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Modellflug

30.06.2014

Akrobaten der Lüfte an der Fernsteuerung

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3 Bilder
In einem richtigen Oldtimer sitzt ein originalgetreuer Pilot.

Piloten begeistern bei den Thannhauser Flugtagen viele Zuschauer

Was als Flugtage in Thannhausen angekündigt wurde, entpuppte sich am Wochenende als eine Flugshow der Spitzenklasse.

Die Verantwortlichen um Initiator Jörg Redl und den Abteilungsleiter der Modellfluggruppe im Mittelschwäbischen Luftsportverein Krumbach, Gerhard Zimmermann, hatten mit der ersten „JR Folien Design Flugshow“ nicht zu viel versprochen.

Von 45 namhaften Modellflugpiloten, die nicht nur bei europäischen Flugtagen, sondern auch in den USA, in Brasilien oder Indien auftreten, gingen 40 mit 60 Flugobjekten auf dem Flugplatzgelände an der Edelstetter Straße an den Start.

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Sie kommen aus Österreich, der Schweiz und natürlich aus Deutschland. Die weiteste bis in die Region zurückgelegte Strecke waren 970 Kilometer. Besonders seien die Piloten aus dem Horizon-Team oder dem Red-Bull-Team zu erwähnen, die nur bei besonderen Anlässen auftreten, berichtet Redl mit Stolz. Er führt dies auf seine guten Kontakte zur „Pilotenszene“ zurück, denn alle Modelle tragen seine Handschrift in Form selbst entworfener und in seiner Firma angefertigter Folien. Schließlich müssen die original- und maßstabsgetreu nachgebildeten Jets, Propellermaschinen, Oldtimer und Helikopter ein auffallendes und entsprechendes Outfit tragen.

Modernste Elektronik kommt zum Einsatz

Die mit einer ausgefeilten Technik und modernster Elektronik ausgestatteten Flugobjekte stellen durchweg einen Wert von rund 8000 Euro dar, das Spitzenmodell, ein Jet, sogar um die 20000 Euro.

Die Modelle sind bis ins kleinste Detail nachgebildet: Im Cockpit sind deutlich die Messinstrumente zu erkennen, ein Pilot sitzt am Steuerknüppel und Positionslampen fehlen ebenso wenig wie Landescheinwerfer. Nach intensiven Vorbereitungen gingen die Piloten in relativ kurzen Abständen an den Start, damit alle ihre selbst kreierten Flugbewegungen vorführen konnten. Denn die Flugeigenschaften dieser Maschinen übersteigen das gewöhnliche Vorstellungsvermögen. Im Gegensatz zum Kunstflug kann bei einer solchen Show der Pilot seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Die spektakulären Showfiguren wie Turns, Loopings, Cubanacht, Formationsflug von drei Maschinen gleichzeitig oder Flachtrudeln versetzten die vielen Zuschauer in ungläubiges Staunen. Mehrere Modelle zeichneten ihre Figuren mit Rauchstreifen, teils mehrfarbig, an den Himmel. Wie der langjährige Vorsitzende und jetziges Ehrenmitglied Eduard Glogger erklärte, werden bei solchen Flugshows zwischen 200 und 400 Liter Rauchöl verbraucht. Die schnellen Jets erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 400 Stundenkilometern und werden mit Kerosin, andere Modelle mit Superbenzin oder elektrisch betrieben.

Die gesamte Show kommentierten die Moderatoren Jochen Frieß und Martin Hübsch und machten so den Zuschauern das Geschehen verständlich.

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