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23.09.2007

Auch Bamberg muss dran glauben

Sieben Euro kostet der Eintritt für Erwachsene zu den Bayernliga-Heimspielen der TSG Thannhausen. Am Samstag Nachmittag hätten sicherlich die meisten der 600 Zuschauer - sofern ihr Herz nicht für den Spitzenreiter 1. FC Eintracht Bamberg schlug - ohne zu Murren auf Verlangen auch noch einen Sonderzuschlag gezahlt.

Ein paar Cent hätte man noch für die Kaltschnäuzigkeit des Mijo Stijepic drauflegen können. Nach verschossenem Elfmeter (24. Minute) legte er sich kurz nach der Halbzeit erneut die Lederkugel auf dem Elfmeterpunkt zurecht, um ein weiteres Foul an Olumide mit dem Treffer zum 2:0-Endstand zu bestrafen.

Sechs Siege in Folge - mit diesen Referenzen hatte Spitzenreiter FC Bamberg im Vorfeld große Erwartungen geweckt, die er dann aber nicht erfüllen konnte. "Wir haben nicht unser übliches Niveau erreicht", bedauerte auch Trainer Christoph Starke. Die Thannhauser machten dem Spitzenreiter aber auch das Leben schwer. Frühes Stören war angesagt und das schmeckte den Bambergern ganz und gar nicht. Trotzdem hätte Christoph Kaiser die Führung der Gäste besorgen können, doch zwei Kopfbälle (16. und 28. Minute) brachte er aus kürzester Distanz und unbedrängt nicht im Tor unter.

Auf Thannhauser Seite hatten Marc Hämmerle und Martin Wiesmüller die ersten vielversprechenden Tormöglichkeiten, ehe dann der erste Auftritt von Stijepic erfolgte. Zuerst spielte er einen klugen Pass zu Olumide und als dieser von Kaiser im Strafraum gefoult wurde, setzte er den fälligen Elfmeter an den Pfosten. Was Stijepic vergeigte, hätte Hämmerle ausbügeln können, doch der verfehlte beim Nachschuss das Tor.

Nur sechs Minuten später zeigte dann der wieder groß aufspielende Olumide, wie man Tore macht. Nach Zuspiel von Stefan Selig schüttelt er seinen Bewacher ab und schlenzte den Ball über Torwart Christian Horcher zum 1:0 ins Netz. Obwohl die Gastgeber versäumten nachzulegen (Stijepic scheiterte nach schöner Kombination über Dausel, Selig und Olumide am Gästekeeper), wurden sie mit Beifall in die Kabinen verabschiedet.

Dies in der Hoffnung, dass sie dort nicht wieder den Faden verlieren wie beim letzten Heimspiel gegen Schweinfurt. Dem sorgte TSG-Trainer Oliver Schmid diesmal aber vor. Kaum auf den Platz zurückgekehrt, spornte er sein Team zu mehr Aktivität an. Als erster setzte Olumide die Aufforderung in die Tat um. Er angelte sich im Mittelfeld den Ball, steuerte schnurstracks auf den Bamberger Strafraum zu, wo er von Ex-Profi Grasser gefoult wurde. Elfmeter! - doch wer soll schießen. Wiesmüller und Selig wurden ins Spiel gebracht, doch Stijepic, der laut Trainer Schmid eigentlich nicht mehr dafür vorgesehen war, schnappte sich den Ball und verwandelte sicher zum 2:0. "In solchen Situationen kannst ein kleiner Held werden aber auch der Oberdepp. Wer einmal verschießt, sollte eigentlich nicht nochmal schießen. Aber ich war mir einfach ganz sicher, dass ich den zweiten reinmache", so ein erleichterter Mijo Stijepic nach dem Spiel.

Nach dieser respektablen Führung ging die TSG kein großes Risiko mehr ein. Absicherung nach hinten war nun angesagt. Und es ging gut, weil Kaiser (62.) nach Ballverlust des glücklosen Franz Stroh die Situation nicht nutzen konnte, weil sich Abwehrrecke Stefan Mittelbach (67.) nach einem schnell ausgeführten Freistoß mutig in den Schuss von Heyer warf und Torwart Steidle den abgefälschten Ball mit Blitzreaktion schnappte und weil letztlich Dennerlein (71.) einen Kopfball nur an den Pfosten setzte. Auf der Gegenseite hätte Stijepic (76.) nach Pass von Olumide noch das 3:0 machen können. Das wäre des Guten aber doch zu viel gewesen.

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