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01.07.2010

Bauplätze mit schöner Aussicht

Mit Stolz präsentiert Ebershausens Bürgermeister Herbert Kubitschek die schönen Bauplätze am südöstlichen Dorfrand mit herrlichem Blick auf das Hasel- und Günztal. Noch schöner ist allerdings der direkte Blick auf Ebershausen. Fotos (9): hans Bosch
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Mit Stolz präsentiert Ebershausens Bürgermeister Herbert Kubitschek die schönen Bauplätze am südöstlichen Dorfrand mit herrlichem Blick auf das Hasel- und Günztal. Noch schöner ist allerdings der direkte Blick auf Ebershausen. Fotos (9): hans Bosch

Ebershausen Mit über 600 Einwohnern ist Ebershausen die kleinste Gemeinde innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft Krumbach, hat aber nach Ansicht von Bürgermeister Herbert Kubicek einen entscheidenden Pluspunkt: "Wir besitzen die wohl schönsten Bauplätze, die dazu noch zu einem vernünftigen Preis gekauft werden können." Er meint das am südöstlichen Ortsrand nahe der beiden Sportplätze gelegene Baugebiet mit einem einmaligen Blick auf das Dorf selbst und darüber hinweg west- und nordwärts ins Hasel- und Günztal. In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Areal immer wieder erweitert. Derzeit gibt es neun erschlossene Bauplätze, die von der Gemeinde angeboten werden. Erweiterung jederzeit möglich.

Ebershausen war schon immer eine Pendlergemeinde. Sie ist aber auch seit Jahrzehnten als Wohnsitzgemeinde beliebt und konnte durch die Neubauten ihre Einwohnerzahl konstant halten. Schon Kubiceks Vorgänger Bürgermeister Adolf Albrecht, der 1966 dieses Amt antrat, war es stets ein Anliegen, im Ort ausreichend Raum für die Wohnbebauung zu schaffen. Seit 1990 hat sich auch der neue Ortschef dies zum Anliegen gemacht. 1992, 1997 und 2007 wurde das Baugebiet jeweils auf inzwischen 38 Plätze erweitert. Eine weitere Teilfläche kann problemlos erschlossen werden. Kubicek ist sicher: "Diese Vorsorge lohnt sich, denn immer wieder kommen Anfragen von Bauinteressenten." Was ihn besonders freut: "Fast alle, auch Auswärtige, integrieren sich im Dorf und sind in den Vereinen aktiv." Dagegen gibt es in den Ortsteilen Seifertshofen und Waltenberg keine bebaubaren Flächen, aber "es gibt dort auch kaum Anfragen".

In Ebershausen stimmt ebenso die übrige Infrastruktur. Die Kanalisation ist in Ordnung, sind doch Ebershausen und Seifertshofen an den Abwasserzweckverband Unteres Günztal mit Sitz in Kötz angeschlossen. Was Waltenberg betrifft, so besitzt dort jedes Anwesen seine eigene vom Wasserwirtschaftsamt genehmigte Hauskläranlage. Eine Einheit bilden die drei Ortsteile beim Wasser.

Verbund mit Waltenhausen

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Aus dem Tiefbrunnen beim Sportplatz wird das Nass zum Hochbehälter in Waltenberg gepumpt und fließt von dort nach Ebershausen und Seifertshofen. Waltenberg selbst wird über Druckkessel versorgt. Bürgermeister Kubicek und sein Gemeinderat befassen sich mit einem Wasser-Notverbund, wobei in erster Linie der Zusammenschluss mit dem Nachbarort Waltenhausen infrage kommt, das vor dem gleichen Problem steht. Gibt es diese Lösung, wäre nur eine Leitung von etwa 2000 Meter Länge zwischen den beiden Wasserversorgungen erforderlich.

Mit Genugtuung registriert der Bürgermeister, dass das Interesse am Kindergartenbesuch anhält und dessen Bestand bis auf Weiteres gesichert ist. Er befindet sich im Obergeschoss der 1978 aufgelösten Grundschule; deren Kinder werden seitdem nach Krumbach kutschiert. Das Erdgeschoss ist vermietet und außerdem trifft sich dort in der Regel monatlich einmal der Gemeinderat zu seinen Sitzungen. Unklar ist das Schicksal des benachbarten Pfarrhofs, der nach dem Auszug von Pfarrer Fritz Schropp leer steht. Kubicek ist in Verbindung mit der Diözese als Hausbesitzer und der Kirchenverwaltung und denkt an eine gemeinsame Nutzung durch kirchliche und kommunale Verbände. Räumlich gut versorgt sind die acht Vereine, nämlich mit Vereinsheim des Sportvereins, neuem Feuerwehrhaus und zwei "richtigen" Dorfwirtschaften in Ebershausen und Seifertshofen. Zufrieden registriert der Ortschef, dass die Grundversorgung der Bürger mit eigener Metzgerei und Bäckerei im Dorf auf lange Sicht gesichert ist.

Die nächsten Zukunftsaufgaben hält Kubicek für "überschaubar". Gefordert werde die Gemeinde in naher Zukunft finanziell bei der Kapellenrenovierung in Waltenberg, dem Kauf eines neuen Löschfahrzeugs und bei der Neugestaltung des Friedhofs, der seit letztem Jahr in gemeindlicher Obhut steht. Was ihn hier freut: "Die Friedhofsmauer wird in ihrer ganzen Länge von Grund auf in Eigenleistung der Kirchenverwaltung errichtet. Die Gemeinde beteiligt sich mit 50 Prozent an den Materialkosten, das sind rund 50 000 Euro." Bis zum Herbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Was sich gleichfalls gut anhört: "In Seifertshofen und Waltenberg sind die Hausaufgaben bereits gemacht."

Das ist Herbert Kubicek gerade recht. In den ersten Jahren seiner Amtszeit lastete auf der Gemeinde ein Schuldenberg mit 700 000 Mark. Heute ist Ebershausen praktisch schuldenfrei, wie Kubicek mit Genugtuung registriert. Nicht gut zu sprechen ist er auf den jüngsten Winter: "Allein der Räum- und Streudienst kostet uns heuer 20 000 Euro. Dieses Geld wird buchstäblich auf die Straße geworfen. Das wäre bei unseren Vereinen viel besser angelegt."

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