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Aichen

17.08.2019

Aichen: Feinplanung für drei neue Baugebiete

Mit solchen 3-D-Computer-Animationen zeigte Planer Riedler im Gemeinderat Aichen auf, wie die Bebauung der neuen Baugebiete aussehen könnte. Hier der Vorschlag für die Bebauung des Gebietes „Weiherberg“ im Südwesten von Aichen.
Bild: Kleiber

In Aichen werden die Bebauungskriterien für die Bauplätze in allen drei Gemeindeteilen beschlossen.

Bei der jüngsten Sitzung der Gemeinderäte berieten und beschlossen die Gemeinderäte gemeinsam mit Architekt Eugen Riedler die endgültigen Kriterien über die Baugebiete „Weiherweg“ in Aichen, „Im Oberfeld“ Memmenhausen sowie „Im Unterfeld“ Obergessertshausen. Hier sollen, nachdem die Bebauungspläne überarbeitet wurden, 57 Bauplätze entstehen, die zwischen gut 500 und 1000 Quadratmeter groß werden sollen.

Da Baugrund gefragt ist, hat sich der Gemeinderat Aichen vor Kurzem einstimmig entschlossen, Bauwilligen und jungen Familien die Chance zu geben, sich in den drei Dörfern der Gemeinde anzusiedeln. Nach Vorbesprechung und erster Anhörung im Gremium, gemeinsam mit Planer Eugen Riedler, hat dieser nun die vorläufige Endfassung der Bebauungspläne und deren Bebauung vorgelegt.

In Aichen ist ein Gebiet am „Weiherweg“ am südlichen Ortsausgang vorgesehen. An der Weiterführung des Wirtschaftsweges nach Westen könnten dort neun Bauplätze geschaffen werden, die eine Größe zwischen 760 und 970 Quadratmeter bekommen. Vorgesehen sind vier sogenannte Toskana-Häuser, die übrigen im herkömmlichen Stil, wobei die Firstrichtung frei wählbar ist. In jede Parzelle wird von der Gemeinde eine Zisterne eingebaut, um das Niederschlagswasser in geordnete Bahnen zu lenken. Die Erschließungsstraße endet im Westen mit einem Wendehammer. Am Westende des Areals soll ein kleiner Erdwall gegen Hochwasser errichtet werden. Drei Seiten, ohne die Ostseite, bekommen eine Eingrünung.

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Nach Norden erweitert

Das nahezu bebaute Areal „Am Oberfeld“ von Memmenhausen soll nach Norden erweitert werden. In der neuen Planung soll die Baugrenze etwas nach Westen gerückt und begradigt werden. Dadurch wird nun eine dreizeilige Bebauung möglich. Es sind 16 Parzellen vorgesehen, es können fünf Toskana-Häuser errichtet werden. Die übrigen Haupt- und Nebengebäude sollen die gleiche Dachneigung haben. Bei Nebengebäuden sind auch Flachdächer möglich. Die Firstrichtung ist frei wählbar.

Da die Straße keine Gehwege erhält, muss ein Sicherheitsabstand geschaffen werden. Deshalb müssen Zäune und Einfriedungen einen Mindestabstand von 50 Zentimetern zu dieser haben. Zäune dürfen maximal einen Meter hoch sein. Die inzwischen allgegenwärtigen Gabionen-Zäune sollen möglichst vermieden werden. Pro Wohneinheit sind zwei Stellplätze auf dem eigenen Grundstück nachzuweisen, um das Parken auf der Straße zu unterbinden. Rund 3,7 Hektar groß ist das Areal „Im Unterfeld“ von Obergessertshausen. Hier hat Riedler 32 Parzellen mit einer Größe zwischen 590 und 1000 Quadratmetern geplant, Da die Gesamtfläche mit 27400 Quadratmetern recht groß sei, soll diese in eine Nord- und Südhälfte geteilt und in zwei Etappen bebaut werden. Geplant ist eine Ringstraße, die nur von der östlich verlaufenden Staatsstraße 2027 eine Zufahrt bekommen solle. Hier gäbe es noch Klärungsbedarf mit dem zuständigen Bauamt.

Zu überlegen sei noch, ob am westlichen Wendehammer eine kleine Zufahrt für Passanten und Notfälle gemacht werden solle. Vorerst verzichte man auf einen Kinderspielplatz, da man erst kürzlich einen auf dem Dorfplatz eröffnet hat. Die übrigen Festsetzungen gleichen denen in Aichen und Memmenhausen. Mit 11:0 wurde den überarbeiteten Plänen und der weiteren Verfahrensweise zugestimmt.

Voranfrage:

Ein Bürger aus Münsterhausen beabsichtigt im Memmenhauser Ortsteil Nachstetten bei einem landwirtschaftlichen Betriebsgebäude eine Nutzungsänderung vorzunehmen. Er möchte mehrere Wohnungen und eine Ofenbau-Werkstatt einrichten. Im Wohnhaus soll ein Hotel Garni als Frühstücks-Pension sowie drei Einzel- und drei Doppelzimmern entstehen. Im ehemaligen Stall ist ein Ausstellungsraum für Öfen geplant. Der Bauherr wollte wissen, ob in diesem Außenbereich einer Nutzungsänderung zugestimmt werden könne, bevor er das Grundstück erwirbt. Bürgermeister Kling äußerte sich positiv und meinte, dass es eine gute Sache sei, wenn ein leer stehendes Gebäude wieder genutzt und belebt werde. So sahen es auch die übrigen zehn Räte und stimmten der Anfrage zur Weiterleitung an die zuständige Baubehörde zu.

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