Am vergangenen Wochenende stand er wieder Mal auf dem Siegerpodest. Bei der deutschen Meisterschaft in Nürnberg wurde Marius Wolf Zweiter. Das Taekwondo-Talent aus Vöhringen sagt: „Es lief eigentlich ganz gut. Bis zum Finale.“ Bei den Junioren in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm war der 16-Jährige mit dem Ziel an den Start gegangen, den Titel wieder ins Illertal zu holen. Am Ende musste er sich lediglich Philip Julian Weiss (Iserlohn) geschlagen geben. „Ich bin schon enttäuscht, dass es nicht geklappt hat. Aber deutscher Vizemeister ist auch okay“, meint er. Als kleinen Trost hat er von unserer Redaktion nun die Trophäe überreicht bekommen, die er bei der Leser-Abstimmung zum „Sportstar des Monats“ im Dezember des vergangenen Jahres gewonnen hatte.
Schon am kommenden Wochenende steht ein weiterer wichtiger Wettkampf an: Wolf nimmt an einem Weltranglistenturnier in Österreich teil. „Das ist wichtig für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft, die im April in Usbekistan stattfindet“, erklärt der Schüler, der die elften Jahrgangsstufe des Illertal-Gymnasiums in Illerzell besucht. Neben dem sportlichen Erfolg ist ihm das schulische Weiterkommen ebenso wichtig. Seinen Eltern freilich auch. „Ich darf den Sport nur in diesem Maße ausüben, wenn es auch in der Schule gut läuft“, sagt er schmunzelnd.
Gut, dass er beides problemlos unter einen Hut bekommt. Denn das Trainingspensum ist vor wichtigen Wettkämpfen und Turnieren enorm. Bis zu sechs Mal pro Woche steht er selbst auf der Matte, achtet dabei genau auf die richtige Belastungssteuerung. Erst geht’s um Kraft und Ausdauer, dann um den Feinschliff. „Um die Muskeln wenige Tage vor dem nächsten Kampf nicht mehr allzu sehr zu belasten“, erklärt der 16-Jährige.
Für den Taekwondo-Nachwuchs ist Marius Wolf ein Vorbild
Nebenbei leitet er noch Übungseinheiten im Taekwondo-Verein, der quasi ein Familienbetrieb ist. Für die Vier- bis Sechsjährigen ist der erfolgreiche Youngster schon jetzt ein Idol. „Es macht mir sehr viel Spaß, mit den Kindern zu trainieren. Es ist natürlich ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass man für sie ein Vorbild ist“, sagt Marius Wolf.
Der große Traum ist die Teilnahme an den Olympischen Jugendspielen
Dieser Tage muss Wolf die eigene Vorbereitung auf weitere Herausforderungen ein wenig dosieren. Bei der deutschen Meisterschaft hat er einen Schlag auf den Kiefer bekommen. Das schmerzt. Doch seine Ziele für das Jahr 2026 hat er nach wie vor fest im Visier: Im März geht es an drei Wochenenden hintereinander zu WM-Qualifikationsturnieren nach Belgien, Holland und Slowenien. „Ein weiteres Fernziel sind die Olympischen Jugendspiele, die im November im Senegal stattfinden. Es wäre schon cool, wenn ich mir diesen Traum erfüllen könnte und dabei wäre“, sagt er.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren