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Gemeinderat

04.05.2020

Alle drei Aichener Baugebiete gemeinsam zur Erschließung ausschreiben

Die drei neuen Baugebiete, hier das in Obergessertshausen, sind nun beschlossene Sache. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Aichen ging es um die Ausschreibung der Erschließung, die 2021 abgeschlossen sein soll.
Bild: Kleiber

Planer Eugen Riedler informiert in der jüngsten Sitzung über den Stand der Erschließungsplanungen und die weitere Vorgehensweise

Da es die letzte Sitzung des noch amtierenden Gemeinderates war, die aus aktuellem Anlass im Schützenheim stattfand, wollte das Gremium die begonnene Ausweisung der Baugebiete in Aichen, Memmenhausen und Obergessertshausen noch unter Dach und Fach bringen. Eugen Riedler, vom gleichnamigen Planungsbüro aus Langenneufnach, erläuterte den Stand der Dinge und stellte wichtige Zahlen vor. Zum Beginn der Beratung erklärte Riedler, dass die drei neuen Baugebiete genehmigungstechnisch durch seien. Damit habe die Gemeinde nun gestalterisch hochwertige Planungsvorgaben. Aktuell seien acht Bauinteressenten vorgemerkt, die einen Platz erwerben wollen. Da er durch die wirtschaftliche Situation spürbare Einkommenseinbußen der Bürger kommen sieht, wodurch die Bauplatz-Nachfrage nachlassen werde, dränge die Zeit für die Ausschreibung zur Erschließung der Gebiete. Er tendiere für eine Einzelausschreibung, die nur ein überschaubares Finanzrisiko berge. Seine geschätzte Kostenrechnung sieht wie folgt aus: Baugebiet Aichen etwa 400000 Euro, Memmenhausen runde 610000 Euro und Obergessertshausen etwa 640000 Euro. Dazu kämen noch die Kosten für Straßenbeleuchtung und Vermessung.

Nun kam die Frage des Bürgermeisters: „Wie sollen wir vorgehen?“ Er plädiere für eine Gesamtausschreibung, da hier, wegen der höheren Summe, kostengünstigere Preise zu erzielen seien. Der Bauablauf kann nach dem nötigsten Platzbedarf erfolgen, da die beauftragte Baufirma zwischen den Gebieten wechseln könnte. „Wir wollen doch vorankommen. Trotz Corona-Krise, bei der niemand weiß, wie es weitergeht.“

Kling machte den Beschlussvorschlag, dass eine Gesamtausschreibung für die Erschließung der drei neuen Baugebiete durchgeführt wird. Es soll dabei auf eine eventuelle Verlegung von Nahwärme-Leitungen hingewiesen werden. In diesem Zusammenhang tauchte die Frage auf, ob denn schon ein Investor oder Betreiber für ein solches Wärmenetz in Aussicht stehe. Riedler schlug vor, einen Arbeitskreis zu bilden, der in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde die notwendigen Schritte einleitet und durchführt, die für den Betrieb von ortsnahen Hackschnitzel-Heizanlagen samt Wärmenetz nötig sind. Kling vertrat vehement die Meinung, das sei alles recht und schön, aber man müsse jetzt entscheiden, ob die Wärmeleitungen in die Ausschreibungen aufgenommen werden sollen. „Die Zeit drängt. Die Erschließung der Baugebiete soll 2021 abgeschlossen sein.“ Mit 11:2 wurde beschlossen, den Hinweis in die Ausschreibung aufzunehmen. (kk)

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