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Ratgeber

06.07.2018

11 Tipps: So surft ihr sicher im Internet

Klicksafe.de ist eine Internetseite auf der Kinder und Jugendliche Hilfe finden können. Wenn du zum Beispiel auf sozialen Netzwerken gemobbt wirst, kannst du dort nachschauen, wie du dir Unterstützung holen kannst.
Bild: Marcus Merk

Im Netz lauern Gefahren, gegen die sich Jugendliche nicht wehren. Ein Experte von der Augsburger Polizei gibt dir elf Tipps, wie du dich online schützt.

Hast du ein eigenes Smartphone und bist viel online unterwegs? Oder bist du schon Mitglied in einem sozialen Netzwerk? Beim Surfen und Chatten im Netz solltest du vorsichtig sein. Klaus Kratzer ist bei der Augsburger Polizei Experte für Sicherheit im Internet. Er gibt dir elf Tipps, wie du dich online sicher bewegst und worauf du achten solltest.

1. Keine persönlichen Daten

Der Internet-Experte sagt: Verrate nie deine Telefonnummer oder deine Adresse im Netz. Wenn du ein Profilbild in ein soziales Netzwerk wie Snapchat, Instagram oder WhatsApp hochladen willst, dann benutze kein echtes Foto von dir. Nimm stattdessen ein Bild deines Haustiers oder eine Landschaftfotografie, die du selbst geschossen hast. Wenn du nicht sicher bist, welche Daten im Netz in Ordnung sind, dann gibt Klaus Kratzer dir einen Tipp. Geh in dein Profil, nimm deine Bilder und Daten, die du eingestellt hast, und frage dich: Würdest du das alles auf ein Blatt schreiben, es dir um den Hals hängen und so durch die Stadt laufen? Wenn du dann den Kopf schüttelst, stimmt etwas mit deinen Angaben nicht.

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2. Keine süßen Spitznamen

Ein Spitzname auf sozialen Netzwerken ist besser und sicherer als dein richtiger Name. Aber der Experte warnt: Wenn du dir einen Fantasienamen ausdenkst, dann sollte dieser nicht süß klingen, damit du keine älteren Männer auf dich aufmerksam machst. „NicoleBaby08“ ist zum Beispiel nicht gut. Klaus Kratzer erklärt: „Das klingt zu süß und 08 verrät, dass das Mädchen erst zehn Jahre alt ist.“ Deshalb sollte der Spitzname neutral sein und nichts Persönliches von dir preisgeben.

3. Sichere Kennwörter

Klaus Kratzer sagt: „Kennwörter sollten so sein wie Unterhosen.“ Man hat mehrere davon, man wechselt sie regelmäßig, man teilt sie nicht mit anderen und sie sollten lang genug sein. Überlege dir deshalb Kennwörter, die man nicht so leicht erraten kann, wenn man dich kennt. Benutze nicht den Namen deiner Mama oder dein Geburtsjahr. Der Experte rät dir, dass sich bei einem guten Kennwort Groß- und Kleinschreibung abwechseln sollten. Und dein Kennwort sollte mindesten ein Sonderzeichen enthalten. Wichtig: Du musst es dir aber auch noch merken können. Am besten mit einer Eselsbrücke. Als Beispiel nennt der Experte: „IbFdFCA!“ Das große I steht für Ich, ein kleines b für bin, ein F für Fan, ein d für des und FCA!

4. Nicht mit Unbekannten chatten

Auf keinen Fall solltest du im Internet mit Unbekannten chatten. Besonders aufpassen solltest du, wenn dir ein Fremder schreibt: „Wer bist du?“ Der Experte erklärt: „Das ist eine Masche von Männern, um Kinder anzulocken.“ Du kannst nicht wissen, wer hinter einer unbekannten Nummer steckt. Dahinter können sich Personen verbergen, die dir vielleicht schaden wollen. Eventuell will dich jemand reinlegen oder sogar mit dir flirten. Deshalb musst du vorsichtig sein.

5. Keine peinlichen Bilder hochladen

Alles, was du ins Internet oder soziale Netzwerke einstellst, ist öffentlich. Deshalb keine peinlichen Bilder von dir oder von anderen hochladen. Damit meint Experte Klaus Kratzer auch Bilder, die du vielleicht ganz lustig findest. Auf Klos oder in Umkleidekabinen zum Beispiel. „Aber das ist absolut tabu“, sagt er. Denn was einmal im Internet ist, kann nicht mehr gelöscht werden.

6. Kettenbriefe nicht lesen

Vorsicht auch bei Kettenbriefen: Wenn du über WhatsApp eine lange Nachricht bekommst und du nicht weißt, was das ist, dann empfiehlt der Experte: Nicht durchlesen und die Nachricht deinen Eltern zeigen. Sie sollen erfahren, was du für Nachrichten bekommst. Mama und Papa können dann den Kettenbrief für dich löschen.

7. Kindersuchmaschinen

Lass dir von deinen Eltern auf deinem Laptop, Tablet oder Smartphone eine Kindersuchmaschine installieren. Sie helfen dir, beim Surfen auf sicheren Webseiten zu bleiben.

8. AGBs

Eigentlich sollte jeder, der WhatsApp oder Snapchat benutzt, vorher die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) lesen. Doch Klaus Kratzer sagt: „Schüler, Eltern und Lehrer machen das kaum.“ Dabei sind soziale Netzwerke wie WhatsApp erst ab 16 Jahren erlaubt, viele der Kinder sind aber deutlich jünger.

9. Zweimal nachdenken

Überleg dir genau: Was verschickst du und an wen sendest du deine Nachricht? Pornografische Inhalte weiterzuschicken, ist zum Beispiel verboten. Wenn dir jemand ein verstörendes Video schickt und du dich belästigt fühlst, dann rät der Experte: Geh zu deinen Eltern, lösche es und antworte dem Absender nicht über WhatsApp. Geh zu ihm hin, wehre dich und sage ihm persönlich ins Gesicht: „Ich mag das nicht. Schicke mir bitte keine dieser Videos mehr.“

10. Zivilcourage

Kriminalhautkommissar Klaus Kratzer sagt: „Viele Kinder machen bei Mobbing mit oder wollen nicht helfen, weil sie Angst davor haben, selbst zum Opfer zu werden.“ Wenn du im Internet von anderen belästigt wirst, dann hilft es dir, sich Verbündete zu schaffen. Geht gemeinsam auf den Absender zu und sagt ihm: Hör auf damit.

11. Hilfe im Internet

Wenn du noch mehr Fragen hast oder dir unsicher bist, dann kennt Klaus Kratzer einige hilfreiche Internetseiten. Zum Beispiel klicksafe.de. Auch die Polizeiberatung kann dir deine Fragen beantworten und helfen.

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