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Reaktion auf Wahlkampfveranstaltung

20.05.2014

Abgeordneter Brunner ist entsetzt

SPD-Politiker  Karl-Heinz Brunner ist entsetzt über Prälat Imkamp und CSU-Abgeordneten Ferber.
Bild: Archivbild: Alexander Kaya

SPD-Politiker: Ferber und Imkamp schaden katholischer Kirche

Landkreis „Die CSU nimmt es offensichtlich ernst, AfD und NPD den rechten Rand bei der Europawahl streitig zu machen.“ So hat sich der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Karl-Heinz Brunner nach Bekanntwerden einiger Äußerungen von CSU-Europaabgeordnetem Markus Ferber und Prälat Dr. Wilhelm Imkamp bei einer Podiumsdiskussion im Wallfahrtsort Maria Vesperbild (wir berichteten) geäußert. Grundsätzlich sei es nötig, dem Europawahlkampf mehr Raum und Feuer zu geben, so Brunner. Die Verunglimpfung des Spitzenkandidaten der europäischen Sozialisten und Sozialdemokraten Martin Schulz als „diesen Buchhändler aus Würselen“ sowie der Sozialdemokratie als Teil ominöser „linker Kräfte“, die christliche Grundwerte zerstörten oder gar verfolgten, sei aber nicht hinnehmbar. Äußerungen wie „Zu einem guten französischen Politiker gehört der Ehebruch als Leistungssport“, zerstörten letztlich die Integrität des Prälaten selbst und jener CSU-Politiker, die bei einer solchen Diffamierung des Nachbarn und des europäischen Geistes schweigend danebensitzen.

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Wer von einer „sozialistischen Verfolgung des Christentums“ und dem Streben nach einem „christenfeindlichen Europa“ spreche, sei nicht nur geschichtsvergessen, sondern beleidige das Erbe all jener Sozialdemokraten, die in über 150 Jahren für Freiheit und Demokratie gekämpft hätten und zum Teil gestorben seien, heißt es in Brunners Pressemitteilung. In einer Zeit, in der der neue Papst Franziskus viel Gutes für das Ansehen der katholischen Kirche und ihrer Glaubwürdigkeit tue, seien dies erschreckende Zeichen des Prälaten und einer dem Namen nach „christlichen“ Partei. „Bei solchen Äußerungen sehe ich mich bestätigt, dass jene Christen und Katholiken, denen es um wirkliche christliche Werte geht, bei den Sozialdemokraten besser aufgehoben sind“, so Brunner.

Auch die Günzburger Kreis-SPD mit ihrem Vorsitzenden Achim Fißl zeigt sich bestürzt: „Sollten die Äußerungen von Imkamp auch nur ansatzweise für die katholische Kirche repräsentativ sein, so müssen sie von den über zwei Drittel Wählern in Bayern, die nicht die CSU wählen, schon fast als Aufforderung verstanden werden, aus der katholischen Kirche auszutreten.“ (pm)

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