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Vortrag

14.10.2015

5000 Euro für Wasserreinigungsanlagen

Unser Bild zeigt von links SKG-Schulleiter Norbert Rehfuß, Rotary-Präsident Michael Hösle, Pastpräsident Karl-Heinz Rogg, Wolfgang Groß, Geschäftsführer von Humedica mit seinen Töchtern (links und rechts).
Bild: SKG

Rotary Club Krumbach spendet an Humedica. Vortrag im Krumbacher Simpert-Kraemer-Gymnasium

Der aktuelle Präsident des Rotary Clubs Krumbach, Michael Hösle, und sein Amtsvorgänger Karl-Heinz Rogg überreichten kürzlich dem Gründer und Geschäftsführer der Hilfsorganisation Humedica, Wolfgang Groß, einen Scheck über 5000 Euro.

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Auf Einladung des Rotary Clubs und des Simpert-Kraemer-Gymnasiums gab Wolfgang Groß in einem spannenden Vortrag Einblicke in die Entstehung, Entwicklung und Arbeit von Humedica. Aus kleinsten Anfängen hat sich Humedica heute zu einer Organisation mit fast 40 festen Mitarbeitern in Neugablonz bei Kaufbeuren entwickelt. 25000 Tonnen Hilfsgüter wurden seit der Gründung verteilt. Die Hilfsleistungen, die mit über 150 Millionen Euro anzusetzen, sind, wurden durch Spenden und die Freiwilligen der Einsatzteams erbracht.

Um möglichst viel Hilfe bei den Hilfsbedürftigen ankommen zu lassen, sei Lobbyarbeit unumgänglich. Groß zeigte, dass die Begrüßung des Hilfsteams durch den stellvertretenden Ministerpräsidenten eines afrikanischen Landes – organisiert durch Humedica – sowohl die Geschwindigkeit der Zollabfertigung für Hilfsgüter wie auch die Höhe des Zolls erheblich beeinflussen kann. Bei einer gut funktionierenden Logistik könnten zum Beispiel Auslieferungsflüge für Airbus-Flugzeuge in Katastrophenregionen für den kostenlosen Transport von Hilfsgütern und Helferteams genützt werden. Die Auslieferungstermine müssten aber eingehalten werden, gewartet auf Humedica werde nicht. Humedica könne aber funktionierende Einsatzteams rasch zusammenstellen und zum Flughafen bringen. Hilfsgüter, die sofort benötigt werden, müssten daher auf Lager bereit liegen. Da sauberes Trinkwasser bei den klassischen Katastrophenfällen ein großes Problem ist, finanziert der Rotary Club Krumbach „Portable Aqua Units for Lifesaving“. Es handelt sich dabei um Wasserreinigungsanlagen mit 20 Kilogramm Gewicht, die wie ein Rucksack getragen werden. Sie erfordern weder Chemie noch Energie, da sich die Filtertechnik der Schwerkraft bedient. Verschmutztes Wasser wird oben eingefüllt und kann nach einigen Minuten als sauberes, trinkbares Wasser am Auslasshahn gezapft werden. Die Geräte können mit einer an der Uni Kassel entwickelten Nanofiltertechnik Wasser vollständig von Keimen befreien. Die Herstellungskosten einer Anlage betragen etwa 1000 Euro. In 24 Stunden fließen 1200 Liter Trinkwasser hindurch. Die Bedienung ist durch Piktogramme selbsterklärend. So eine Anlage funktioniere ohne komplizierte technische Wartung noch Jahre später. (pm)

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