschlagenen Stürmern Haris Hyseni (muskuläre Probleme) und Ardian Morina (Verletzung am Sprunggelenk) stehen noch Fragezeichen. Trainieren konnten sie immerhin schon.

Dass gegen Homburg auch nur fußballerische Mittel helfen können, ohne Unterstützung der Fans, hat Ulm in der Hinrunde gezeigt. Damals gewannen sie auswärts mit 5:1. Eine Wiederholung dürfte auf allen Ulmer Wunschzetteln stehen. (gioe)

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