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Abschied

02.05.2020

Aus der Verwaltung zur Chefin im Heimatort gewählt

Ilse Thanopoulos

Wiesenbachs Bürgermeisterin Ilse Thanopolous hinterlässt nach 19 Jahren ein geordnetes Haus

Eine durchwegs beeindruckende Bilanz kann Ilse Thanopoulos über ihre drei Amtsperioden als Bürgermeisterin der Gemeinde Wiesenbach ziehen. Zahlreiche Maßnahmen wurden angegangen und erfolgreich umgesetzt. „Es gehe eine Ära zu Ende“ ist die Meinung vieler Bürger und drücken damit ihre Zufriedenheit über ihre Amtsführung aus.

Bürgermeisterin ihrer Heimgemeinde zu werden war ursprünglich kein Ziel von Ilse Thanopoulos. Das habe sich so entwickelt. Nach einer Lehre als Bankkauffrau wechselte sie als Verwaltungsangestellte zur Verwaltungsgemeinschaft Krumbach und war Protokollführerin bei den Gemeinderatssitzungen ihres Vorgängers Fritz Birle, was sich als gute Vorbereitung und Eignung für das Bürgermeisteramt herausstellte.

Das erkannten Personen in ihrem Umfeld und bedrängten sie für das Amt zu kandidieren. Nach einiger Bedenkzeit sagte sie zu und wurde mit großer Mehrheit gewählt. Das war Auftrag und Verpflichtung. Eines der ersten Ziele war, die drei Ortsteile durch einen Radweg zu verbinden, der später noch nach Unterbleichen verlängert wurde und heute auch oft von Fußgängern genutzt wird. Eines der größten Projekte ist die Dorferneuerung. Mit einer Reihe von Maßnahmen in den drei Ortsteilen gelang es die Infrastruktur zu verbessern und das Ortsbild zu verschönern. Mit der Neugestaltung des Dorfplatzes in Oberegg, dem Platz an der Eiche in Oberwiesenbach und dem Maibaumplatz sowie der Grünfläche am Schwarzbach mit Kneippanlage wurden auch alle Orte mit Ruhebänken ausgestattet. Das Umfeld der Vituskapelle, die Eigentum der Gemeinde ist, wurde neu gestaltet, ebenso der Platz vor dem Feuerwehrhaus in Unterwiesenbach, auf dem auch das alljährliche Bächlesfest der Vereine stattfindet. Weitere Maßnahmen sind noch in Planung, bevor die Dorferneuerung von ihrem Nachfolger abgeschlossen werden kann. Gut und vertrauensvoll war immer die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat, in dem mit Eva Häusler in den vergangenen sechs Jahren, nur eine Frau vertreten war. Für die Herren des Gemeinderats war sie die „Chefin“. Aufgrund dieser guten Zusammenarbeit konnten große und viele kleine Projekte umgesetzt werden. Baugebiete wurden ausgewiesen und erschlossen und die Feuerwehren konnten mit neuen Fahrzeugen und Ausrüstung ausgestattet werden. Ein Kraftakt war die Erneuerung der maroden Brücke über die Günz nach Höselhurst, gemeinsam mit der Gemeinde Neuburg/Kammel.

Ein Tiefpunkt in der Amtszeit von Ilse Thanopoulos war das verheerende Hochwasser 2013. Nach tagelangen Regen trat der Schwarzbach über die Ufer und zusätzlich brach am Oberlauf des Baches, im Unteroggenburger Forst, ein Damm und große Wassermassen überfluteten meterhoch den Ort und die tiefer gelegenen Gebäude. Danach mussten zehn Brücken saniert und zwei in Oberwiesenbach neu gebaut werden. Trotz aller Investitionen ist die Gemeinde seit Jahren schuldenfrei und konnte auch Rücklagen bilden. Für Ilse Thanopoulos war es immer wichtig für die Bürger ansprechbar und offen für ihre Probleme zu sein. Für die Anliegen der Vereine hatte sie ein offenes Ohr und unterstützte sie nach Möglichkeit, das seien die Kulturträger der Gemeinde. Zweimal wurde Ilse Thanopoulos mit großer Mehrheit zur ehrenamtlichen Bürgermeisterin der Gemeinde Wiesenbach wiedergewählt. Bei der Wahl im März ist sie aus Altersgründen nicht mehr angetreten. Sie kann auf erfolgreiche 18 Jahre zurückblicken und ihrem Nachfolger ein geordnetes Haus übergeben. Jetzt freut sie sich auf mehr Zeit für Hobbys, Familie und vor allem auf die Zeit mit den Enkelkindern. (ageis)

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