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Thannhausen

02.05.2016

Auch in der Region wächst die Armut

Versammlung des Vereins Liebe sei Tat: Unser Bild zeigt von links: Johann Geiger, Erna Winter, Stadtpfarrer Hermann Drischberger, Vroni Konrad, Margarita Beßler, Gudrun Feistle, Helmi Schwarz und Walter Schmid.
Bild: Verein

Wie der Thannhauser Verein Liebe sei Tat Hilfsbedürftige unterstützt und warum seine Rolle immer wichtiger wird.

Die Mitgliederversammlung des Vereins Liebe sei Tat, die im Katholischen Pfarrheim abgehalten wurde, brachte es auf den Punkt: Nicht nur weltweit, sondern auch in Thannhausen und Umgebung wachse die Zahl jener, die an der Armutsgrenze leben. Umso mehr könne eine Gemeinde über einen Verein wie Liebe sei Tat, der sich die Unterstützung Hilfsbedürftiger zur Aufgabe gemacht hat, froh sein, heißt es im Bericht des Vereins über die Versammlung.

Vorsitzender Johann Geiger gab einen Überblick über die Tätigkeit des Vereins im abgelaufenen Jahr. 28 Personen oder Familien wurde 55 mal finanzielle Hilfe gewährt. Weitere Zuwendungen in Höhe von 1000 Euro gingen an die Mittelschule Thannhausen für Mittagessen hilfsbedürftiger Kinder und 500 Euro an den Kinderschutzbund für hilfsbedürftige Familien. Insgesamt habe der Verein 2015 allein in Thannhausen und Umgebung über 15300 Euro für finanzielle Unterstützung ausgegeben. Erschreckend sei, so Johann Geiger, dass die Zahl derer, die Privatinsolvenz anmelden, stetig steige.

Mehrmals wurde auch mit Kleiderspenden geholfen, eine Sachspende in Form einer Palette Holzbriketts ging an eine Alleinerziehende mit fünf Kindern. Als Beitrag zur Flüchtlingshilfe wurden 1000 Euro über die Aktion „Deutschland hilft“ und 2000 Euro über den Verein Humedica Kaufbeuren“, speziell für Syrienflüchtlinge, gespendet.

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Freudig überrascht, so Johann Geiger, sei der Verein über die Spendeneingänge im Jahre 2015 gewesen. Habe man bisher jährlich zwischen 13000 bis 15000 Euro an Spenden verbuchen können, waren es im vergangenen Jahr über 23000 Euro. Einige Erstspender, wie die Firma HBW Höfle & Wohlrab Bau GmbH und das Ingenieurbüro Hartinger Consult GmbH mit je 1500 Euro und 5000 Euro aus einem Nachlass, trugen wesentlich zu diesem Spendenanstieg bei.

Aufgrund der steigenden Mitgliederzahl von derzeit 170 Mitgliedern, stieg das Beitragsaufkommen erstmals über 2000 Euro. Mit den jährlichen Zuschüssen von 1800 Euro der Katholischen Kirchenstiftung Mariä Himmelfahrt Thannhausen stiegen die Gesamteinnahmen 2015 auf über 27000 Euro, was letztlich noch zu einem positiven Jahresergebnis führte. Demgegenüber standen Gesamtausgaben von über 23000 Euro. Wie auch in den Jahren zuvor gingen zwei Hilfslieferungen mit wertvollem Sammelgut und 212 Bananenkartons mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln nach Bosnien-Herzegowina. Ein Höhepunkt im Jahr 2015 war eine dreitägige Rom-Reise mit Privataudienz bei Papst Franziskus.

Nach dem Bericht des Kassenprüfers, Walter Schmid, der Genehmigung des Jahresabschlusses 2015 und der Entlastung der Vorstandschaft, fanden Neuwahlen statt, die zu einstimmigen Ergebnissen führten: Der Vorsitzende Johann Geiger wurde bestätigt. Weiter wurden wieder gewählt: Die stellvertretende Vorsitzende Margarita Beßler, Schatzmeisterin Veronika Konrad und Schriftführerin Erna Winter. Als Beiratsmitglieder wurden Helmi Schwarz und Gudrun Feistle, als Kassenprüfer Christine Pelzl und Walter Schmid gewählt.

Beim wegen Umzug ins Allgäu scheidenden Beiratsmitglied Paul Fladung bedankte sich Geiger herzlich. Geiger bedankte sich bei allen, die den Verein unterstützen. Auch 2. Bürgermeister Peter Schoblocher und Stadtpfarrer Hermann Drischberger dankten dem Verein für ihre wertvolle Arbeit.

Als Fazit stellte Johann Geiger fest, dass in bestimmten Bevölkerungsgruppen die Not auch in unserer Region wachse und die Zahl der Hilfesuchenden stetig steige. Deshalb bitte man auch weiterhin um Spenden und Unterstützung. Gemeinsam könne man schnell, unbürokratisch und ohne Abzug von Kosten dort helfen, wo die Not am größten sei. (zg)

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