Newsticker

Bayerns Ministerpräsident Söder will Corona-Regeln in Kommunen an Grenzwerte koppeln
  1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Abitur in Ursberg: Jahrgang 2020 wird feierlich verabschiedet

Ursberg

19.07.2020

Abitur in Ursberg: Jahrgang 2020 wird feierlich verabschiedet

Die Abiturienten Vincet und Lorenz Thoma jonglierten mit ihrem kleineren Bruder Dominik beim Abiturientengottesdienst.

Plus Feierlich wurde der Abitur-Jahrgang 2020 in Ursberg verabschiedet. Einige Schülerinnen und Schüler wurden besonders ausgezeichnet.

Am Ringeisen-Gymnasium der St. Josefskongregation in Ursberg wurden die Abiturzeugnisse überreicht. Alle 89 Schülerinnen und Schüler haben bestanden. Die Traumnote 1,0 gab es einmal, weitere 26 Abiturienten konnten sich über Ergebnisse zwischen 1,1 und 1,9 freuen. Doch auch allen anderen ist Respekt und Anerkennung zu zollen: Sie haben es geschafft – heuer unter ganz außergewöhnlichen Bedingungen!

Die Corona-Pandemie machte denn auch eine besondere Form der Abiturfeier notwendig. Nach intensiver Diskussion kristallisierte sich ein Muster heraus, das dann auch umgesetzt wurde: Es gab vier aufeinander folgende Veranstaltungen der Zeugnisübergabe, an denen je rund ein Viertel der Abiturienten mit ihren Eltern teilnahm. Damit konnten im Ringeisensaal die erforderlichen Abstände eingehalten werden. Zum Abschluss feierten nur die Abiturienten ohne ihre Familien gemeinsam einen Gottesdienst.

Viele trugen zum Erfolg bei, von den Eltern bis zur St. Josefskongregation

Schulleiter Andreas Merz gratulierte dem vollständigen Abiturjahrgang zum Bestehen und machte deutlich, dass bei weitem nicht alles durch einen Abiturschnitt ausgedrückt werden kann. Der eine habe sich mehr, der andere weniger anstrengen müssen. Und weiter sei zu berücksichtigen, viele Personen indirekt zum Erfolg beigetragen haben. Ihnen allen gebühre Dank: den Eltern, die Bildung und Erziehung als gemeinsame Aufgabe von Schule und Elternhaus mitgestalteten; der St. Josefskongregation als Schulträger, die neben finanziellem Engagement den jungen Menschen auch Orientierung und Positionierung ermögliche; dem Sekretariat, der Hauswirtschaft und der Hausmeisterei für reibungslose Abläufe und ein gepflegtes Schulhaus; dem Kollegium für das Engagement bei zahlreichen Aktivitäten sowie für viele lehrreiche Stunden, motivierende Ideen, Geduld, Ausdauer und Verständnis; Oberstufenkoordinator Sebastian Eberle, für die engagierte Betreuung; Pater Benedikt Grimm für die schönen Schulgottesdienste und wertvollen Impulse in seinen Predigten; den Verantwortlichen in der Kommunalpolitik; der Raiffeisenbank Thannhausen für die großzügige Unterstützung und die Schulpreise. Besonderer Dank galt Abiturientin Elena Riendl (Klavier) und Abiturient Josef Schwarz (Geige), die die Feiern je mit einem kleinen, aber brilliant vorgetragenen Musikstück verschönerten.

Abitur in Ursberg: Jahrgang 2020 wird feierlich verabschiedet
Abitur in Ursberg: Das Bild, das vor der Corona-Krise entstand, zeigt die 12. Jahrgangsstufe während ihrer Studienfahrt nach Griechenland im September 2019 im Heiligtum von Olympia.
Bild: Christian Pagel

Die Rede der Abiturienten begann mit einem Statement: „Ob Sie es glauben oder nicht – wir haben das Abitur!“ Das war auf die ungewöhnlichen Umstände gemünzt, die die Corona-Pandemie mit sich brachte, denn sonderbare Fragen tauchten auf: „Was passiert mit dem Stoff, auch mit dem für das Abiballkleid?“ Doch ein Blick zurück durfte nicht fehlen: In lockerer Folge ließen sie ihr Schulleben Revue passieren. Sie lobten das Engagement der Lehrkräfte und die vielen Aktivitäten wie Zirkus, Musicals und Projekttage: „Wir lernten nicht nur Fakten, Zahlen und Analysen, sondern auch Solidarität und Gemeinschaft.“ Große Anerkennung zollten sie Oberstufenkoordinator Sebastian Eberle. Besonders wurden natürlich die Eltern gewürdigt: „Danke, dass ihr Kinder wie uns in die Welt gesetzt habt und ins Erwachsenenleben geführt habt!“

Möglichkeiten und Herausforderungen für die Zukunft annehmen

In seiner Ansprache zitierte Andreas Merz berühmte Kritiker der Jugend und kam zu dem Schluss: „Die junge Generation ist anders. Das ist entscheidend und das ist sehr gut so!“ Die Welt sei schnellen Veränderungen unterworfen. Als Beispiele nannte er die Flüchtlingsproblematik, den Brexit und Fridays for Future. Diese Entwicklungen erforderten junge Menschen, die einen anderen Standpunkt und damit auch einen anderen Blickwinkel einnehmen würden. An die Abiturientinnen und Abiturienten gewandt, sagte er: „Ihr gehört zu den zukünftigen Führungskräften und Entscheidungsträgern. Ihr seid sehr gut ausgebildet. Und dies gilt nicht nur in fachlicher Hinsicht, sondern ganz besonders für die Kompetenzen, die ihr für die erfolgreiche Gestaltung eures Lebens und für die Wahrnehmung der Verantwortung benötigt. Nutzt eure Möglichkeiten, nehmt die Herausforderungen an.“

Zwei jonglierende Abiturienten gaben Einlagen beim Gottesdienst

Der anschließende ökumenische Gottesdienst unter dem Motto „Was braucht man zum Leben?“ wurde von Pater Benedikt Grimm OFM und Pfarrerin Dr. Jutta Sperber zelebriert. In ihrem kurzen Grußwort in Vertretung der nicht anwesenden Eltern brachte die Elternbeiratsvorsitzende, Beate Schmidt, den Stolz und die Sorge der Eltern zum Ausdruck. Doch sie hoffe, so Schmidt, auf den Gemeinsinn und die kreativen Ideen der jungen Leute, die ihre Zukunft gestalten würden. Im Zentrum des Gottesdienstes stand die Ansprache von Pater Benedikt, die das Jonglieren zum Thema hatte, das von einem Brüderpaar unter den Abiturienten auch praktisch vorgeführt wurde. Dabei förderte er interessante Erkenntnisse zutage: „Werfen ist wichtiger als Fangen. Loslassen ist wichtiger als Festhalten.“ Denn das Leben, so Pater Benedikt, brauche Vertrauen, es brauche Mut – auch Mut zum Scheitern, es brauche Konzentration und die Bereitschaft, sich auf Unvorhergesehenes einzulassen. Der Glaube, sage einem, worauf es ankomme. Mit einer Einzelsegnung, die den Abstandsregeln gerecht wurde, wurden die Abiturienten entlassen. Als Zeichen erhielten sie eine Muschelschale mit einer Perle. Doch der Segen, so Dr. Jutta Sperber, enthalte auch eine Verpflichtung: „Ihr sollt ein Segen sein!“ Um dies zum Ausdruck zu bringen, gab es noch einen kleinen Salzstreuer mit dem Ausspruch „Ihr seid das Salz der Erde.“

Besondere Auszeichnungen am Ringeisengymnasium Ursberg:

Der Schulpreis der Raiffeisenbank Thannhausen, dotiert mit jeweils 100 Euro, wurde verliehen an Robert Hilgart (Deutsch), Emma Kawan (SMV), Lavinia Kinzel (Gesellschaftswissenschaften), Clara Lindner (Fremdsprachen), Marie Mairhörmann (Naturwissenschaften), Elena Riendl (Musik), Anna Schöpf (Mathematik).

Neun Schülerinnen und Schüler mit einem Notenschnitt von 1,4 oder besser wurden von der Schule mit einem Buchpreis geehrt. Unser Bild zeigt sie mit Schulleiter Andreas Merz von links: Lorenz und Vincent Thoma, Lavinia Kinzel, Anna Schöpf, Marie Mairhörmann, Robert Hilgart, Clara Lindner, Lena Hilbert und Sandra Schwab.

Neun Schülerinnen und Schüler mit einem Notenschnitt von 1,4 oder besser wurden von der Schule mit einem Buchpreis geehrt: Anna Schöpf (1,0), Robert Hilgart, Clara Lindner, Lorenz Thoma, Sandra Schwab, Vincent Thoma, Lena Hilbert, Lavinia Kinzel, Marie Mairhörmann.

Lesen Sie dazu auch:

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren