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Allgäu-Orient-Rallye

29.04.2015

1000 Kuscheltiere für ein Kamel

Mit einer großen Abschiedsparty feierte das Team Hope aus Aletshausen den Start bei der Allgäu-Orient-Rallye am 10. Mai. Mit drei Fahrzeugen wird die Gruppe dann drei Wochen unterwegs nach Jordanien sein.
Bild: Monika Leopold-Miller

Team Hope aus Aletshausen startet mit drei Fahrzeugen nach Jordanien

Die drei Fahrzeuge stehen bereit. Das große Abenteuer kann beginnen. Am 10. Mai startet das „Team Hope“ mit Ottmar Finkele (42) aus Aletshausen, seiner Frau Martina sowie Eleni Apostel, Hans Gauwatz, Roland Weber und Daniel Andraschko zur Fahrt von Oberstaufen nach Jordanien. Dazu veranstaltete die Gruppe im Aletshauser Sportheim vor Kurzem eine große Abschiedsparty mit Musik, Feuershow und Feuerwerk. Pater Alex Kallarackal aus Aletshausen spendete den Fahrzeugen den kirchlichen Segen.

Ottmar Finkele liebt das Abenteuer. Er überquerte die Alpen auf dem Höhenweg „E5“ von Oberstdorf nach Meran. Im Internet stieß er auf die Allgäu-Orient-Rallye. Das bedeutete für ihn eine neue Herausforderung. Bei dieser Rallye sind 111 Teams mit rund 600 Fahrzeugen circa 7000 Kilometer unterwegs. Verbunden ist das Abenteuer mit karitativen Projekten, beispielsweise werden 1000 Plüschtiere an Kinderheime verteilt. Mit auf die Reise gehen auch Hörgeräte für hörgeschädigte Kinder in Jordanien. Außerdem haben die Reisenden haltbare Lebensmittel für eine Suppenküche im Gepäck.

Die Autos werden vor Ort verkauft und der Erlös gespendet. Zurück in die Heimat geht es für die Teams nach drei Wochen mit dem Flugzeug. Doch auch der Spaß soll bei dieser Fahrt nicht zu kurz kommen. Es müssen Aufgaben erfüllt werden. Welche Aufgaben das sind, erfahren die Teilnehmer erst während der Fahrt. Bei einer früheren Fahrt galt es beispielsweise auf einem Musikinstrument das Lied „Bruder Jakob“ einzustudieren, erzählt Jochen Gloger vom Organisationsteam in Oberstaufen. Doch als Überraschung mussten die Instrumente untereinander getauscht werden. Zum Schluss wurden die mitgebrachten Instrumente an Kinderheime und Schulen übergeben. Bei solchen Aufgaben gibt es am Ende einen Gewinner. Und dieser Gewinner erhält traditionsgemäß ein Kamel. Bisher wurde die Siegprämie stets bedürftigen Beduinen überlassen und nicht mit nach Hause genommen. Eine weitere Aufgabe aus früheren Jahren lautete, so Gloger, heimische Gewächse mitzubringen. Damit wurde in der Türkei ein Areal so groß wie ein Fußballfeld mit Pflanzen aus unserer Heimat angelegt.

Für die Rallyeteilnehmer gibt es Richtlinien. So muss das Fahrzeug mindestens 20 Jahre alt und nicht mehr als 1111 Euro wert sein. Es dürfen keine Autobahnen und Mautstraßen befahren werden. „Dadurch soll mehr Kontakt zu den Menschen entlang der Strecke zustande kommen“, erklärt Gloger. Und es dürfen keine Navis benutzt werden. Die Ideengeber dieser besonderen Rallye, die heuer zum zehnten Mal stattfindet, kommen aus Oberstaufen. Dort wird auch dieses Mal wieder der Start sein. Der erste Treffpunkt ist in Istanbul vor der Blauen Moschee. „Wir dürfen auf dem Sultan-Ahmet-Platz vor der Moschee übernachten“, freut sich Gloger. Syrien wird aufgrund des dort tobenden Krieges umfahren. Die Route verläuft über Israel.

Bei uns im Internet:

Eine Bildergalerie der Abschiedsparty

www.mittelschaebische-nachrichten.de

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