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Krumbach

15.05.2020

Aufwertung für Krumbachs Prachtstraße

Sind zufrieden, dass es mit dem Umbau des ehemaligen Hürbener Kinos losgegangen ist: Hans-Jörg Müller (rechts) mit seinem Schwiegersohn Peter Endres.
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Sind zufrieden, dass es mit dem Umbau des ehemaligen Hürbener Kinos losgegangen ist: Hans-Jörg Müller (rechts) mit seinem Schwiegersohn Peter Endres.
Bild: Hans Bosch

Plus Die Neugestaltung des früheren Hürbener Kinos setzt in der Karl-Mantel-Straße einen neuen städtebaulichen Akzent. Wie die Planung aussieht.

„Der letzte Fußgänger“ mit Heinz Erhard in der Hauptrolle, war der letzte Streifen, der im Filmtheater Hürben in der Karl-Mantel-Straße im Januar 2013 die Besucher zum Lachen brachte. Das markante Gebäude steht also seit sieben Jahren leer. Jetzt zeigt es sich als Baustelle und wird bis zum Sommer 2021 mit einem Kostenaufwand von knapp 1,5 Millionen Euro zu einem Büro- und Wohnhaus umgebaut, dessen Aussehen sich dem neuen Straßenbild anpasst.

Die beiden Sprecher der Eigentümergemeinschaft, Hans-Jörg Müller und Schwiegersohn Peter Endres von der gleichnamigen Immobilien GmbH in der Burgauer Straße sind sich einig: „Wir wollen mit dieser Investition unseren Beitrag zur weiteren Aufwertung des Straßenbildes und der gesamten Innenstadtgestaltung leisten.“

Obwohl sich beide bemühen, möglichst viel vom bestehenden Bau zu erhalten, erfordere die neue Nutzung doch erhebliche bauliche und technische Veränderungen. Im Klartext heißt dies, dass im Erdgeschoss und ersten Stock in den bisherigen Kinosaal an allen vier Seiten neue Fenster in unterschiedlicher Größe notwendig sind. Trotzdem: „Die Fassade der bisherigen Straßenseite bleibt im wesentlichen erhalten“, ist sich Müller sicher. Die künftige Nutzung sieht vor, dass im Erdgeschoss 250 Quadratmeter Fläche zu Büroräumen umgestaltet werden. Im Obergeschoss gibt es vier Wohneinheiten mit bis zu 70 Quadratmetern Fläche und eine Dachwohnung. Zwei davon erhalten zusätzlich eine Loggia mit Aussicht auf die Stadt.

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Es bleibt noch einiges zu tun

Bis zu ihrem Bezug bleibt aber noch einiges zu tun. Derzeit im Gange sind Bestandssicherungen für das gesamte Gebäude, vor allem im Fundament des ehemaligen Kinos. Dies erfordert insgesamt 21 Pfahlgründungen in Form von sechs bis zehn Meter langen Eisenrohren, die von einer Spezialfirma in den Boden gerammt und mit Beton verpresst werden. Die erforderliche neue Haustechnik findet im Keller unter dem bisherigen Eingangsbereich ihren Platz.

Die Bauherren legen großen Wert auf hohe Energieeinsparung und so entspricht das Gebäude einem KfW-Energieeffizienzhaus 70. Die Hausherren: „Die notwendigen Gespräche und Vorplanungen nahmen fast ein Jahr in Anspruch und wurden erst jüngst mit der Baugenehmigung abgeschlossen.“ Darin begründet ist die Ursache, dass seit dem Ankauf des Hauses vor einem Jahr nichts Sichtbares geschehen ist. Bekanntlich wurde nach der Kino-Schließung die Stadt Krumbach Besitzer der Immobilie. Zum „Stadtgespräch“ wurde sie trotzdem. Der Grund: Die Stadtverwaltung veräußerte den Schriftzug „Filmtheater“, was der Schauseite nicht gerade förderlich war.

Besonderer Akzent mitten in der Stadt

Für Hans-Jörg Müller und sein Büro ist dieser Umbau nur eines von mehreren Großobjekten im Landkreis, die gemeinsam mit dem Ichenhauser Bauunternehmen Xaver Abenstein derzeit umgesetzt werden. Gerade abgeschlossen ist der Neubau „Kreuzwirt“ an der Hauptkreuzung in Thannhausen, der mitten in der Stadt einen besonderen Akzent setzt und das Zentrum deutlich aufwertet. Juniorchef Peter Endres ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden, denn alle Gewerbeeinheiten und Wohnungen sind zwischenzeitlich verkauft.

Nutzer vom Erdgeschoss und den beiden Obergeschossen sind ein Versicherungsbüro, eine Zahnarztpraxis und die Wohnbaugesellschaft Thannhausen. Im dritten Stock unter dem Dach sind Wohnungen eingerichtet. Ebenfalls unter der Obhut des Büros Müller steht der Neubau „Am Spital“ unmittelbar westlich des ehemaligen Krankenhauses. Hier entstehen elf attraktive Wohnungen, die alle verkauft seien. Ein noch größeres Objekt mit 28 Seniorenwohnungen ist derzeit in Giengen/Brenz im Bau.

Alle drei Projekte werden von der Firma Abenstein gebaut und von Müller vermarktet.

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