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Aletshausen
02.05.2021

Unfall: Wohnmobil fährt gegen Zug in Haupeltshofen

Einen Unfall mit einem Triebwagen der Mittelschwabenbahn gab es am Sonntagnachmittag in Haupeltshofen.
Foto: Robert Weiß

Der Zugverkehr auf der Mittelschwabenbahn wurde zwischen Krumbach und Pfaffenhausen vorübergehend eingestellt. Ein Schienenersatzverkehr zwischen den beiden Orten wurde eingerichtet.

Glück im Unglück hatte ein älteres Ehepaar, das in seinem Wohnmobil am Sonntagnachmittag am unbeschrankten Bahnübergang in Haupeltshofen, einem Ortsteil von Aletshausen, den herannahenden Zug übersehen hat. Bei der Kollision gegen 14 Uhr mit dem in Richtung Mindelheim fahrenden Triebwagen der Mittelschwabenbahn wurde nur die Front des Verursacherfahrzeugs beschädigt. Der Fahrgastraum, in dem die beiden Insassen saßen, blieb weitgehend erhalten, sodass dies äußerlich unverletzt blieben. Im Zug saßen drei Fahrgäste, die mit dem Taxi weiterbefördert wurden. Der Zugführer gab an, mit etwa 30 Stundenkilometern gefahren zu sein Hupsignale abgegeben zu haben. Vor Ort war die Feuerwehr Haupeltshofen und der Rettungsdienst. Das ortsfremde Ehepaar erlitt einen Schock. Der Bahnverkehr wurde zur Unfallaufnahme eingestellt. Die Züge aus Richtung Günzburg verkehren bis Krumbach und endeten dort vorzeitig. Die Züge aus Richtung Mindelheim verkehren bis Pfaffenhausen und endeten vorzeitig. Ein Schienenersatzverkehr ist zwischen Krumbach und Pfaffenhausen eingerichtet. Die Schadenshöhe muss noch ermittelt werden.

Die Polizei-Einsatzzentrale in Kempten formulierte am Spätnachmittag folgenden Pressebericht:

Auf der Bahnstrecke von Mindelheim nach Günzburg kam es gegen 13:45 Uhr zu einem Zusammenstoß zwischen einem Regionalzug und einem Wohnmobil. An der Unfallstelle im Aletshauser Ortsteil Haupeltshofen wollte der Fahrer eines Wohnmobils ortsauswärts in Richtung Waltenhausen fahren. Am unbeschrankten, durch Andreaskreuze gesicherten Bahnübergang an der Ortsausfahrt übersah der 54-jährige aus Hessen dabei zunächst den sich aus Richtung Krumbach mit geringer Geschwindigkeit nähernden Zug. Anhand der Spurenlage und von Zeugenaussagen steht fest, dass Pfeifsignale des Triebwagenführers dann doch dazu führten, dass der Wohnmobilfahrer noch bremste, jedoch mit der Front seines Fahrzeuges auf dem Gleis zum Stehen kam, wo sich im Anschluss der Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge ereignete. Glücklicherweise blieben der Fahrer des Wohnmobils und seine 57-jährige Beifahrerin unverletzt, was nicht zuletzt auf die geringe Geschwindigkeit des Zuges an der Unfallstelle zurückzuführen ist. Auch der Führer des Triebwagens und seine drei Fahrgäste hatten keine Verletzungen zu beklagen. Am Zug entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden von etwa 50.000 Euro. Er blieb jedoch fahrfähig. Beim Wohnmobil ist mit circa 7.000 Euro von Totalschaden auszugehen. Am Einsatz waren neben zwei Streifen der Polizeiinspektion Krumbach auch Kräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und ein Notfallmanager der Deutschen Bahn beteiligt. Die Bahnstrecke konnte um 16:08 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.

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