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Ernährung

28.06.2017

Augen auf beim Naschen!

Es ist eine erdrückende Auswahl an Lebensmitteln, mit der viele Menschen konfrontiert werden. Diese Situation fordert ein erhöhtes Bewusstsein für eine gesunde und ausgewogene Ernährungsweise.
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Es ist eine erdrückende Auswahl an Lebensmitteln, mit der viele Menschen konfrontiert werden. Diese Situation fordert ein erhöhtes Bewusstsein für eine gesunde und ausgewogene Ernährungsweise.
Bild: 279photo/fotolia

Auch zwischen Hauptmahlzeiten sollte man auf die Ernährung achten. Eine Expertin aus Krumbach gibt Tipps für gesunde Snacks und gegen Kalorienfallen am Arbeitsplatz.

Wer kennt das Gefühl nicht? Meistens gegen Nachmittag überfällt einen plötzlich der Heißhunger. Gerade am Arbeitsplatz ist man vor diesen Attacken nicht gefeit. Wird doch gerade hier vom eigenen Körper besondere Leistungsfähigkeit verlangt. Schnell greift man deshalb zur so genannten „Nasch-Schublade“.

Dass man nicht nur im Rahmen der Hauptmahlzeiten bewusst auf die Ernährung achten sollte, betont Gertrud Wenz. Die Wissenschaftlerin ist beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Krumbach tätig. Dort bietet sie mitunter Kurse zu gesunder Kost und Bewegung an. Dies sind ihre Ratschläge:

Süßigkeiten Obwohl es bisweilen nicht einfach ist, dem Bedürfnis nach Süßem zu widerstehen, eignen sich Schokolade und Gummibärchen kaum als Sattmacher. Zwar wandelt unser Körper den enthaltenen Zucker rasch in Energie um, jedoch folgt nach dessen Abbau ebenso schnell ein „Leistungsloch“. Dies hat unter anderem mit dem Mangel an Ballaststoffen in den Leckereien zu tun. Trotzdem dürfe man, so Wenz, Süßigkeiten selbstverständlich genießen – allerdings in Maßen und höchstens einmal pro Tag.

Obst Früchte sind nicht nur wichtige Energielieferanten, sondern bestechen auch durch eine ganze Reihe unentbehrlicher Vitamine. Gerade die Kombination mit Milchprodukten, wie etwa Naturjoghurt, sorgt dafür, dass die Glucose relativ langsam abgebaut wird und länger wirkt. Gerne darf man einen solchen selbst gemachten Fruchtjoghurt mit ungesüßten Haferflocken verfeinern.

Gemüse Bei Stress essen wir oft, weil unser Belohnungszentrum im Gehirn dabei angesprochen wird, also rein wegen der Wirkung auf die Psyche. Kann man auf diese Gewohnheit nicht verzichten, sollte man laut Brigitte Wenz auf Gemüse zurückgreifen. Paprika, Gurke & Co. beinhalten nämlich Mineral- und Ballaststoffe, sowie praktisch keine Kalorien.

Nüsse Als Snack bewertet die Expertin das sogenannte Studentenfutter eher zwiespältig. Trotz der wichtigen Fettsäuremuster fällt negativ ins Gewicht, dass viele Schließfrüchte im Verhältnis mehr Kalorien enthalten als Schokolade.

Superfood Lebensmittel dieser Kategorie haben meist exotische Namen und sollen besonders gesundheitsfördernd sein. Von vielen werden sie gepriesen, von anderen durchaus kritisch gesehen. Am Beispiel der Chia-Samen, die viele Ballaststoffe und Öle enthalten, erläutert die Expertin, dass am Superfood ernährungstechnisch oft wenig auszusetzen sei. Heimische Alternativen böten jedoch häufig dieselben Nährstoffe.

Getränke Nicht nur bei sommerlichen Temperaturen führt an einer ausreichenden Flüssigkeitsaufnahme kein Weg vorbei. Obwohl wir dies bereits durch feste Nahrung tun, sollte man zusätzlich mindestens eineinhalb Liter Flüssigkeit trinken. Gefährlicherweise lauern auch beim Durstlöschen Kalorienbomben. Wenigen ist nämlich bewusst, dass diverse Limonaden ähnlich viel Zucker enthalten wie eine Tafel Schokolade. Auch Fruchtsäfte, die an sich durchaus gesund sind, enthalten bis zu 400 Kalorien pro Liter. Die Ernährungswissenschaftlerin aus Krumbach empfiehlt als Alternativen deshalb gut verdünnte Saftschorlen, ungesüßten Tee oder einfach Wasser.

Fazit Freilich gibt es auch durchaus gesunde Nahrungsmittel, die weniger für den Imbiss zwischendurch am Arbeitsplatz geeignet sind. Knoblauch hat aufgrund seiner sekundären Pflanzenstoffe und antibakterieller Wirkung einen heilsamen Effekt auf den Körper. Mit Rücksicht auf Kollegen sollte man einen übermäßigen Konsum der Zehen aber besser auf das Wochenende verlegen.

Je nach Sorte muss möglicherweise auch vom Verzehr von Fisch im Büro abgeraten werden. Trotzdem sind die Omega-3-Fettsäuren der Meeresbewohner bedeutsam, da sie von unserem Körper nicht hergestellt werden können. Im Allgemeinen plädiert Gertrud Wenz auch „für zwischendurch“ für eine ausgewogene Ernährung, also einen „bunten“ Nahrungsmix aus verschiedenen Lebensmittelgruppen. Sie fügt hinzu, dass ein abwechslungsreiches Frühstück sich bestens eignet, den Heißhunger für einige Stunden hinauszuschieben. Auf die Frage, ob sie derzeit einen Trend zu mehr Gesundheitsbewusstsein beobachten kann, zögert sie. Dann erklärt sie, dass sich viele Menschen vorbildlich ernähren. Laut Studien steige aber gleichzeitig der Anteil an Übergewichtigen. Für Wenz bleibt also weiterhin einiges zu tun.

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