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Burg

09.08.2016

Abschied vom beliebten Seelsorger

In einem Festgottesdienst in ihrer Pfarrkirche verabschiedeten die Pfarreimitglieder der Filialgemeinde Burg ihren beliebten Seelsorger Stadtpfarrer Hermann Drischberger. Unser Bild zeigt ihn mit einem handgemalten Abbild des Gotteshauses "Heilig Kreuz"  zusammen mit Diakon Franz Gleich (links), Pfarrgemeinderatsvorsitzender Monika Schorer und Diakon Alois Held.
Bild: Werner Glogger

Pfarrgemeinde Heilig Kreuz des Thannhauser Stadtteils Burg dankt Pfarrer Hermann Drischberger herzlich

Weit grüßt die Pfarrkirche Heilig Kreuz in Burg mit ihrem markanten Turm ins Mindeltal. Neben der Stadtpfarrei Thannhausen war dieses Gotteshaus mit seinen Pfarreiangehörigen 15 Jahre lang der seelsorgerische Wirkungskreis von Stadtpfarrer Hermann Drischberger. Deshalb wollten die Burger den beliebten Seelsorger auf ihre Weise verabschieden.

Verständlich, dass beim Festgottesdienst am Sonntag große Dankbarkeit, aber auch Wehmut mitklangen. Assistiert von den Diakonen Franz Gleich und Alois Held zelebrierte Drischberger das offizielle letzte Messopfer in Burg. Es sei keine Trennung oder ein Abschied für immer, vielmehr wolle er mit seinen Burgern in Verbindung bleiben, betonte Drischberger in seinen einleitenden Worten. „In 15 Jahren durfte ich viel Gutes erfahren, möchte aber im Jahr der Barmherzigkeit um Vergebung für meine Unzulänglichkeiten bitten.“ Vor dem Altarraum gestalteten der Chor Arioso und der Chor der Jugendlichen von Burg den Gottesdienst mit. Zum Anlass passend leitete Carola Stadler mit ihren Sängerinnen, begleitet von Flöte, Gitarre und Orgel, den Gottesdienst mit dem Lied „Miteinander auf den Weg“ ein, während die Jugend mit ihrer Leiterin Monika Schorer in „Die Freude sucht sich ihren Weg“ einstimmte. Der langjährig tätige Organist Josef Seitz ergänzte an der Orgel den weiteren Verlauf der Liturgie.

Er war der Steuermann im Gemeindeschiff

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In seiner Ansprache verglich Drischberger seine Aufgabe mit der eines Steuermannes auf einem Schiff. Er hat das Steuer fest in der Hand zu halten, ausgerichtet auf das große Ziel, die Ewigkeit Gottes, muss Gefahren erkennen, mit Angst, Not und Gefahren rechnen, ermutigen und helfen, trösten und aufrichten, damit nicht Verzweiflung die Mannschaft und Passagiere lähmt. Doch der Kapitän auf dem Gemeindeschiff sei und bleibt Jesus Christus. Aber was wolle ein Steuermann allein auf dem Schiff? Er könne das Gemeindeschiff nicht in Fahrt auf das Ziel bringen, sondern brauche eine Mannschaft, viele, die verschiedenste Aufgaben erfüllten. „Wir haben uns alle miteinander abgemüht und zusammengearbeitet, das gab mir Mut, Freude und Tatkraft in meiner seelsorgerischen Tätigkeit in Burg. Ich durfte Vertrauen und Verständnis erfahren. Dafür danke ich“, so Drischberger wörtlich. Gerne würde er allen die Hand geben, doch stellvertretend wolle er seine engeren Mitstreiter wie die Diakone Franz Gleich und Alois Held, das langjährige Mesnerehepaar Georg und Walli Deisenhofer und Nachfolger Herbert Horntrich, die Pfarrgemeinderäte unter Vorsitz von Josef Liebl und Monika Schorer und die Ruhestandsgeistlichen Hans Kloning, Karl Heidingsfelder und Willi Atzkern nennen. Letztere haben es ermöglicht, dass in Burg wenigstens alle zwei bis drei Wochen ein Sonntagsgottesdienst stattfinden konnte.

Nicht zuletzt erwähnte Drischberger die wunderschöne Burger Dorfkirche als bleibendes Zeugnis auch des Opfergeistes, der Einsatzfreude und Spendenfreudigkeit vieler Pfarreiangehöriger. Dank und gute Wünsche im neuen Wirkungskreis, die sie auf einem Steinkranz vor dem Altar geschrieben haben, überbrachten die Ministranten. „In den vergangenen 15 Jahren haben Sie die Pfarrgemeindemitglieder von Burg begleitet, mit uns Feste gefeiert und uns in dunklen Stunden beigestanden. Die Pfarrgemeinde Heilig Kreuz Burg sagt ihnen ein herzliches Vergelts Gott“, fasste Diakon Franz Gleich das segensreiche Wirken des beliebten Pfarrers Drischberger zusammen.

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