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Aichen

27.11.2017

Aichen senkt die Steuern

Die Bürger Aichens sollen für die enormen Eigenleistungen, die sie bei zahlreichen kommunalen Projekten eingebracht haben, entlastet werden. (Symbolbild)
Bild: Anne Wall

Die Bürger sollen für die enormen Eigenleistungen, die sie bei zahlreichen kommunalen Projekten eingebracht haben, entlastet werden.

Dritter Bürgermeister Hans-Jörg Stuhler schlug bei einer Gemeinderatsitzung vor, die Grundsteuern A und B zu senken. Dies solle Lohn und Anerkennung der Gemeinde für die enormen Eigenleistungen für die Bürger sein, die sich bei zahlreichen kommunalen Projekten eingebracht haben. Nun wurde beschlossen, beide Abgaben um je zwanzig Prozentpunkte zu senken, wodurch die Bürger gut 10000 Euro einsparen können.

Stuhler erläuterte zu seinem Antrag, dass in Aichen zahlreiche Bürger und Vereinsmitglieder beim Bau des Gemeindezentrums mit Schützenheim und Veranstaltungssaal, in Memmenhausen beim neuen Feuerwehrhaus, beim Musiker- und Schützenheim sowie beim jüngst eingeweihte Leichenhaus und in Obergessertshausen beim Sportheim, neuen Friedhof mit Aussegnungshalle sowie beim fast fertiggestellten Feuerwehr- und Bürgerhaus ungezählte Arbeitsstunden eingebracht hätten. Dadurch habe die Gemeinde viel Geld sparen können. Dies sollte man berücksichtigen und honorieren, war die Meinung des Dritten Bürgermeisters.

Stuhler schlug deshalb vor, die beiden Grundsteuern zu senken. Grundsteuer A (agrarisch) wird auf Grundstücke der Landwirtschaft, Grundsteuer B (baulich) für bebaute oder bebaubare Grundstücke und Gebäude erhoben. A solle um dreißig, B um fünfzig Punkte gesenkt werden. Dies ging dem Gremium doch etwas zu weit und man beschloss einstimmig zum 1. Januar 2018 die Grundsteuer A von 410 auf 390, Grundsteuer B von 380 auf 360 Prozentpunkte herabzusetzen. Die Gewerbesteuer bleibt unverändert bei 320 Prozent.

Zweckvereinbarung Im Anschluss erklärte Bürgermeister Kling, dass man über eine Zweckvereinbarung zur Finanzierung und den Betrieb einer Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte der Feuerwehren zu entscheiden habe. Diese soll zwischen dem Landkreis Günzburg, der Kreisstadt Günzburg und allen Landkreisgemeinden abgeschlossen werden, da grundsätzlich eine Fürsorgepflicht der Kommunen bestehe, psychische Folgeerscheinungen dieser Kräfte zu verhindern. Jede Gemeinde zahlt auf ein Sachkonto einmalig drei Euro pro aktiven Feuerwehrmann ein. Dieser Beitrag würde für Aichen rund 300 Euro ausmachen. Über spätere Finanzunterstützungen durch die Landkreiskommunen müsse eigens beschlossen werden. Moniert wurde, warum die Stadt Thannhausen nur 250 Euro bezahle. Mit 12:0 wurde dann der Zweckvereinbarung doch zugestimmt.

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