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Aichach

26.07.2018

"Lying Cards": Schüler entwickeln Kartenspiel für Wirtschaftsseminar

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16 Schüler des Deutschherren-Gymnasiums Aichach haben ihr eigenes Unternehmen gegründet und ein Kartenspiel entwickelt. Beim Schulfest haben sie "Lying Cards" erstmals verkauft.
Bild: Melanie Nießl

Schüler am Deutschherren-Gymnasium haben ihre eigene Firma gegründet und ein Kartenspiel entwickelt. Eine K!ar.Texterin blickt für uns hinter die Kulissen.

Im Aichacher Deutschherren-Gymnasium haben Schüler der elften Klasse für ein Seminar eine Firma gegründet und dabei ein Kartenspiel entwickelt. Unter dem Firmennamen "Lying Cards" wurde das gleichnamige Kartenspiel erstellt. Und das hat es faustdick hinter den Ohren.

Die Schüler haben die "Lying Cards" selbst entwickelt und gestaltet

Das Seminar, in dessen Rahmen die Schüler das Unternehmen gegründet haben, ist das sogenannte P-Seminar Wirtschaft. "Ziel des Seminars ist es, ein Jahr lang in einer Gruppe ein Projekt zu gestalten", erzählt Tim Wunderer, Firmenvorstand von "Lying Cards". Neben Tim gibt es auch einen zweiten Vorstand, Thomas Schillinger, er war auch maßgeblich an der Spielentwicklung beteiligt. Die Schüler hatten einige Ideen und letztendlich hat es knapp zwei Monate gedauert, ein Spielkonzept zu entwickeln. Es gab wöchentliche Treffen der Firmenmitglieder, bei denen über das Seminar gesprochen wurde.

Julius Heyer, Julian Sedlmayr und Samuel Pürner hatten letztendlich die Idee, ein Kartenspiel zu entwickeln: "Diese Idee wurde dann in einer unserer wöchentlichen Sitzungen angesprochen und darüber abgestimmt. Somit stand unser Produkt fest", erklärt Tim. Gemeinsam haben die Schüler die Karten entwickelt, gestaltet und umgesetzt: "Es wurde in den Raum gefragt, ob vielleicht jemand fünf Symbole zeichnen könnte. Marlene Mayr meldete sich freiwillig und zeichnete diese. Dann hat Julius Heyer die Symbole digitalisiert und den Rest der Karte in einem Bildbearbeitungsprogramm erstellt", erklärt Tim. Anschließend bestellten die Schüler die fertig gestalteten Karten im Internet. Auch die dazugehörigen Spielregeln wurden von der Gruppe erstellt. So ist zum Beispiel klar: Das Spiel ist für drei bis sieben Spieler geeignet.

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Bei dem Kartenspiel "Lying Cards" geht es vor allem um eines: Bluffen.
Bild: Melanie Nießl

Die Schüler verkaufen die "Lying Cards" in den Pausen und eventuell online

Damit die Karten auch offiziell verkauft werden können, haben die insgesamt 16 Schüler im Alter zwischen 16 und 17 Jahre gemeinsam die Firma gegründet, die von Pädagogin Isabel Zettler geleitet wird. Denn natürlich sollen die gegründete Firma und die Arbeit, die die Schüler in sie gesteckt haben, auch belohnt werden. Deshalb durften die jungen Firmengründer ihr Kartenspiel beim gestrigen Schulfest am Deutschherren-Gymnasium in Aichach verkaufen. Für alle, die nicht auf dem Schulfest waren oder schlicht vergessen haben, sich eines der begehrten Kartendecks zu sichern, hat Tim Wunderer aber gute Nachrichten: "Wir werden die Karten auch im nächsten Schuljahr an unserer Schule in den Pausen verkaufen. Eventuell werden wir diese sogar auf Amazon anbieten", erzählte Tim.

Doch was sind die Pläne für das erwirtschaftete Geld? Auch dafür hat Tim eine Antwort: "Das Geld wird unter den Aktionären aufgeteilt, wie es normal in einer Aktiengesellschaft üblich ist. Was die Aktionäre letztendlich mit ihrem Gewinn anfangen, das bleibt ihnen selbst überlassen". Ein Anteilsschein an dem Kartenspiel liegt bei zehn Euro. Die insgesamt 90 Anteilsscheine werden grundsätzlich zwar an jeden verkauft, sind allerdings hauptsächlich für Schüler und deren Freunde und Familien reserviert.

Ob es diese Firma auch in Zukunft geben wird, steht übrigens auch schon fest, erklärt Tim: "Wenn wir die Schule beendet haben, wird auch unsere Firma aufgelöst."

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