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Interview

29.01.2014

Außer Rand und Blunt

Außer Rand und Blunt
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Drummer Christoph Schmid, der in Mindelzell aufgewachsen ist, spielte bei „Wetten, dass“ mit Weltstar James Blunt. Der Vollprofi hat einen „mega-harten“ Händedruck

Mindelzell/Karlsruhe Wäre ihm vor einem Monat eröffnet worden, dass er einmal mit dem Weltstar James Blunt auf der Bühne steht, dann hätte er noch den Kopf geschüttelt. Jetzt ist’s passiert: Der gebürtige Krumbacher Christoph Schmid spielte am Samstag in der Fernsehshow „Wetten, dass“ als Schlagzeuger mit James Blunt. Der stellte seine neue Single-Auskopplung „Heart to heart“ vor – erstmals in Deutschland. Zuletzt machte die gebürtige Günzburgerin Nina Kaimer in „Wetten, dass“ von sich reden: Sie wurde Wettkönigin bei Markus Lanz.

Mal ehrlich: Hatten Sie vor dem Auftritt bei „Wetten, dass“ Lampenfieber?

Christoph Schmid: Ja, total. Zwei Stunden vorher wurde es mir richtig mulmig. Mir wurde erst langsam bewusst, dass der Auftritt wirklich live ist. Ich dachte immer, dass eine so große Show immer mit einer kleinen Verzögerung ausgestrahlt wird – für den Fall, dass etwas schief geht.

Außer Rand und Blunt

Was sollte denn schief gehen?

Schmid: Man malt sich gewisse Horrorszenarien aus. Ich habe zum Beispiel erst kurz vor dem Auftritt gemerkt, dass ich keine Ersatzstöcke dabei habe.

Und?

Schmid: Zur Not hätte ich mit einem halben Stock gespielt.

Wie kam es eigentlich zum gemeinsamen Auftritt mit James Blunt?

Schmid: Normalerweise spielt er mit seiner Band. Das ging aber nicht, deshalb wurde schnell nach einem Ersatz gesucht, ganz ohne Casting. Und ich wurde gefragt.

Wie haben Sie den britischen Musiker erlebt? Er gilt als Softie.

Schmid: Das ist er überhaupt nicht. Angeblich war er lange Zeit Soldat. Und er hat einen mega-harten Handschlag. Er ist ein Vollprofi und weiß genau, was er machen muss. Am Tag vorher kam er gerade von seiner Promotionstour aus China, die Müdigkeit war ihm anzusehen.

War es dann überhaupt noch möglich, vor dem großen Auftritt „Heart to heart“ gemeinsam zu proben?

Schmid: Am Nachmittag vor der Show haben wir es zweieinhalb Mal gespielt. Die Noten hatte ich allerdings schon eine Woche bekommen und konnte den Song so alleine einstudieren.

Wie haben Sie Moderator Markus Lanz erlebt? Er steht heftig in der Kritik.

Schmid: Irgendwie tat er mir leid. Die öffentliche Kritik ist im Augenblick heftig.

Damit muss man umgehen, wenn man in der Öffentlichkeit steht.

Schmid: Ich bin jedenfalls froh, nicht ganz vorne stehen zu müssen. Gerade durch den Fernsehauftritt ist mir bewusst geworden, welche Reichweite Medien haben können. Entsprechend viele Rückmeldungen hatte ich schon vor der Show. Das war sicherlich auch ein Grund dafür, warum ich so nervös war.

Was machen Sie, wenn James Blunt Sie wieder braucht?

Schmid: Dann bin ich wieder dabei! Nach dem Auftritt hat er jedenfalls gemeint, dass ich ihn doch besuchen soll, wenn ich an einem seiner Konzertorte bin.

Haben Sie seine Handynummer bekommen?

Schmid: Nein. Ich glaube, das geht so schnell nicht.

Termine Mitte Februar spielt Christoph Schmid bei „Mamma Mia“ in Stuttgart. Dann geht es mit „Power! Percussion“ ins Prinzregententheater nach München (14. März) und dann nach Augsburg (25. April).

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