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12.03.2009

Begonnenes wird auch vollendet

Krumbach Seit zehn Monaten ist Hubert Fischer im Amt. Die Bürgerversammlung im Stadtsaal wurde für ihn zur Premiere als Bürgermeister. Fischer schilderte die finanziellen Engpässe, mit denen die Stadt derzeit aufgrund des massiven Konjunktureinbruchs zu kämpfen habe. Unter anderem gebe es einen schweren Einbruch bei der Gewerbesteuer, der auch durch das Konjunkturpaket des Bundes nicht auszugleichen sei. Begonnene Projekte sollten aber auf alle Fälle zu Ende geführt werden. Fischer nannte unter anderem das Jugendzentrum und den Neubau des Feuerwehrhauses in Edenhausen. Nicht mehr im Jahr 2009 realisiert werden soll jedoch der Durchstich von der Südstraße hinüber zur Schlachthausstraße.

Straßenbau: Der Durchstich Südstraße/Schlachthausstraße gilt als einer der bedeutendsten Straßenbauprojekte der Stadt. Nach Auskunft von Fischer werde derzeit das Lärmgutachten erstellt, mit der Regierung von Schwaben werde wegen der Zuschüsse verhandelt. Doch 2009 sei der Straßenbau nicht mehr möglich. Die Umgestaltung der Karl-Mantel-Straße werde daher auch nicht in den Jahren 2009 und 2010 erfolgen. Bei der Karl-Mantel-Straße sei man aber nach Abschluss der sogenannten Planungswerkstatt auf einem guten Weg. Unter anderem soll die Straße intensiv mit Bäumen begrünt werden (wir berichteten mehrfach). Wichtige bereits im Jahr 2009 anstehende Straßenbaumaßnahmen sind der Ausbau der Michael-Faist-Straße (250 000 Euro), der Ausbau der Dr. Rothermel-Straße (150 000 Euro) und die Erschließung des Gewerbegebietes Niederraunau, um die Anbindung bedeutender Firmen wie etwa Faist Anlagenbau zu verbessern (Kosten: circa 850 000 Euro).

Kneipp-Kurort: Fischer hob hervor, dass der Gesundheitstourismus weiterentwickelt werde. Krumbach möchte in diesem Zusammenhang auch Kneipp-Kurort werden. Dies sehe er aber "nicht als Primat" an.

"Kinderzentrum": Fischer wies auf die vielfältigen Einrichtungen der Stadt für Kinder wie die Krippe, die Kindergärten und den Hort hin. Diese sollten zu einem regelrechten "Kinderzentrum" vernetzt und ausgebaut werden. Er betonte unter anderem auch die wichtige Rolle des Fördervereins Kinderzentrum. Die ehrenamtliche Arbeit werde künftig eine wichtige Rolle spielen, sie soll unterstützt werden. Ein Quartiersmanager solle die sozialen Aktivitäten koordinieren.

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Innenstadt und Busanbindung: Fischer erklärte, dass die Stärkung der Innenstadt für ihn ein wichtiges Anliegen sei. Er verwies unter anderem auf das neue Einzelhandelsgutachten, das dafür eine wichtige Grundlage sei. Eine bedeutende Neuerung sei die Einführung des sogenannten Flexibus ab Juli. Der Bus könnte durch einen Anruf in einer Zentrale angefordert werden. Für keinen Bürger solle der Weg zu einer Haltestelle weiter als 200 Meter sein. Dieses Projekt, eine Premiere in Bayern, solle in Krumbach und in den umliegenden Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Krumbach verwirklicht werden.

Konjunkturpaket: Anträge müssten laut Fischer bis zum 31. März gestellt werden. Die Stadt wolle die Möglichkeiten nutzen. Unter anderem sei auf diese Weise eventuell die energetische Sanierung der Grundschule (Dach, Fenster) und des Kindergartens möglich.

Anliegen der Bürger

Raunauer Straße: Von Bürgern wurden verschiedene Verkehrsthemen angesprochen. Angeregt wurde unter anderem, vor dem Bau des Durchstichs von der Südstraße zur Schlachthausstraße die Probleme an der Einmündung in die Raunauer Straße zu lösen. Fischer verwies auf die derzeit laufende Verkehrszählung. Diese Analyse sei eine wichtige Basis für alle Maßnahmen. Die Ergebnisse der Zählung würden bald vorliegen.

Mühlstraßenunterbrechung: Angesprochen wurde bei der Versammlung auch die Unterbrechung der Mühlstraße, die im Vorentwurf eines Planungsbüros im Rahmen der Planungswerkstatt für die Karl-Mantel-Straße angeregt worden war. "Hier handelt es sich um eine Idee, nicht mehr und nicht weniger", sagte Fischer. Mit der Umgestaltung der Karl-Mantel-Straße sei ab dem Jahr 2011 zu rechnen. Bis dahin bleibe Zeit für weitere Überlegungen.

Vereine: Vorgeschlagen wurde, die Aktivitäten der Vereine auf der Internetseite der Stadt intensiver darzustellen. "Das wird noch ein wenig dauern", sagte Fischer, aber man arbeite daran.

Ulrichstraße/Augsburger Straße: Kritisiert wurde die Unübersichtlichkeit in diesem Bereich durch den Wuchs einer Hecke. "Wir schauen uns die Sache an", sagte Fischer.

Munding-Kreisverkehr: Kritisiert wurde, dass es auf der Nordseite des Mundig-Kreisverkehrs keine Überquerungsmöglichkeiten für Fußgänger gebe. Fischer erklärte dazu, dass es rund 60 Meter weiter nördlich eine Ampel gebe.

Jochnerstraße: In Verkehrsstoßzeiten könne es Probleme bei der Überquerung der Jochnerstraße geben. Ein weiterer Besucher der Versammlung meinte, dass in der Jochnerstraße der Durchgangsverkehr das Problem sei. Fischer sagte zu, dass man sich vor Ort ein Bild machen wolle.

Sportheim: Ein Bürger erkundigte sich nach dem Stand der Grundstücksverhandlungen bezüglich der Zufahrt zum Sportheim im Bereich der Nassauer Straße. Es gebe leider noch kein Ergebnis. Aber man werde das Thema weiterverfolgen, sagte Fischer.

Atternweg: Eine Bürgerin kritisierte, dass es im Atternweg Probleme mit parkenden Autos gebe. Dies habe dazu geführt, dass zuletzt Mülltonnen nicht geleert worden seien. "Es wird oft rücksichtslos geparkt. Wir gehen der Sache nach", sicherte Rathauschef Hubert Fischer zu.

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